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PlayOff-Finale Spiel 1: EHC-EV Landshut 6:5

Vor erneut gut gefüllten Rängen besiegte der EHC die Gäste aus Landshut mit 6:5.
Die Partie wurde von beiden Mannschaften über weite Strecken eher mit spielerischen als mit kämpferischen Mitteln geführt.
Zweimal lagen die Grizzlies mit drei Toren in Front und jedes Mal rächte sich der Versuch Kräfte zu sparen mit je zwei Gegentreffern - immerhin wurde es "zur Abwechslung" dadurch mal wieder spannend...

1.Drittel
Die Grizzlies starteten endlich wieder mit der aus der Hauptrunde gewohnten Spielfreude und Kombinationssicherheit in dieses Spiel.
Der Puck ging gut durch die Reihen und man merkte, dass die Wolfsburger sichtlich erleichtert aufspielten: Stand ihnen doch heute endlich mal wieder nicht ständig jemand auf den Füßen.
Schon nach anderthalb Minuten das 1:0 durch Todd Simon.
Die Grizzlies spielten wie aus einem Guss, erarbeiteten sich zahlreiche Torchancen.
Die schönste Aktion, vielleicht im ganzen Spiel, wenige Minuten später erneut durch Todd Simon, wurde leider nicht vom Torerfolg gekrönt:
Simon lässt zwei Landshuter und Torhüter McDonald elegant aussteigen und zirkelt den Puck mit der Rückhand... an den Pfosten.
In der 11.Minute macht es Dylla auf Zuspiel von Derraugh für die Cannibals wesentlich schlechter:
Völlig freistehend schlenzte er den Puck einen satten Meter am Gehäuse der Wolfsburger vorbei.
Zwei Minuten später machte Boris Lingemann dann endlich alles richtig und schob McDonald einen Abpraller gedankenschnell zum 2:0 durch die Schoner.
Der durchweg positive Eindruck, aus EHC-Sicht, wurde lediglich in der 19.Minute ein wenig getrübt, als Hammer im Powerplay zum 2:1 traf.

2.Drittel
Der EHC, weiter deutlichst überlegen, legte in der 25.Minute innerhalb von nur 18 Sekunden gleich zweimal nach:
3:1 durch das Geburtstagskind Christoph Paepke
4:1 durch Boris Lingemann, der nach seinem zweiten Treffer von den Fans euphorisch gefeiert wurde.
Karabin saß bis dahin nur auf der Bank: Er hatte nichts falsch gemacht...Schonung war angesagt.
Die Grizzlies schalteten zwei Gänge runter, wurden immer sorgloser in der Defensive und wurden prompt bestraft.
Innerhalb von 58 Sekunden der Anschluss:
4:2 in der 27.Minute durch Tuominen im Powerplay
4:3 in der 28.Minute durch Welz, der noch vor zwei Jahren das Grizzly-Trikot trug.
Also hieß es für Ladislav: Helm auf und weiter geht´s!
Recht schnell hatte der EHC die Partie wieder im Griff und legte den dritten Doppelschlag des Abends, diesmal innerhalb von 49 Sekunden nach:
5:3 in der 34.Minute durch Musial, der den Puck herrlich aus dem Handgelenk unter die Latte schlenzte
6:3 in der 35.Minute durch Zurek, der, mitten in den Jubel der Fans, einen draufsetzte.
Gut gelaunt und ein wenig außer Puste vom vielen Jubeln ging´s zum zweiten Mal in die Pause.

3.Drittel
Die Grizzlies nun auf Halten des Spielstands bedacht.
Dieses Vorhaben gelang zunächst auch recht gut - selbst als Tuominen in der 48.Minute das 6:4 erzielte, schien das Spiel unter Kontrolle zu sein.
Dumm nur, dass eben jener Tuominen in der 57.Minute ein Powerplay der Cannibals nutzte, um seinen dritten Treffer des Abends zu markieren:
Mit einem brachialen Hammer von der Blauen stellt er den 6:5 Anschluss her.
Jetzt wackelte der Favorit aus Wolfsburg zum ersten und einzigen Mal.
Fast zwei Minuten vor Schluss das mittlerweile gewohnte Bild:
Der im letzten Drittel für McDonald im Gästegehäuse stehende Vogl machte für einen sechsten Feldspieler Platz...und für einen siebten obendrein.
Das Spiel lief schon wieder, da fiel es HSR von der Fenn und seinen Linesmen dann auch auf.
Doch außer dem vierten Schuss ans Gestänge des Cannibalskasten ergaben sich keine zwingenden Chancen auf beiden Seiten.
Puh,...geschafft!


Mein subjektiver Eindruck:
Da hatten aber ein paar Grizzlies mächtig Spaß. So ungestörtes Passspiel durften sie lange nicht mehr zelebrieren.
Fast hätten sie´s zu locker genommen und kurz vor Schluss das Ding noch vergeigt.
Am Montag werden wir zwei völlig anders aufspielende Mannschaften sehen - so viel steht für mich fest.
Noch mal gibt´s so ein Hurra-Eishockey fast ohne jegliche Verteidigung nicht.

Tor:
Mastic mit rabenschwarzem Tag. Mindestens drei Kappen.
Besser als McDonald war er trotzdem, was an diesem Abend recht peinlich für diesen war.
Hey, Marek: Alle dürfen´s locker nehmen - nur Du nicht...gemein, ne?

Verteidigung:
Da hat sich ein paar Mal Bruder Leichtfuß eingeschlichen...
Das Stürmen bei klarem Vorsprung sollten sie sich bis Montag schnell wieder abgewöhnen.
Ansonsten keine aussagekräftige Leistung - die waren einfach merklich froh, dass das Ganze nicht wieder in Schwerstarbeit, wie gegen Bietigheim, auszuarten drohte.

Sturm:
Ihr hattet Spaß, gell?
Da wurde die ganze angestaute Spielfreude rausgelassen, die sich in fünf Spielen gegen die Steelers gesammelt hatte.
Boris Lingemann bombenstark: Die Eismaschine läuft wieder...und trifft doppelt!
Tobi Samendinger machte ebenfalls eine seiner besten Partien der laufenden Saison - leider ging das im Trubel der vielen Tore etwas unter. (Sein Pfostenschuss war trotzdem wunderschön herausgespielt)
Die erste Reihe wusste sowohl mit Boris als auch mit Ladislav endlich wieder zu überzeugen.
Da spielten sich sämtliche Akteure streckenweise geradezu in einen Rausch...und vergaßen die Tugend, die uns die Serie gegen Bietigheim gerettet hat: Defensivarbeit der Stürmer!
Sei´s ihnen gegönnt - in Landshut sieht das bestimmt schon wieder ganz anders aus.

Fans:
Angesichts der Tatsache, dass die Gefühlsachterbahn vom Donnerstag noch vielen in den Knochen steckte, war die Stimmung richtig gut.
Die Fans aus Landshut waren ebenfalls zahlreich und gut gelaunt angereist und hin und wieder konnte man sie recht gut hören.
Alles fair und spaßig. Hoffen wir, dass es am Montag genauso wird, dann wird´s ein tolles Eishockeyfest.mb

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