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EHC - Straubing Tigers 2:0

In einem ausgeglichenen Spiel behält der EHC am Ende die Oberhand und besiegt die Straubing Tigers mit 2:0.
Zum wiederholten Male wird Mastic zum spielentscheidenden Faktor und lässt die Stürmer des Gegners reihenweise verzweifeln.

1.Drittel
Es ging recht flott los und auf beiden Seiten ergaben sich gute Chancen den ersten Treffer zu markieren.
In der 6.Minute war es dann Christoph Paepke, der eine Unstimmigkeit in der Straubinger Abwehr nutzte und einen verunglückten Querpass von Schinken abfing, um diesen postwendend zum 1:0 im Straubinger Gehäuse unterzubringen.
Wer jetzt auf eine torreiche Partie spekulierte, musste sich eines besseren belehren lassen:
Sowohl die Abwehrarbeit, als auch die Goalieleistungen auf beiden Seiten waren über die gesamte Spieldauer hervorragend. Beste Chancen wurden in schöner Regelmäßigkeit von den Torhütern zunichte gemacht.
So auch kurz vor Drittelende, als Mastic die beste Straubinger Chance mit zwei unglaublichen Saves vereitelte und die Zuschauer mit einer 1:0 Führung in die Pause entließ.

2.Drittel
Verflachte die Partie jetzt ein wenig, so gab es doch immer wieder Aufregendes vor beiden Toren zu vermelden.
In der 26.Minute hatte Jan Schinköthe die größte Chance zum Ausgleich als er eine schön herausgespielte Kombination mit einem Schuss über's leere Toreck abschloss.
Doch auch die Grizzlies unterbrachen das eher müde Spielgeschehen mit schön herausgespielten Chancen, wobei die beste von Pietilä mit einem schier unmenschlichen Reflex gegen Kujalas Abstauber verhindert wurde.
Mit unverändertem Spielstand ging es zum zweiten Mal in die Kabinen.

3.Drittel
Straubing versuchte noch einmal alles, doch der EHC stand sicher in der Defensive und wusste stets das Schlimmste zu verhindern.
Marek jetzt teilweise schwer beschäftigt, doch an diesem Abend schier unüberwindlich.
Als zwei Minuten vor Schluss ein Wolfsburger auf die Strafbank wanderte, nahm Gästetrainer Gaudet den Goalie vom Eis, um mit 6 gegen 4 doch noch den Ausgleich zu erzielen...
Todd Simon nutzte die sich bietende Chance allerdings eiskalt und netzte, nach Puckgewinn im eigenen Drittel, quer über das gesamte Spielfeld zum 2:0 per empty-net goal ein.
Damit war das Ganze gelaufen und ein recht faires, wenn auch nicht immer hochklassiges Spiel fand seinen verdienten Sieger.


Mein subjektiver Eindruck:
Rückblickend ist die 1:6 Klatsche in Straubing noch weniger nachvollziehbar...
Straubing war sicherlich eines der besseren Gästeteams, die man bisher im Eispalast bewundern durfte, doch überragend war das Gebotene bei weitem nicht.
Gerade von der Straubinger Offensivabteilung hatte ich deutlich mehr erwartet.
Kämpferisch brauchte sich nach dem Spiel sicher keiner der Akteure auf dem Eis einen Vorwurf machen lassen - spielerisch war es streckenweise jedoch eher mäßig.

Tor:
Marek zur Zeit einfach in Topform.
Wenn er jetzt auch auswärts ein bißchen mehr Unterstützung durch seine Abwehr bekommt, muss er sich auch dort nicht mehr aufregen ;)

Verteidigung:
Insgesamt eine klasse Leistung. Das torgefährlichste Team der Liga geht leer aus - da kann man nicht viel falsch gemacht haben.
Dank gutem Stellungspiel der gesamten Mannschaft konnten Ronny und Roman auch einige Sturmläufe versuchen, ohne dass hinten etwas anbrannte.
Jetzt das Ganze auch bei Auswärtsspielen und ein 2:5 reicht auch mal für 3 Punkte...(s.o.)

Sturm:
Solide Leistung, doch in einigen Phasen des Spiels etwas ideenlos.
Im Slot immer noch etwas inkonsequent - ja, das tut weh da vorm Tor, aber einer muss es halt auf sich nehmen und ein bißchen "Holz fressen".
Hervorheben möchte ich die vierte Reihe, die eine streckenweise gigantische Leistung ablieferte: Kämpferisch und spielerisch sehr schön - nur im Abschluss einfach nicht kaltschnäuzig genug...schade eigentlich.

Fans:
Im dritten Drittel ganz gut dabei; vorher allerdings recht verhalten.
Gut...das Spiel war jetzt mal kein Torfestival mit vielen Strafzeiten und zweifelhaften Schiedsrichterentscheidungen, aber a bisserl mehr darf's scho sei...
Andi Lupzig ist immer als Stimmungsfaktor zu gebrauchen. Angesichts seiner sinnfreien und für den Gegenspieler hin und wieder auch gefährlichen Aktionen seien wir aber lieber froh, dass er es bei nur wenigen unschönen Aktionen beliess - wir brauchen unsere Jungs schließlich noch ;).mb