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EHC - EV Landshut 3:0

Im Spitzenspiel der 2.Bundesliga kämpften die Grizzlies die Cannibals aus Landshut mit 3:0 nieder.
Dank eines überragenden Marek Mastic und einer disziplinierten Abwehrleistung des EHC gelang den Gästen nicht ein einziger Treffer.

1.Drittel
Beide Mannschaften starteten hochkonzentriert in die Partie und legten von Beginn an viel Wert auf Defensivarbeit. Nachdem Kaufmann in den ersten Minuten eine gute Chance zur frühen Führung vergeben hatte, blieben weitere Großchancen auf beiden Seiten selten.
Ein Konter war es, der die Grizzlies fast in Rückstand brachte:
Dylla fährt nur wenig bedrängt von rechts auf Marek zu, verzögert den Schuss und spielt im letzten Moment auf das linke Toreck - doch der mitgelaufene Gustafson schafft es, den Puck über das Gehäuse zu setzen.
Hinzu kam, dass sich beide Torhüter in guter Form präsentierten.
Trotzdem war es, nicht nur für eingeschworene Eishockeyfans, ein schön anzusehendes Spiel, das mehr mit Disziplin und Einsatz, als mit vielen Torszenen, zu glänzen wusste.
Torlos ging es zum ersten Mal in die Kabine.

2.Drittel
Weiterhin engagiert und fast fehlerlos agierten die beiden Top-Teams auf dem Eis.
Doch in der 26.Minute war es dann soweit:
1:0 durch Jan Zurek!
Endlich war der Bann gebrochen und der Jubel im Eispalast entsprechend groß.
Während Mastic alle Chancen der Landshuter souverän zunichte machte, hatte Todd Simon wenig später die grosse Chance zum 2:0:
Nachdem Paepke sich wunderbar im gegnerischen Drittel durchgesetzt hatte, brachte er sogar den "tödlichen Pass" vor's Tor zustande - Simon musste sich strecken und war leider ein paar Zentimeter zu klein, so dass der Puck knapp am völlig offenen Toreck vorbeiging.
Landshut hielt weiter tapfer dagegen und wich, bis zum Ende des Drittels, keinen Milimeter von der bisherigen Marschroute ab.

3.Drittel
Nun entschlossen sich die Cannibals mehr auf Offensive zu setzen. Der bisherige Spielverlauf lies erahnen, dass es nicht leicht werden würde ein Tor gegen die Grizzlies zu erzielen.
Also gab Landshut die strikt defensive Linie auf und versuchte mehr Druck auf Mastics Kasten zu entwickeln.
Der EHC hingegen blieb aufmerksam, kämpfte verbissen und wartete auf Konter.
Zwei Tuominen-Hämmer musste Mastic entschärfen und tat dies mit Bravour - unglaublich, wie schnell unser Marek mit der Fanghand sein kann...
Nach und nach wurden die Landshuter müde und die Konter der Grizzlies wurden immer gefährlicher, da es den Anschein hatte, dass die Cannibals das Tempo im Rückwärtsgang nicht mehr halten konnten.
Nach einer schönen Kombination über Zurek und Musial landete der Puck in der 55.Minute bei Karabin, der McDonald keine Chance ließ und aus spitzem Winkel einnetzte.
Jetzt war die Party auf dem Siedepunkt und der Sieg fast sicher.
Zwei Minuten vor Schluss nahm Landshut eine Auszeit, um anschließend mit 6 Feldspielern und ohne Goalie auf den Anschluss zu drängen.
Daraus wurde allerdings nichts, denn Musial nutzte die Gunst des Augenblicks und traf zum 3:0 ins leere Tor.
Der Eispalast stand Kopf und feierte die Mannschaft, auch nach Abpfiff, völlig begeistert.


Mein subjektiver Eindruck:
Ein perfekter Eishockeyabend mit zwei brillianten Mannschaften und dem besseren Ende für das "richtige" Team.
Das war allererste Sahne!!!

Tor:
Monster-Marek supergut!
FEH-LER-LOS!
UN-GLAUB-LICH!
Shut out!

Verteidigung:
Super Partie von allen.
Einsatzwille und Kampfgeist vom Feinsten, Stellungsspiel wirklich gut und fast immer zur Stelle wenn's brannte.
In der Offensive eher zurückhalten, doch das war auch gut so - die Landshuter waren einfach zu diszipliniert, als dass da längere Ausflüge ins gegnerische Drittel dringewesen wären.

Sturm:
Sehr guter Einsatz und vorbildliches Backchecking von allen.
Zurek verstolpert immernoch den ein oder anderen Puck, wird aber immer gefährlicher.
Karabin souverän und mit dem entscheidenden Tor.
Musial und Paepke einfach nur bärenstark und überall und nirgends zu finden - Spitze!
Auch die Chancenverwertung geht in Ordnung, was gegen einen Spitzengoalie wie McDonald spielentscheidend sein kann - und auch war.

Fans:
Mann, das waren vielleicht viele Zuschauer!
Und im dritten Drittel haben die sich sogar vom Fanblock anstecken lassen und mit uns die Halle zum Beben gebracht.
Auch in den Reihen der U-23 von River Plate Buenos Aires haben unsere Jungs jetzt wohl ein paar Fans...
20-30 Salzgitteraner waren ebenfalls da.
Aus Landshut waren ca.40 Fans angereist, die ihre Mannschaft lautstark anfeuerten - an diesem Abend allerdings auf verlorenem Posten standen...war nix mit Heimspiel in Wolfsburg:-).mb