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EHC - Kaufbeuren 3:1

Ca.750 Fans hatten sich am Dienstagabend im Eispalast eingefunden, um das Spiel des EHC gegen die Joker aus Kaufbeuren zu sehen.
Eine akzeptable Zahl angesichts des Wochentags und der schlechten Straßenverhältnisse.
Leider wurden diese treuen Anhänger über 60 Minuten mit einem wirklich öden Eishockeyspiel "belohnt".

1.Drittel
Wolfsburg versuchte von Beginn an das Spiel eher mit spielerischen Mitteln als über Kampf und Einsatz zu gewinnen.
Angesichts der sehr defensiven Spielweise der Joker entwickelte sich ein einseitiges und nicht sonderlich aufregendes Spiel: Die Grizzlies fast ständig im Kaufbeurer Drittel, dabei allerdings viel zu verspielt und ohne Durchschlagskraft.
Kaufbeuren mit extrem vielen Scheibenverlusten im eigenen Drittel, doch kein EHC-Spieler in der Lage Kapital daraus zu schlagen...
Immer wieder scheiterten die Wolfsburger am eigenen Unvermögen oder an Gästekeeper Lerchner, der zur Verwunderung aller Anwesenden den Vorzug vor Cinibulk erhalten hatte.
Torlos ging es in die Kabinen.

2.Drittel
Kaufbeuren auch jetzt keineswegs verbessert - doch mit dem ersten Tor der Partie.
In der 22.Minute erzielte Hubner mit einem wuchtigen Schuss kurz hinter der blauen Linie das 0:1 für die Gäste.
Mastic schien in dieser Situation bereits etwas eingedöst zu sein und bekam den Handschuh nicht mehr rechtzeitig hoch...
Wer eine energische Reaktion der Grizzlies erwartet hatte wurde leider enttäuscht.
Das Spiel plätscherte weiter vor sich hin - als ob der Gegentreffer nie gefallen wäre.
Nachdem die Halle dem Dämmerschlaf nahegebracht worden war, doch noch der Ausgleichstreffer für den EHC:
30 Sekunden vor dem Drittelende gelang Petri Kujala das 1:1, bei welchem der Puck mehr als glücklich seinen Weg in hohem Bogen über die Schulter des gegnerischen Goalies fand.

3.Drittel
Die Grizzlies starteten mit etwas mehr Druck als zuvor in dieses Drittel - Zählbares kam dabei vorerst nicht heraus.
Im Gegenteil - es ergaben sich durchaus gute Konterchancen für die Gäste, die diese jedoch, teilweise jämmerlich, vergaben. Es dauerte bis zur 50.Minute, bevor der EHC es endlich schaffte mit seiner spielerischen Überlegenheit (wenn man das so nennen kann) zum Torerfolg zu kommen:
2:1 durch Jan Zurek, nachdem der Puck aus dem Gestocher schon seinen Weg bis auf die Linie des Gästetors gefunden hatte. Als Boris Lingemann in der 55.Minute die Führung auf 3:1 ausgebaut hatte, war den Anwesenden klar: Das war's für heute.
Eine Überzahlsituation durch Herausnahme des Goalies machten sich die Kaufbeurer durch eine Strafzeit selbst zunichte und so ging das Spiel ebenso unspektakulär wie sein gesamter Verlauf zuende.


Mein subjektiver Eindruck:
Lullig - irgendwie...lullig halt.
Kaufbeurens Spielwitz mit Tendenz gegen Null und unsere Jungs im absoluten Schongang.
Dazu "versüßte" uns der Trainer das Spiel mit ständig wechselnden Zusammenstellungen der Sturmreihen.
Hallo? Wir können auch nichts dafür, dass bei einem Dienstagsspiel wenig Leute in die Halle kommen. Kein Grund das Ganze komplett zum Experiment im großen Stil zu machen.
Selten so gelangweilt...

Tor:
Marek nur wenig geprüft.
Einmal ein bißchen gepennt, ansonsten mit gutem Stellungsspiel oder der Kaufbeurer Stürmer traf das Tor erst gar nicht.

Verteidigung:
Solide Partie: sicherer Spielaufbau und ein paar brauchbare Pässe.
Konter wurden gut abgefangen - alle sehr schnell in der Rückwärtsbewegung.
Insgesamt sehr unauffällig und gut.

Sturm:
Nachdem man Gegner und sich selbst schwindelig gespielt hatte, fehlte meist der entscheidende Biss beim Abschluss.
Gegen die Kaufbeurer Mauertaktik sicherlich keine dankbare Aufgabe, doch im Gegensatz zu Bad Tölz haben die Kaufbeurer diese Strategie nicht im geringsten drauf.
Die unzähligen Scheibenverluste der Kaufbeurer im eigenen Drittel, alleine im ersten Spielabschnitt, hätten schon gereicht, um das Spiel zu entscheiden.
Da unser Trainer sich nicht einigen konnte wer mit wem spielt, möchte ich keine einzelnen Spieler herausheben - es wirkte zumindest hin und wieder ungewohnt unkoordiniert.
All das soll über eine Tatsache allerdings nicht hinwegtäuschen:
Das war lahm, das hatte zuwenig Biss.

Fans:
Wir haben uns schon gepflegter gelangweilt.
War im zweiten Drittel noch ein Aufbäumen gegen das einschläfernde Spiel zu spüren, so wurde man im letzten Drittel nur noch durch den Torjubel geweckt.
Hoffen wir, dass Freitag so richtig die Hütte brennt.mb

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