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PlayOff-Runde 1, Spiel 1: EHC - Schwenninger Wild Wings 7:4

Die erste Nervosität ist besiegt, das erste Heimspiel der Play-offs gewonnen.
So könnte das Fazit nach dem gestrigen Spiel lauten.
Nach einer etwas hektischen und ausgeglichenen ersten Spielhälfte starteten die Grizzlies durch und fegten die Wild Wings am Ende mit 7:4 aus dem heimischen Eispalast.

1.Drittel
Die Aufregung beider Teams war nahezu greifbar und so gestaltete sich das erste Drittel recht zerfahren und ebenso spannend.
Nach nicht einmal drei Minuten gab´s schon die erste kalte Dusche für die Fans der Grizzly Adams:
0:1 durch Schreiber, der einen one-timer mit der Kellenspitze durch Mastics Schoner bugsierte.
Doch weder Mannschaft noch Fans ließen sich beirren und hielten voll dagegen.
Zunächst leider ohne Erfolg - beste Chancen wurden vergeben und gerade im Defensivbereich lief noch längst nicht alles wie gewünscht.
Im Powerplay dann die erste Beruhigungsspritze für die angespannten Nerven:
1:1 ausgerechnet durch Verteidiger Alexander Genze, der in der gesamten Saison erst einmal getroffen hatte!
Ruhe kehrte leider trotzdem nicht ins Spiel des EHC ein:
Die Hausherren konnten sich keinen deutlichen Vorteil in den Spielanteilen erarbeiteten - im Gegenteil, denn eine wahre Strafzeitenflut auf beiden Seiten sorgte für immer neue hektische Momente auf dem Eis, wobei die Grizzlies gegen Drittelende sogar eine kurze 3:5 Unterzahl überstehen mussten.

2.Drittel
Weiter ging´s und nach knapp drei Minuten der nächste Schock für die Wolfsburger Anhänger:
1:2 durch Long im Powerplay.
Das Zittern ging also ungebremst weiter...doch nicht allzu lange:
Nur gut eine Minute später hatte Karabin seinen ersten Auftritt des Abends.
Von Jan Zurek schön in Szene gesetzt fuhr er auf halblinks allein auf Suvelo zu - am Tor vorbei und mit einem satten Backhander an die Hinterseite von dessen Schoner:
Tor zum 2:2.
Es dauerte einen Augenblick, bis das verdutzte Publikum erkannte, dass der Puck im Tor war - nicht, wie viele dachten, auf dem Außennetz!
Der Jubel war umso größer, denn wieder hatte der EHC gekontert und der Glaube an ein gutes Ende dieser Partie wuchs langsam.
Die Grizzlies, jetzt endlich mit der erhofften Dominanz auf heimischem Eis, machten nun kräftig Druck auf das gegnerische Tor und den zahlreich mitgereisten Schwenninger Fans verschlug es zunehmend die Sprache.
In der 33.Minute war es dann endlich soweit:
Die erste Führung der Grizzlies durch Christoph Paepke, der den Puck aus Halbdistanz zum 3:2 herrlich in den Winkel schlenzte, wurde euphorisch gefeiert.
Als Roman Veber nur zwei Minuten später sogar auf 4:2 erhöhte, lösten sich auch die letzten Anspannungen auf den Rängen und es gab kein Halten mehr.
Mit 4:2 ging´s dann auch zum zweiten Mal in die Kabinen.

