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EHC - Iserlohn Roosters 1:3

Vor erneut ausverkaufter Kulisse lief es für den EHC diesmal alles andere als perfekt.
Gegen die Roosters aus Iserlohn setzte es die zweite Niederlage in Folge gegen ein Team aus den unteren Tabellenregionen.
ähnlich wie im Spiel gegen Hannover wirkte das Team der Grizzlies über weite Strecken der Partie kraft- und ideenlos und war auch im letzten Drittel nicht in der Lage den Gegner zwingend unter Druck zu setzen um das Spiel noch zu drehen.

1.Drittel
Der erste Spielabschnitt stellte die einzige Spielphase der Partie dar, in der sich die Grizzlies leichte Vorteile gegen die vorbildlich kämpfenden Roosters erspielen konnten.
Lediglich in den ersten Minuten gerieten die bestens eingestellten Gäste enorm unter Druck und kassierten gleich in der ersten Unterzahl einen Gegentreffer.
0:1 durch Roman Veber in der 5.Spielminute im ersten Powerplay der Begegnung.
Auch die folgenden Minuten mit Chancen für Suchan und Delisle stimmten das Publikum zunächst recht positiv, doch der Schwung sollte sich nach und nach verlaufen - leider.
Die Iserlohner nahmen immer mehr Fahrt auf und erspielten sich nun ihrerseits erste Chancen, auch wenn diese bis zur ersten Pause ungenutzt bleiben sollten.

2.Drittel
In überzahl ging es für den EHC ins zweite Drittel, doch das überzahlspiel der Grizzlies sollte an diesem Abend kein erfreuliches Ereignis mehr werden...
Im Gegenteil: Nach anfänglichen Chancen für die Wolfsburger übernahm immer mehr der IEC die Regie auf dem Eis, blockte die Angriffsbemühungen der Grizzlies gekonnt ab und fuhr seinerseits teils sehenswerte Angriffe auf den Kasten von Marek Mastic.
Genau wie die Wolfsburger nutzten die Gäste ihr erstes Powerplay in der 27.Minute zum ersten Tor für ihre Farben:
1:1 durch den überragenden Mike York, der den Puck am sich nach einem Save wieder aufrichtenden Mastic zielsicher in die Maschen schlenzt.
Damit nicht genug legten die Gäste zwei Minuten später prompt nach:
1:2 durch Bryan Adams, der völlig frei einnetzen darf.
Der EHC befand sich fast im kompletten Drittel in Winterstarre und wirkte oft wie ein Zuschauer.
Dank Marek Mastic und einigem Glück konnte der Rückstand in dieser knappen Höhe in die zweite Spielpause gerettet werden - mehr ging offenbar nicht.

3.Drittel
Zu allem überfluss brachte das Team der Grizzlies sich gleich zu Beginn durch zwei völlig überflüssige Strafzeiten (Simon und Paepke) in doppelte Unterzahl und konnte das Thema Aufholjagd nicht umgehend angehen.
Nach Ablauf der ersten Strafe schlug es dann auch wieder hinter Mastic ein:
1:3 durch Etz in der 44.Minute - zum zweiten Mal York als Vorlagengeber, der somit an allen Treffern der Gäste beteiligt war.
Der EHC in der Folge einfach zu einfallslos und mit erschreckend schwachem Aufbau- und Angriffsspiel fast chancenlos das Spiel noch zu wenden.
Als sich in der 51.Minute Higgins für 2+2 Minuten auf die Strafbank verabschiedete und ihm Gordon zwei Minuten später folgte hätte das Signal zur Wende kommen können.
Bis auf ein oder zwei Chancen tat sich aber nichts Zwingendes im statisch wirkenden Powerplay der Gastgeber, so dass man die Iserlohner nicht wirklich in Panik versetzen konnte die gewonnenen Punkte doch noch wieder hergeben zu müssen.
Als zwei Minuten vor Schluss Jan Zurek eine 2-Minuten Strafe kassierte war das Spiel dann endgültig gelaufen, lediglich eine kleine Keilerei (Osterloh, Karabin - Goldmann, Intranuovo, Etz) in der letzten Minute sorgte für ein wenig Spannung auf den Rängen.


Mein subjektiver Eindruck:
Warum stecken die Jungs eigentlich immer gegen die Kellerkinder der Liga im Konditionsloch?
Körperliche Präsenz seitens der Grizzlies war jedenfalls totale Fehlanzeige - nur bei Karabin und Osterloh schien die Wut über die drohende Niederlage die gewohnte Einsatzfreude wachzurufen.
Viele der übrigen Akteure wirkten hingegen absolut kraft- und ideenlos.
Bleibt die Hoffnung, dass unser Team möglichst schnell wieder in Schwung kommt.
Sonst finden wir uns schneller als uns lieb ist im tiefsten Abstiegskampf wieder - da helfen die teils grandiosen Leistungen der vergangenen Wochen auch nichts mehr.
Play-Downs gegen Hannover dürften, angesichts der bisherigen Leistungen gegen die Scorpions, eine recht einseitige Angelegenheit werden...

Tor:
Marek voll da. Mit einer gedankenschnelleren Abwehr wäre ein shut-out dringewesen.
So bewahrte er uns vor dem Schlimmsten.

Verteidigung:
Zu langsam, musste viel zu oft abgefangene Angriffsbemühungen ihrer Sturmkollegen ausbaden und war damit hin und wieder einfach überfordert.
Die Reihe um NHL-Akteur Mike York war so gut wie nie unter Kontrolle zu bringen.
Dale Clarke spielt nach wie vor äußerst schwach - seine Aktionen an der Bande reichen von unglücklich bis peinlich.

Sturm:
In der Anfangsphase des Spiels noch mit guten Ansätzen, baute dann immer mehr ab.
Das zweite Drittel war in Sachen Mangel an Kreativität und Schnelligkeit kaum zu überbieten.
Das überzahlspiel litt unter diesen Defiziten besonders deutlich und wirkte selbst bei 5-3 absolut harmlos.
Die erste Reihe, bis auf Kapitän Karabin, ungewohnt kampfschwach und öde anzuschauen.

Fans:
Im ersten Drittel war die Stimmung noch recht okay, doch mit abbauenden Grizzlies auf dem Eis nahm auch die Bereitschaft der Anhänger ab alles zu geben.
Ein erfolgreiches Spiel gegen ein Team aus der unteren Tabellenhälfte würde uns allen allerdings langsam wirklich mal gut tun, denn gerade in diesen Spielen sind wir bisher wirklich nicht verwöhnt worden...
Vielleicht dürfen wir am Sonntag ja zum ersten Mal einen Sieg gegen Hannover feiern - Zeit dafür wär´s auf jeden Fall.mb

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