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EHC - ERC Ingolstadt 6:4

In einer von der ersten bis zur letzten Minute spannenden und wunderbar anzuschauenden Partie gelingt es den Grizzlies ihre Fans für das letzte Heimspiel zu entschädigen.
Am Ende waren es der unbändige Siegeswille und der deutlich bessere Goalie auf Seiten der Wolfsburger, die beim 6:4 den Ausschlag für das Team des EHC gaben.

1.Drittel
Die Grizzlies vom Start weg das aktivere und schnellere Team.
Mit viel Biss und Spielwitz gingen sie ins Spiel und kauften dem hochkarätig besetzten Team aus Bayern schon früh den Schneid ab.
Einschusschancen gab es somit reichlich und in der 6.Minute nutzte Rainer Suchan die Hintertorvorlage von Paepke zum 1:0 für die Hausherren - aus Halbdistanz in den rechten Winkel.
Nur eine Minute später stand es, zumindest für die Fans, bereits 2:0 durch Smrek, doch der unglücklich leitende Referee Aumüller gab den Treffer wegen Torraumabseits nicht.
Ein Wolfsburger Spieler war von einem Ingolstädter Verteidiger auf den Torhüter der Gäste gecheckt worden (also KEIN Torraumabseits) und Smrek hatte ins unbehütete Tor eingenetzt - Folge: Der HSR gab den Treffer unberechtigterweise nicht und Steffen Karg im Tor der Gäste musste verletzt in die Kabine. Für ihn trat Oberliga-Torhüter Dennis Hipke zwischen die Pfosten der Ingolstädter.
Nach zwei bis drei guten Paraden durfte dieser in der 9.Minute aber gleich auch einmal hinter sich greifen:
2:0 im ersten Powerplay des Spiels durch einen Schlagschuss von Todd Simon - wiederum in den rechten Winkel.
Der EHC kam jetzt voll in Fahrt, doch außer bei einem Pfostentreffer durch Genze scheiterte der Grizzlysturm meistens mehr an sich selber als am Gästekeeper.
Statt zu erhöhen kam es für die Gastgeber leider genau andersrum:
Eine halbe Minute vor Drittelende nutzt Cameron Mann das erste Pantherpowerplay der Partie zum 1:2 Anschlusstreffer, nachdem Ty Conklin sein Team mehrere Male mit bombigen Reaktionen vorm Gegentreffer bewahrt hatte. Doch seine Vorderleute waren einfach nicht in der Lage den Puck auch nur ein einziges Mal aus dem Verteidigungsdrittel der Grizzlies zu befördern.
Etwas unglücklich ging es mit 2:1 in die erste Pause.

2.Drittel
Der Gegentreffer sollte seine Spuren hinterlassen...
Ingolstadt witterte die Chance das Spiel in den Griff zu bekommen und setzte nun seinerseits dem EHC mächtig zu - immer bemüht das Spielgeschehen vom eigenen Tor fern zu halten.
In der 26. Minute passierte das augenscheinlich Unvermeidbare:
Burym steht sekundenlang völlig frei vor Conklin und kann einen Querpass völlig unbedrängt hinter dem Grizzlygoalie zum 2:2 unterbringen.
Mit einer äußerst kuriosen Entscheidung ermöglichte dann HSR Aumüller den Gästen ab der 34.Minute ein überzahlspiel, das wenig später durch doppelte überzahl leider für die Gäste Früchte tragen sollte:
Andrej Kaufmann trifft beim Stochern nach dem Puck einen auf dem Eis liegenden Ingolstädter mit dem Blatt seines Schlägers im Gesicht - 2 Minuten wegen "hoher Stock" (!).
Dieser Entscheidung folgte einer nicht minder umstrittene Strafe gegen Genze wegen Spielverzögerung, die zu besagter doppelter überzahl der Gäste und letztendlich in der 36.Minute zum 2:3 durch Oswald führte.
Aller Protest seitens Ty Conklin, der ein Schlittschuhtor gesehen haben wollte, war vergebens - HSR Aumüller war sich seiner Sache an diesem Abend scheinbar sicher und zog den Videobeweis erst gar nicht zu Rate.
Doch auch umstrittene Entscheidungen gegen die Gäste blieben zum Glück für die tapfer kämpfenden und doch streckenweise etwas kopflos wirkenden Grizzlies nicht aus:
Als in der letzten Minute des Drittels Justin Harney auf der Strafbank saß, wurden die Panther etwas übermütig und agierten für einen Moment in Unterzahl zu offensiv.
Ciernik schnappte sich also mal wieder vom Gegner den Puck, Pass auf Todd Simon und dieser mit seinem zweiten Treffer des Abends zum gerechten 3:3 Ausgleich 13 Sekunden vor der zweiten Drittelpause.

