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EHC - Kölner Haie 3:1

Schon zum vierten Mal hieß es in dieser Saison: Grizzlies gegen Haie.
Doch es sollte ein besonderes Spiel unter besonderen Rahmenbedingungen werden...
Rund 1000 Gästefans aus Köln waren größtenteils per Sonderzug angereist, um ihr Team zum vierten Mal in Folge siegen zu sehen.
Premiere hatte sich zur ersten Live-übertragung aus dem Eispalast angesagt, zum ersten Mal war letzterer in dieser Saison ausverkauft und zum ersten Mal trugen die bravourös kämpfenden Wolfsburger den Sieg davon!
Vor einer überschwänglich feiernden Kulisse schaffte der EHC, wovon vor dem Spiel keiner zu träumen gewagt hatte: Mit einem verdienten 3:1 Sieg blieben alle drei Punkte in der Grizzlyhöhle.

1.Drittel
Etwas verspätet trafen die ca. 700 Sonderzugfahrer in Wolfsburg ein, so dass das geplante Fan-Eishockeyspiel im heimischen Eispalast leider abgesagt werden musste.
Trotzdem ging es auf beiden Seiten gut gelaunt in die Partie und die Spieler beider Mannschaften ließen sich davon sichtlich anstecken.
Besonders die Grizzlies schienen diesmal nicht nur hochmotiviert, sondern auch sehr konzentriert auf den ersten Sieg gegen die Kölner zu drängen und setzten dem Team von Ex-Bundestrainer Hans Zach im ersten Drittel mächtig zu.
Zwar blitzte die bekannte Konterstärke der Haie immer wieder auf, doch fanden die wenigen gefährlichen Abschlüsse in Mastic ihre Endstation.
Der EHC hingegen mit kontrolliertem, aber sehr druckvollem Spiel erspielte sich beste Chancen und hätte gegen Ende des Drittels bereits mit 2-3 Toren in Front liegen können - leider schien das Kölner Tor wie vernagelt.
Die ersten Zuschauer gingen schon Richtung Pausenbier, da war es dann doch endlich soweit:
Kapitän Karabin gelang der erste Treffer des Abends ganze 44 Sekunden vor Drittelende!
Mit einer absolut verdienten 1:0 Führung ging es anschließend in die Kabinen.

2.Drittel
Die Grizzlies, weiterhin voll bei der Sache, ließen nicht locker und drehten noch mal an der Geschwindigkeitsschraube.
Chance um Chance machte der bestens aufgelegte Chris Rogles im Haiegehäuse zunichte und trieb die Wolfsburger Torjäger um Ciernik & Co. schier in den Wahnsinn.
Doch auch die Kölner konnten die aus den vergangenen Aufeinandertreffen gewohnte Kaltschnäuzigkeit und Effizienz zu keinem Zeitpunkt erreichen und so gelang auch ihnen kein Treffer.
Der größte Aufreger fand dann in der 39.Minute im Powerplay der Raubfische statt:
Ivan Ciernik fährt eines seiner gefürchteten Breaks in Unterzahl und wird stark penaltyverdächtig kurz vorm Tor zu Fall gebracht - der Pfiff des ansonsten gut leitenden Referee blieb allerdings aus.
Jedoch auch ohne Tore in diesem Spielabschnitt stieg auf den Rängen die nicht zu stoppende Grizzlyparty: Im Laufe des Drittels legten die Wolfsburger Anhänger, wie ihre Mannschaft, den nächsten Gang ein und rockten die Halle unwiderstehlich an einem Stück bis zur nächsten Pause!
War es bis dahin ein ausgeglichenes Spektakel auf den Rängen, so war fortan klar:
HIER - REGIERT - DER E...H...C !!!

