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EHC - ETC Crimmitschau 3:1

Mit einem 3:1 gegen die Crimmitschauer Eispiraten landete der EHC einen Sieg, der zu keinem Zeitpunkt des Spiels in Gefahr zu sein schien.
Die Angriffsbemühungen des Gastes waren ebenso wenig überzeugend wie dessen Abwehrarbeit.
So konnte die Partie geradezu gemütlich nach Hause gespielt werden.

1.Drittel
Gleich zu Beginn des Spiels offenbarte sich der Klassenunterschied zwischen beiden Teams gnadenlos:
Der ETC eigentlich das komplette erste Drittel mit den Wolfsburger Stürmern völlig überfordert - nie bekam man die munter aufspielenden Grizzlies auch nur annähernd in den Griff.
Aus den vielen guten Möglichkeiten nutzte der EHC allerdings nur die beiden größten Chancen:
07.Minute: 1:0 durch Zurek, nachdem Musial sich nahezu spielerisch hinterm ETC-Tor durchgesetzt und in den Slot gepasst hatte
11.Minute: 2:0 wieder durch Zurek, der eine traumhafte Kombination seiner beiden Sturmpartner erfolgreich abschloss
Bei beiden Treffern war die Crimmitschauer Abwehr nahezu inexistent und der gut haltende Toth im Gästegehäuse, wohl nicht zum ersten Mal in dieser Saison, der Verzweiflung nahe.
Die restlichen Gelegenheiten im ersten Drittel machte der Gästegoalie zunichte und so ging es mit einem beruhigenden Vorsprung in die Kabinen.

2.Drittel
Der Spielstand schien die Grizzlies allerdings mehr als nur zu beruhigen...das Spiel schlief ein.
Wolfsburg wollte und Crimmitschau konnte nicht.
Einzig ein Pfostentreffer der Gäste durch Andreas Henkel weckte das schlummernde Publikum für den Bruchteil einer Sekunde aus seinem Schlaf.
Torlos ging es erneut in die Pause.

3.Drittel
Crimmitschau mühte sich redlich und kam in der 47.Minute zum Anschlusstreffer im Powerplay.
Torschütze war ETC-Neuzugang Christoph Klotz, der vom insolventen SCR zu den Eispiraten gewechselt war.
Nervös wurde auf Wolfsburger Seite trotzdem niemand - vier Minuten später verlud der von der Strafbank kommende Suchan den Gästekeeper sehenswert und netzte aus spitzem Winkel zum 3:1 für den EHC ein.
Irgendwie war die Situation hoffnungslos für die Eispiraten...selbst das Herausnehmen des Torhüters führte zu keinen zwingenden Aktionen kurz vor Ende des Spiels.
So bleibt festzuhalten, dass der EHC nicht mehr als nötig tat, um dieses Spiel für sich zu entscheiden und dass Karabin und Hofverberg in diesem Leben, zumindest auf dem Eis, keine Freunde mehr werden.

 

Mein subjektiver Eindruck:
Ein bißchen mehr darf man für sein Geld schon erwarten.
Klingt etwas stumpf, trifft aber meiner Meinung nach den Kern des Spiels.
Trotzdem ist es beruhigend zu sehen, dass unser Team in der Lage ist ein Spiel derart zu kontrollieren, dass man Kräfte für weitere Aufgaben sparen kann. Nichts anderes wurde da nämlich zwei Drittel lang betrieben.
Crimmitschau für mich mit der bisher schwächsten Leistung eines Gästeteams im Eispalast - schlimmer geht's offenbar immer.

Tor:
Marek wenig gefordert und in den entscheidenden Momenten voll da.
Hätte ein packendes Duell mit seinem Kollegen im Gästetor geben können - aber der Gästesturm war nur ein laues Lüftchen.

Verteidigung:
Solide Leistung. Wurde bei weitem nicht so gefordert, wie in den meisten Spielen zuvor.
Grund: s.o.
Schade, dass Elvis nicht boxen durfte...wäre zumindest eins der wenigen Highlights gewesen.

Sturm:
Im ersten Drittel zeigten alle Reihen vollen Einsatz und so machte das Zuschauen noch Spass.
Danach war das große Gähnen angesagt.
Verständlich dass man sich angesichts der langen Reise nach Kaufbeuren etwas schonen wollte - aber das war streckenweise schon arg wenig, was dem Publikum da geboten wurde.
Die Leistung im ersten Drittel zeigte allerdings sehr deutlich, welches Potential in dieser Mannschaft steckt, so dass ich mich auf Spiele gegen stärkere Gegner schon wieder freuen kann...immerhin.

Fans:
Die Trommler in den Fanblock zu stellen hat den Trommlern viel Spass gemacht - nur hat man im Rest der Halle laut Aussage einiger Fans nicht mehr viel von uns gehört...
Schade eigentlich. Mal sehen wie wir's nächstes Mal angehen, vielleicht muss Alex dann seine Hose nicht mehr festhalten.mb