3.Drittel
Es war zum Verrücktwerden...
Diesmal dauerte es nicht einmal zwei Minuten und die Wild Wings erzielten abermals einen Treffer zur "Eröffnung" des Drittels.
4:3 durch Miller, der einfach mal von der Blauen abzog. Mastic sah den Puck leider viel zu spät, da ein eigener Verteidiger ihm die Sicht nahm und so trudelte die Hartgummischeibe gemächlich durch seine Schoner.
Doch das Auftreten der Grizzlies sorgte dafür, dass einem auf der Tribüne nicht wirklich bange wurde: Zu stark spielte der EHC auf, zu konfus wirkte die Deckungsarbeit der Gäste.
Konsequenter Weise entschieden die Wolfsburger das Spiel dann auch innerhalb von zweieinhalb Minuten endgültig für sich:
5:3 in der 46.Minute durch Karabin.
6:3 in der 48.Minute durch Vit, der, nach energischer Vorarbeit von Musial, den Puck nur über die Linie schieben muss.
7:3 in der 48.Minute wiederum durch Karabin, der seinen ersten Hattrick der Saison damit komplett machte.
Die Party auf den Rängen nahm lautstark ihren Lauf und die Erleichterung war allen deutlichst anzusehen.
Das 7:4 in der 56.Minute durch Wildgruber hatte dann lediglich noch statistischen Wert.
Der Start in die Play-offs war gelungen!

 

Mein subjektiver Eindruck:
Selten habe ich so viele Gesichter bei unseren Fans gesehen, die vor dem Spiel das Wort "Magenkrampf" zu buchstabieren versuchten.
Mir ging´s genauso - die letztjährigen Play-offs haben da so ihre Spuren hinterlassen...
Das 0:1 und das 1:2 waren da auch nicht wirklich eine große Hilfe.
Insgesamt betrachtet fand ich das Spiel ausgesprochen spannend, spielerisch allerdings nicht unbedingt herausragend.
Unsere Jungs haben ihre Nerven auf jeden Fall gut in den Griff bekommen.
Geht man davon aus, dass sie auch nur annähernd so nervös wie das Publikum waren, so kann man nur gratulieren - trotz der nicht von der Hand zu weisenden Fehler gerade zu Beginn der Partie.
Von der Schwenninger Mannschaft bin ich, obwohl sie tapfer dagegenhielten, in einem Punkt doch etwas enttäuscht:
Statt durch Körperspiel Akzente zu setzen, wie ich es erwartet hatte, "glänzte" da so mancher Akteur mit Stockfouls im Rücken des Schiris - nur um wenig später direkt vor dessen Nase zum spektakulären Tiefflug anzusetzen.
Zu Rooney (2x10 Minuten wegen Meckern) fällt mir nur ein:
*sing* Du bist zu blöd, um aussem Busch zu winken - Du bist zu blöd dafür...*sing*
Das haben wir diese Saison von den Wings schon besser gesehen. Was soll´s...genützt hat´s nix.

Tor:
Marek deutlich nervöser als gewohnt. Sah zweimal sehr unglücklich aus, aber warum soll es ihm anders ergehen, als allen anderen auf dem Eis?
Schöne Saves gab´s trotzdem wieder zu bestaunen.

Verteidigung:
Im ersten Drittel noch sehr um Ordnung bemüht, fing sich aber im Laufe des Spiels.
Ab Mitte des zweiten Drittels bot sich dann endlich das gewohnte Bild und jeder hatte seine Aufgaben wieder voll im Griff.
Mit zwei Toren durch Roman Veber und Sascha Genze kann man sich über mangelnde Offensivarbeit auch nicht gerade beschweren...

Sturm:
Alle Reihen fanden nur langsam, aber dafür gegen Ende des Spiels umso besser, in die Partie.
Die erste Reihe um Kapitän Karabin steigerte sich am deutlichsten und wusste mit drei Treffern durch diesen zu überzeugen.
Jan Zurek glänzte durch tolle Zuspiele und überließ Ladislav das Toreschießen gegen seinen letztjährigen Verein - äußerst kollegial ;).

Fans:
Da stimmte diesmal wirklich alles.
Erst mal die Nervosität rausbrüllen und dann feiern, feiern, feiern...
Das spannende Spiel, tolle Musik und lautstarke Gästefans taten ein übriges.
Schade, dass die Schwenninger neben einigen wirklich netten Fans, wieder mal auch einige Aggronauten im Schlepptau hatten...Polizei beim Eishockey muss nicht sein - kann aber.
Alles in allem aber ein toller Eishockeyabend!mb

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