3.Drittel
Wieder der EHC mit dem besseren Start, doch auch Köln steckte noch längst nicht auf.
Nachdem die Grizzlies diverse Chancen vor Rogles vergeben hatten, passierte das Missgeschick:
Bei 4 gegen 4 auf dem Eis, Seidenberg und Lingemann hatten auf der Strafbank Platz genommen, brach Karabin die Kelle und dieser fuhr zur Bank - doch keiner sprang aufs Eis und auch das neue Spielgerät ließ viel zu lange auf sich warten. Die Kölner hingegen ließen sich nicht zweimal bitten und Renz nutzte die sich bietende 3 zu 1 Situation zum 1:1 Ausgleich in der 47.Spielminute.
Unbehagen machte sich bei den Grizzlyfans breit: Sollten die Haie zu ihrer entnervenden Effizienz der vergangenen Begegnungen zurückfinden und zwei Drittel harter Wolfsburger Arbeit in wenigen Minuten zunichte machen?
Nach äußerst druckvollen Minuten der Kölner hielt der EHC erneut voll dagegen und die begeisterten EHC-Anhänger peitschten ihr Team weiter nach vorne.
Ein packendes Spiel, das seinem Höhepunkt aus Sicht des EHC entgegenstrebte.
Als schließlich in der 52.Minute Gogulla für die Gäste auf der Strafbank brummte, zogen die Grizzlies ein ansehnliches Powerplay auf, das eine Minute später von Erfolg gekrönt sein sollte.
Durch eine wunderbare Kombination über Delisle und Simon konnte Petr Smrek den Puck per one-timer an Rogles vorbei im Gehäuse der Haie unterbringen und löste damit wahre Jubelstürme im Eispalast aus.
Als Genze in der 56.Minute dann einen Befreiungsschlag der Haie an deren blauer Linie abfangen konnte und postwendend zum 3:1 in den Winkel nagelte stand der orangefarbene Teil der Halle endgültig Kopf und feierte das Team und den Sieg geschlossen bis zum ersehnten Abpfiff.


Mein subjektiver Eindruck:
Zunächst möchte ich meinen etwas ungenauen Spielbericht entschuldigen:
Ich war einfach zu sehr mit Feiern beschäftigt, zu sehr von der Atmosphäre beeindruckt und schlicht und einfach zu glücklich, um irgendetwas über den Verstand aufzunehmen.
Das ich so etwas erleben durfte!
Mit der Begrüßung der Kölner Fans am Bahnhof angefangen, über die tolle Stimmung in der Halle, über das tolle Spiel und den Sieg unserer Mannschaft bis zur endgeilen After-game Party mit den Spielern bei Nafi - einfach alles einmalig!
Wer weiß, wann wir etwas ähnliches wieder erleben dürfen...

Tor:
Marek mit absolut tadelloser Leistung. Jederzeit ein toller Rückhalt für die Mannschaft, stand er seinem Gegenüber in nichts nach.
Gerade weil man weiß, das die Kölner aus einer halben Chance zwei Tore machen können, war seine starke Form Grundvoraussetzung, um den ersten Sieg gegen die Haie einzufahren.

Verteidigung:
Klasse Leistung von wirklich allen.
Immer auf der Höhe des Geschehens - konnte sich allerdings stets auf die Hilfe der Stürmer verlassen.
Dazu kommen zwei Tore durch Verteidiger...was will man mehr?
OK...einen muss man einfach herausheben: Sebastian Osterloh bot 101% Einsatz. Unglaublich sein Körperspiel an der Bande und die Beharrlichkeit mit der er den gegnerischen Stürmern die Passannahme versaut.

Sturm:
Schnell, druckvoll und mit viel Engagement im Spiel nach hinten.
Leider in der Chancenverwertung gewohnt schwach gegen die Haie, was nicht unbedingt am Abschluss der Stürmer selbst lag, sondern daran, dass Kölner Torhüter gegen uns offenbar immer einen Sahnetag haben.
Ciernik mal wieder gigantisch: Schnellster Spieler auf dem Eis, arbeitet wie besessen nach hinten mit und auch stocktechnisch einer der Besten.

Fans:
Chapeau, meine Damen und Herren! Das war die exquisiteste Atmosphäre, die wir in den letzten Jahren in den Eispalast gezaubert haben.
Mehr davon, dann gibt´s vielleicht öfter mal ´ne Party mit den Spielern - auch wenn die Feier schon vor diesem denkwürdigen Spiel feststand.
Besagte Party zeigte nur einmal mehr, dass in Wolfsburg das Wort "Eishockeyfamilie" noch lange keine leere Worthülse ist...
Ein unvergesslicher Tag - in jeder Hinsicht.mb

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