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EHC - SC Bietigheim Bissingen 6:2

Mit 6:2 wurden gestern die Steelers aus Bietigheim zurück ins Schwabenland geschickt.
In einer ansehnlichen Partie fing sich der EHC nach anfänglicher Schwächephase und dominierte die Gäste aus dem Ellental nach Belieben.

1.Drittel
Gleich nach 25 Sekunden der zweite Schock des Tages (nach der Pokalauslosung):
0:1 durch Ritchie gegen eine konfus aufspielende Wolfsburger Mannschaft.
Genauso hektisch wie die Einlaufzeremonie begann der EHC sein gestriges Heimspiel und hatte die ersten 10 Minuten mehr mit der eigenen Nervosität, als mit der Spielkunst des Gegners zu kämpfen.
Nachdem die Grizzlies sich nach und nach gefangen hatten, folgte in der 14.Minute der finale Weckruf im Powerplay - Elvis Beslagic hämmerte einen plazierten Schlagschuß von der blauen Linie zum 1:1 Ausgleich in die Maschen.
In der Folgezeit gewann der EHC nun immer deutlicher die Oberhand.
In der 17.Minute dann das 2:1 durch Karabin, der einen Schuß von Zurek geschickt ins Tor abfälschte.
Da sah der Herr Fankhouser zum ersten Mal gar nicht gut aus...

2.Drittel
Nach zwei Minuten der nächste Treffer für die Grizzlies:
Tobi Samendinger zum umjubelten 3:1.
Die Steelers Abwehr jetzt reichlich überfordert und auch ihr Goalie sparte nicht an Unsicherheiten, so dass das zweite Drittel ein einziger Sturmlauf der Wolfsburger wurde.
Nachdem Alexander Genze in der 36.Minute leider verletzt ausscheiden mußte, folgte der Doppelschlag, der das gesamte Spiel entschied:
4:1 in der 37.Minute durch Karabin (Aua, Herr Fankhouser)
5:1 in der 40.Minute durch Kujala - der vorzeitige K.O. für die Steelers und Zeit für einen Goaliewechsel bei den Gästen.
Martinovic stand im folgenden Drittel für den gestressten Fankhouser im Gästetor.

3.Drittel
Das Spiel jetzt etwas ruhiger.
Daran konnte auch der Gegentreffer durch Benjamin Hinterstocker (44.Min) zum zwischenzeitlichen 5:2 nichts ändern.
In der 49.Minute setzte Roman Veber mit seinem ersten Saisontor zum 6:2 dann den Schlusspunkt unter die Scorerliste dieser Begegnung.
Man hatte eigentlich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass für die Gäste hier noch irgendetwas zu holen wäre.
Bleibt die Frage: Was ist los in Bietigheim?


Mein subjektiver Eindruck:

Gleich nach dem 9:1 in den Play-offs der vorletzten Saison der schwächste Auftritt, den ein Steelers-Team in Wolfsburg bisher hingelegt hat.
Der EHC zu Beginn sehr nervös und konfus. Nachdem sich das gelegt hatte, wurde schnell klar, wer die eigentlich überlegene Mannschaft ist.
Leider kann ich die Begegnung nicht als Maßstab für kommende Spiele betrachten, da ich nicht glaube, dass es viele Mannschaften in unserer Liga gibt, die es uns so leicht machen werden.

Tor:
Marek mit guter Leistung und einem Fehlgriff zum 5:2.
Nach wie vor einer der Leistungsträger im Team.
(Die Rolle mit Töchterchen auf dem Arm hat er aber noch nicht einstudiert)

Verteidigung:
Die ersten fünf Minuten des Spiels genauso desorientiert wie die gesamte Mannschaft, danach souverän und sicher. Roman und Elvis mit ihren ersten Saisontreffern - weiter so Jungs! Die Dinger von der Blauen braucht jede Mannschaft.
Veber zeitweise leider ein Unsicherheitsfaktor beim Powerplay, im Defensivbereich aber überzeugend.

Sturm:
Zuerst das Positive:
Die Reihe mit Zurek, Samendinger und Karabin mit 3 Toren sehr effizient und besonders Ladislav und Jan harmonierten teilweise recht gut.
Das Negative:
Die Reihe Musial - Vit - Kaufmann im Zusammenspiel zwar die beste aller Reihen, aber mit Pech im Abschluss.
Die anderen beiden Reihen offensiv recht blass und nur in der Arbeit nach hinten gut.
Ich gehe mal davon aus, dass Simon, sobald er Bindung an die Mannschaft gefunden hat, mit Tobi die Plätze tauschen wird und dies die vorerst letzte Änderung in der Reihenzusammenstellung darstellen wird (bis zur nächsten Verletzung).
Hoffen wir das Beste...

Fans:
Einige wenige bemühten sich immer wieder etwas anzustimmen, aber egal wer oder was...die Halle ließ sich nicht mitreissen. Vielleicht reicht dem ein oder anderen Zuschauer ja die Geräuschkulisse der gegnerischen Fans, die an diesem Abend nicht zu verachten war, um einen schönen Eishockeyabend zu verbringen.
Dann aber bitte nicht auf die Trommler schimpfen, wenn die irgendwann keine Lust mehr haben, wenn immer nur 10-20 Leute mitmachen, die dann auch schnell (verständlicherweise) die Lust verlieren.
Stimmungstechnisch jedenfalls der Tiefpunkt der bisherigen Saison (Gästefans ausgenommen).

Hey, DJ:
Wie immer klasse Musik während des Spiels - viele nette Titel und sehr abwechslungsreich.
Aaaaaaaaber:
Lieber Bob. Nimm's mir nicht krumm, aber der Einlauf (Vorspann+schnelles Reinrufen) war komplett für'n Arsch.(Lustiges Wortspiel, gell?).mb