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EHC - EC Bad Tölz 2:3

Der EHC verliert in einem grausamen Eishockeyspiel gegen die Tölzer Löwen mit 2:3.
Nur ein Drittel reichten die Kräfte der Grizzlies, um gegen das Abwehrbollwerk der Tölzer Buam anzurennen.
Danach setzten die Löwen ihre gesparten Kräfte geschickt ein und nutzten ihre wenigen Konterchancen eiskalt aus.

1.Drittel
Die Gäste aus Tölz, wie in den Spielen der letzten Saison, von Beginn an extrem defensiv eingestellt.
Mit enormem Aufwand schnürte der EHC die Gäste zu Beginn im eigenen Drittel ein und hatte in der 4.Minute auch ersten Grund zum Jubel:
1:0 durch Todd Simon im Powerplay(!)
Alles schien sich wie erwartet zu entwickeln - doch falsch gedacht.
Wolfsburg machte zwar das Spiel, doch die Tölzer Defensive stand und es wollte sich kein weiterer Torerfolg einstellen.
Die Löwen störten den Spielfluß der Grizzlies immer wieder durch exzessives Icing und wenn doch eine Chance für den EHC entstand, machte diese der an diesem Abend glänzend aufgelegte Couture im Gästetor zunichte.
Nachdem Schiedsrichter Schlimme in der 15.Minute zwei fragwürdige Situationen nacheinander zu Gunsten der Tölzer laufen ließ, nutzen diese die allgemeine Konfusion zum 1:1 durch Curth.
Die Zuschauer waren durchaus verblüfft.

2.Drittel
Die Partie wurde auf Seiten der Tölzer nun zunehmend härter geführt, was letzendlich in einer Verletzung von Rudolph Wolf und einer Spieldauer gegen den Tölzer Curth gipfelte.
Doch das fünfminütige Überzahlspiel des EHC führte nicht zum Torerfolg...
Im Gegenteil:
In der 28.Minute nutzte Kruck einen Unterzahlkonter zur 1:2 Gästeführung.
Der Spielverlauf war nun endgültig auf den Kopf gestellt.
Doch schon zu diesem Zeitpunkt wurde klar, dass den Grizzlies die sonst so gelobten Tugenden fehlten: Schnelligkeit und Fitness schienen nicht mehr zu reichen, um den Kampf aufzunehmen.
Das Spiel verflachte nun vollends.
Die Tölzer wollten von Beginn an nicht das Spiel machen - die Grizzlies konnten es nun nicht mehr.
"Krönender Abschluß" des Drittels dann in der 39.Minute:
1:3 durch Kottmair, wieder ein schneller Konter gegen zu langsame Hausherren

3.Drittel
Nur sporadisch konnten die Grizzlies das Tempo anziehen.
Wenn dies gelang, ergaben sich sehenswerte Torchancen, die aber genauso sehenswert von Couture vereitelt wurden.
Es war zum verzweifeln.
Die Kraft des EHCs schien längst verbraucht, da fiel in der 58.Minute doch noch der 2:3 Anschlußtreffer durch Petri Kujala.
Nun ging noch einmal ein Ruck durch Mannschaft und Fans, doch es war zu spät:
Geschickt verteidigten die Tölzer ihren ersten Auswärtssieg in dieser Saison.


Mein subjektiver Eindruck:

Was haben wir verbrochen, dass die Tölzer uns so quälen.
Allein im ersten Drittel ca 15-20 Mal Icing. Fehlte nur noch, dass der Tölzer Trainer nach dem 1:0 für Wolfsburg eine Auszeit nimmt - es könnte sich ja Spielfluss entwickeln.
Schade nur, dass unseren Jungs offenbar das Dienstagspiel noch in den Knochen steckte - von Kraft und Schnelligkeit nur selten was zu sehen.
Aber am Ende zählt nur der Sieg und so haben die Tölzer alles richtig gemacht.
Ich behaupte trotzdem, dass ohne das Pokalspiel alle Drittel so ausgesehen hätten, wie das erste.
Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass die Mannschaft von Anfang an bemüht war den Zuschauern etwas zu bieten. Nur leider reichte die Kraft dafür nur ein Drittel.
Danach wäre weniger wohl mehr gewesen. Ich hätte zumindest gerne einmal gesehen, ob die Tölzer überhaupt so etwas wie Spielaufbau kennen...
Das Powerplay der Grizzlies war, nebenbei bemerkt, eine einzige Katastrophe.

Tor:
Marek mit solider Leistung und einigen schönen Paraden.
Nicht oft geprüft, doch dreimal sträflich im Stich gelassen und chancenlos.

Verteidigung:
In der Rückwärtsbewegung zu langsam und mit wenigen, dafür fatalen, Aussetzern.
Angesichts der offenkundig schwindenden Kräfte zu offensiv.
Insgesamt taktisch unklug.

Sturm:
Im ersten Drittel noch gewohnt druckvoll, doch bald schon ein Schatten seiner selbst.
Wer jetzt noch konnte, musste es alleine versuchen.
Kaufmann mit einigen Großchancen, doch leider nichts Zählbarem.
Karabin und Musial mit ansprechenden Leistungen, auch Paepke noch recht flott unterwegs.
Von Simon war, bis auf sein Tor, leider noch nicht viel zu sehen.
Der Rest bemüht, doch ohne Power.

Fans:
Eher stiller als sonst - woran das wohl gelegen hat?
Ich denke nicht so sehr am Rückstand. Vielmehr am unglaublich unattraktiven Eishockey der Löwen, das sich, zu meinem Bedauern, gegen schwächelnde Grizzlies durchgesetz hat.
Nächste Woche dann wieder mit voller Kraft gegen die Steelers - Wetten?

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