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EHC - SC Riessersee 5:3

Mit dem zweiten Sechspunkte-Wochenende der Saison beruhigt der EHC die Situation im und rund um den Verein für's Erste.
In einem insgesamt ausgeglichenen Spiel haben die Grizzlies am Ende das nötige Quentchen Glück, das schon des öfteren gefehlt hat, und gewinnen mit 5:3 gegen den "königlichen" SC Riessersee.

1.Drittel
Mit viel Elan starteten der EHC und seine Anhänger in die Partie und RUMMS - schon nach 35 Sekunden netzte Jan Zurek zum 1:0 für die Grizzlies ein.
In den folgenden Minuten hatte man das Spiel klar in der Hand und setzte die Garmischer enorm unter Druck.
Doch der SCR erholte sich recht schnell von dem ersten Schock und so kippte das Kräfteverhältnis nach und nach. Das erste Garmischer Powerplay glich die Partie dann auch auf dem Papier aus:
Ein Wolfsburger Verteidiger rutscht hinter dem Tor aus und der freistehende Meyer schießt in der 10.Minute unhaltbar zum 1:1 ein.
Der SCR in der Folgezeit das spielbestimmende Team, der EHC nun leicht verunsichert doch keinesfalls kopflos.

2.Drittel
Bis in die 37.Minute bot sich den heimischen Fans ein eher bescheidenes Bild:
Beide Seiten verloren etwas den Faden. Die Gäste mit spielerischen Vorteilen, denen sich die Wolfsburger mit viel Kampf und Einsatz entgegenstemmten.
Nachdem in der 35.Minute Kreitl das längst überfällige 1:2 erzielt hatte, schwante so manchem im Eispalast schon Böses...
Doch ein tödlicher Pass vor dem Garmischer Gehäuse reichte, um den EHC wieder ins Spiel zu bringen:
Simon mit blitzschnellem und genauem Anspiel auf Paepke und der braucht nur noch die Kelle hinhalten, um den gut haltenden Cinibulk zum 2:2 zu überwinden.
Die Grizzlies auf einmal hellwach und vor allem: Effektiv!
Nur eine Minute später das 3:2 durch Zurek: Nachdem er den Puck im gegnerischen Drittel beherzt mit einem Check an der Bande erobert und weitergeleitet hatte, fuhr Jan in Position um den Puck höchstpersönlich unter die Latte zu nageln. Einfach herrlich.
Mit dieser bitteren Pille für die Gäste ging es zum zweiten Mal in die Kabine.
In der Drittelpause zog unsere Wolfsburger Weltmeisterin Stefanie Gottschlich die Gewinner der beiden Trikots und der Dauerkarte, die der Fanclub "Grizzly Adams" verloste.

3.Drittel
Garmisch drängte nun wieder auf den Ausgleich und obwohl der EHC jetzt besser eingestellt wirkte fiel dieser letztendlich in der 53.Minute durch Tim Regan.
Doch die Grizzlies an diesem Abend wahre Meister der Gästefrustration:
Noch in der gleichen Minute stellte Petri Kujala nach einem seiner unnachahmlichen Alleingänge (sehr gemütlich unterwegs, aber stocktechnisch brilliant) die Führung wieder her. Sowohl ein Verteidiger, als auch der Gästetorwart Cinibulk fielen seinem Zauberstab zum Opfer.
Der SCR in der Folgezeit nach wie vor gefährlich - doch die Wolfsburger Abwehr nun endgültig sattelfest und Alles, was trotzdem bis vors Tor kam wurde vom glänzend aufgelegten Mastic weggefischt.
Als die "Königlichen" in der letzten Minute ihren Goalie vom Eis nahmen, ließ es Sascha Genze sich nicht nehmen seinen ersten Treffer der Saison per empty-net goal zum 5:3 Endstand zu erzielen.


Mein subjektiver Eindruck:
Neben Nauheim bisher die überzeugendste Vorstellung eines Gästeteams im Eispalast.
Wussten die Nauheimer durch Kampfkraft zu überzeugen, so war es beim SCR in erster Linie die spielerische Qualität, die einen das ein oder andere Mal den imaginären Hut ziehen ließ.
Zum Glück reichten den Grizzlies einige starke Phasen während des Spiels, um die nötigen Tore zu erzielen.
Gerade das 4:3 hätte ich nicht als Gästefan erleben wollen - das war wirklich äußerst bitter, wie der EHC, fast beiläufig, mal kurz wieder in Führung geht, nachdem die Gäste wirklich aufopferungsvoll um den Ausgleich gekämpft hatten.

Tor:
Marek konserviert seine geniale Form weiterhin.
Fehlerlos rettet er der Mannschaft die drei Punkte gegen die nicht zu verachtende Angriffskraft der Gäste.

Verteidigung:
Eindeutig am Limit im Kampf mit dem Gästesturm.
Ohne die vorbildliche Hilfe unserer Stürmer hätte das böse ins Auge gehen können - aber wozu sind schließich 5 Leute unterwegs?
Genze anfangs etwas unsicher auf den Beinen; steigerte sich aber im Laufe des Spiels zu normaler Form.

Sturm:
Nach drangvollen ersten Minuten mehr mit defensiven Aufgaben beschäftigt, als spielerisch zu glänzen.
Erst gegen Ende des zweiten Drittels kamen die Reihen nach und nach ins Spiel.
Zurek kämpferisch und läuferisch stark verbessert und mit zwei Toren Matchwinner - der wird doch wohl nicht schon so früh in der Saison zu seiner Form finden?
Musial als Captain ein würdiger Vertreter Karabins. Gerade in spielerisch eher müden Phasen fasste er sich ein ums andere Mal ein Herz und setzte mit schnellen Alleingängen quer übers Eis ein Ausrufezeichen, um seine Mitspieler mitzureissen und aufzuwecken.
Todd Simon eher unauffälliger Passgeber denn Torjäger mit Killerinstinkt.
Falls das so bleibt - na ja, wir werden damit leben können, solange andere die Tore schiessen...
Petri Kujala wird schon wieder verdächtig langsam...warten wir's ab.
Insgesamt eine ansprechende Leistung von allen, da man vor allem das Backchecking und den kämpferischen Einsatz nicht vermissen ließ.

Fans:
Passten sich den jeweiligen Phasen des Spiels an.
Es muss doch auch mal möglich sein Stimmung zu machen, wenn es gerade nicht berauschend läuft!
Das würde den Jungs jedenfalls mehr helfen, als nur die starken Phasen zu bejubeln.
Da geht mehr - das weiß ich, weil ich es in Vergangenheit schon oft genug erlebt habe.
Also: Auf geht's nach Crimmitschau - das nächste Sechs-Punkte Wochenende will erobert werden ;-)mb

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