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EHC - Kölner Haie 1:4

Autsch.
Mit 1:4 verlieren die Grizzlies, absolut dem Spielverlauf entsprechend, gegen die Haie aus Köln.
Zu nervös und ohne letzte Entschlossenheit präsentierte sich das Team des EHC und hatte somit keine Chance gegen läuferisch und taktisch überlegene Kölner.

1.Drittel
Diesmal mit Andrej Kaufmann und ohne Tobias Samendinger startete der EHC in die Partie...und kam leider erst viel später an.
Schon früh wurde klar, dass die Wolfsburger mit viel zu viel Respekt vor den Haien zur Sache gingen und somit dem klaren taktischen Konzept der Kölner nicht viel entgegenzusetzen hatten.
Defensiv diszipliniert und mit brandgefährlichen Tempogegenstößen ließen die Haie unser Team ein ums andere Mal schlecht aussehen.
Kaum überraschend dann das 0:1 in der 10.Minute:
Gleich die erste Powerplaysituation nutzten die Haie mit einer schönen Kombination über Roy und McLlwain, die Schlegel unhaltbar zum ersten Treffer des Abends verwandelte.
Nachdem der erste Schock verdaut war kam der EHC zwar langsam ins Spiel, doch die sich ergebenden Chancen wurden kläglich vergeben.
Auf der rechten Abwehrseite der Kölner schien sich ein wenig der Schlendrian einzuschleichen und so konnte Paepke die Abwehr umfahren, nur um die eigentlich schöne Aktion mit einem unwürdigen Schüsschen abzuschließen.
Noch schlimmer machten es Zurek und Ciernik, die sich bei einer 2-1 Situation solange gegenseitig den Puck zuschoben, bis die 100% Chance vertan war.
So ging´s mit 0:1 in die erste Pause.

2.Drittel
Die Grizzlies schienen jetzt mehr vom Spiel zu haben - Zählbares kam dabei aber leider nicht heraus.
In der 28.Minute dann die entgültige Ernüchterung:
Lundström musste nach einer unverständlichen Entscheidung des ansonsten gut leitenden HSR auf die Strafbank und nach nur 10 Sekunden Kölner Powerplay klingelte es erneut im Kasten von Marek Mastic.
Stephane Julien feuerte von der Blauen einen mächtigen Schlagschuss ab, den sich Mastic über die eigene Kelle durch die Beine schoss.
Nach dem 0:2 herrschte auf Wolfsburger Seite wieder das aus dem ersten Drittel bekannte Chaos und diesmal bestraften die Haie dieses eiskalt.
0:3 in der 34.Minute durch Lewandowski, der sich im Gewühl um das EHC-Tor durchsetzte und den liegenden Mastic überwinden konnte.
0:4 in der 40.Minute durch Adduono, der den Puck bei 4-4 auf dem Eis halbhoch auf der Stockhandseite an Mastic vorbeimogeln konnte.
Resignation machte sich zur Pause im Eispalast breit.

3.Drittel
Die Haie schalteten jetzt mindestens zwei Gänge runter und so konnte auch der EHC ein wenig Fahrt aufnehmen.
Nach dem 1:4 Anschlusstreffer durch Ladislav Karabin in der 43.Minute keimte bei Team und Fans sichtlich und hörbar wieder Hoffnung auf, doch dabei blieb es leider.
Das Bemühen der Grizzlies, welches durchaus stets zu sehen war, stieg jetzt noch einmal zusätzlich an, doch die Kölner brachten das Spiel souverän und abgeklärt über die Zeit.


Mein subjektiver Eindruck:
Vergrippt wie ich war hätte ich mir dieses Spiel wohl auch sparen können...
Derartiges Angsthasenhockey habe ich von unserer Mannschaft lange nicht mehr gesehen.
Da war der Auftritt in Hannover geradezu als mutig zu bezeichnen.
Ein von Hans Zach eingestelltes Team hätte man wesentlich mutiger und konsequenter unter Druck setzen müssen, um deren taktische Ordnung aufzuweichen.
Dies gelang nicht einmal ansatzweise.

Tor:
Marek wohl noch leicht angeschlagen. Baute im Spielverlauf immer weiter ab und zeigte mehr und mehr Konzentrationsprobleme.
Hier zeigte sich wohl der negative Aspekt eines ausgeglichenen Torhütergespanns:
Freiwillig räumt da keiner den Kasten, egal wie er sich gerade fühlt.

Verteidigung:
Pavlikovsky reichlich neben der Spur - zögerlich im Abschluss und vor dem eigenen Tor ebenfalls nicht sonderlich konsequent.
Ansonsten sieht die Abwehr bei einer derart ängstlichen Einstellung der gesamten Mannschaft naturgemäß nie besonders gut aus.

Sturm:
Tja. Hose voll - Tor leer.
Einzig Paepke ragte mit einer beherzten Leistung heraus.
Besonders peinlich: Ivan Ciernik in bester osteuropäischer Kringeldreher-Tradition.
Zumindest verschaffte man einem deutschen Nachwuchstorhüter ein positives Spielerlebnis - das ist doch mal was...

Fans:
Angesichts des Gebotenen war die Stimmung noch recht gut.
Zwischen dem 0:4 und dem 1:4 war, verständlicherweise, vorübergehend Sendepause.
Zumindest scheinen wir auf einem guten Weg mit den zu erwartenden Niederlagen umzugehen.
Vielleicht gibt´s gegen den momentan schwächelnden Meister aus Frankfurt ja wieder mehr zu feiern. mb

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