3.Drittel
Die Grizzlies jetzt schnell bei der Sache, wollten den Gästen aus Bayern erst gar keine Chance lassen das Spiel erneut von ihrem Ersatz-Ersatztorhüter fernzuhalten.
Mit Erfolg! Der große Auftritt von Dale Clarke nahte.
41.Minute: 4:3 durch einen gefühlvollen Schlenzer von der Blauen Linie
42.Minute: 5:3 durch eiskalten Abschluss einer schönen Vorarbeit durch Musial und Paepke
Der Eispalast nun völlig außer Rand und Band, aller Groll der vorherigen Tage war wie weggeblasen...
Doch die Partie blieb ihrer spannenden Linie treu und so gelang den Gästen in der 46.Minute durch Ferguson der erneute 5:4 Anschluss.
Die Grizzlies, diesmal weitaus weniger geschockt als nach dem ersten Gegentreffer der Partie, hielten jedoch voll dagegen, wollten den Sieg um keinen Preis wieder hergeben und das Publikum unterstützte sie dankbar und lautstark bei diesem Unterfangen.
Erst in der letzten Spielminute fiel dann das erlösende empty net goal durch Delisle zum 6:4 Endstand und die Party konnte ihren Lauf nehmen.


Mein subjektiver Eindruck:
Ich war mir zwischenzeitlich nicht ganz einig, ob ich angesichts der Leistung gegen Ingolstadt begeistert, oder umso mehr verärgert über das Spiel gegen Hamburg sein sollte.
Am Ende siegte die Freude über ein tolles Eishockeyspiel mit einem für Erleichterung sorgenden Sieg gegen den Favoriten aus Ingolstadt.
Mit dieser Einstellung hätte man das Ergebnis gegen Hamburg vermutlich um 180 Grad drehen können...aber was soll´s - vorbei ist vorbei.

Tor:
Conklin mit einigen brillanten Saves und teilweise tollen Reflexen.
Nach wie vor hat er mich allerdings, besonders was seine Einstellung betrifft, noch nicht völlig überzeugt.
Er wirkt auf mich häufig mental nicht auf der Höhe und leicht überdreht, will einfach etwas zu viel Show abziehen, anstatt Ruhe abzustrahlen.
Ein Spiel ständig am Laufen zu halten muss nicht immer gut für die eigene Mannschaft sein - manchmal ist es wesentlich wichtiger den Puck zu sichern und auf den Pfiff zu warten, um die gegnerische Mannschaft aus dem Rhythmus zu bringen und den eigenen Leuten Zeit zum Sortieren zu geben.

Verteidigung:
Im zweiten Drittel mit etwas kopfloser Phase, ansonsten eine solide Partie.
Dale Clarke nicht nur im Katastrophenspiel gegen Hamburg bester Verteidiger, sondern auch in dieser Begegnung.

Sturm:
Die vorübergehend installierte erste Reihe mit Delisle, Simon und Ciernik wusste durchaus zu gefallen und setzte einige Akzente. Besonders Simon drückte dem Spiel, nicht nur mit seinen beiden Toren deutlich seinen Stempel auf.
Die anderen Reihen überzeugten mehr durch kämpferischen Einsatz als mit Spielkultur und so bleibt der Wunsch, dass Karabin bald völlig fit ins Team zurückkehrt, um wieder zwei spielerisch überzeugende Reihen aufbieten zu können.

Fans:
Volle Unterstützung von der ersten Minute an! Das hat dem Team sichtlich geholfen Wiedergutmachung zu betreiben.
Hoffentlich bekommen wir nicht noch einmal so ein Spiel wie gegen Hamburg zu sehen, dann kann man guten Gewissens auf den Rängen alles geben - egal wie´s am Ende ausgeht.mb

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