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EHC - Krefeld Pinguine 6:5nP

Es hätte das letzte Spiel der Saison werden können - doch leider machte das Team des EHC sich gleich mehrfach selbst einen Strich durch die Rechnung und muss nun in den Play-Downs um den sportlichen Klassenerhalt kämpfen.
Am Ende fehlte den Akteuren aus Wolfsburg vor allem die nötige Ruhe und übersicht, um die Führungen über die Zeit zu bringen und so verlor man am Ende doch noch mit 5:6 n.P. gegen die Gäste aus Krefeld.

1.Drittel
Der Einstieg in die Partie ließ zunächst nichts Gutes ahnen, da HSR Aumüller scheinbar dort weitermachen wollte, wo er zuletzt aufgehört hatte:
Gleich die ersten beiden Strafen (zu viele Spieler auf dem Eis + Spieldauer wegen Stockschlag mit "Verletzungsfolge" gegen Lingemann) erschienen äußerst fragwürdig und brachten den EHC in arge Bedrängnis.
Als Kolanos in der 6.Minute in doppelter überzahl folgerichtig das 0:1 für die Pinguine erzielte, schwante vielen Zuschauern bereits übles...
Doch im Laufe der Partie geschah eigentlich das Gegenteil, denn der Schiedsrichter deckte fortan, bis zur Schlusssirene, nur noch die Gäste mit teils fragwürdigen Entscheidungen ein.
Nachdem die Grizzlies diese schwierige Anfangsphase ohne weiteren Gegentreffer überstanden hatten, nutzten sie dann in der 17. und 18.Spielminute eine dieser fragwürdig entstandenen überzahlsituationen und gingen prompt in Führung:
1:1 durch Zurek bei 5-3 überzahl, dann 2:1 durch Brüggemann bei 5-4 überzahl. Vorher hatte Smrek bereits ans Lattenkreuz getroffen und Delisle einen Querpass so lange begutachtet, bis das Gehäuse der Pinguine wieder besetzt war.
Der Grizzly-Zug nahm nun richtig Dampf auf...und ließ ihn gleich selbst wieder aus dem Kessel.
40 Sekunden vor Drittelende der Ausgleich zum 2:2 durch Schnitzer, der von der Blauen diagonal flach einnetzte - Conklin wirkte, vorsichtig ausgedrückt, etwas überrascht.
So ging es mit einem für Krefeld glücklichen Unentschieden in die Kabinen.

2.Drittel
Die Grizzlies zwar immer noch gut im Spiel, doch in der 25.Minute versetzte Ty Conklin dem eigenen Team gleich den nächsten Stich, als er eine Kopie des 2:2, diesmal von der anderen Seite, zum 2:3 ins Tor ließ. Ivo Jan war in diesem Fall der Glückliche, der sich diesen Treffer auf seiner Scorer-Karte notieren durfte.
Doch selbst der zweite klare Torwartfehler in Folge konnte die Moral der Grizzlies nicht brechen. Unverdrossen spielte der EHC weiter aggressiv nach vorne, vergab gute Gelegenheiten aber weiter zu nervös.
In der 37.Minute dann endlich der längst verdiente Ausgleich erneut durch Zurek, der Müller im Gästetor mit der Rückhand zum 3:3 überwinden konnte...in 5-4 überzahl wohlgemerkt.
Mit einem aus Krefelder Sicht erneut schmeichelhaften Unentschieden ging es zum zweiten Mal in die Kabinen.

3.Drittel
Der Wahnsinn nahm seinen Lauf.
Wolfsburg, weiter im Vorwärtsgang, nutzte auch seine nächste überzahl und ging in der 46.Minute erneut durch Brüggemann, der einen Schuss von Clarke abfälschte, mit 4:3 in Führung.
Als in der selben Spielminute erneut eine Strafzeit gegen Krefeld verhängt wurde, schien der Augenblick gekommen zu sein, um dem Spiel die Entwicklung zu geben, die sich von den Spielanteilen längst abgezeichnet hatte.
Doch das krasse Gegenteil war der Fall: Smrek spielt einen ungenauen Pass, fährt als einziger zurück und kann den Ausgleich gegen drei konternde Pinguine nicht verhindern.
4:4 durch Brulé ebenfalls noch in der 46.Spielminute bei 4-5 Unterzahl.
Der Schock über die leichtfertig vergebene Führung saß tief - zumindest auf den Rängen.
Auf dem Eis konnte auch dieses erneute Unglück den Willen der Grizzlies nicht brechen - sie kämpften weiter beherzt für ein frühzeitiges Ende der Saison.
In der 50.Minute schien dieser Kampf entgültig belohnt zu werden, als Ciernik per Abfälscher Robert Müller keine Chance ließ und das Wolfsburger Team mit 5:4 in Führung brachte.
Sollte das Team des EHC diese Führung tatsächlich noch ein weiteres Mal aus der Hand geben? Leider ja...
Anstatt weiter Druck zu machen, zogen die Grizzlies sich fast vollständig zurück und brachten sich völlig unnötig erneut in Bedrängnis.
Plötzlich waren die Krefelder, wie bis dahin nicht zu sehen, am Drücker und dominierten das Geschehen gegen viel zu passiv und ängstlich agierende Wolfsburger.
Nach zahlreichen brenzligen Situationen vor Conklins Tor klingelte es in der 57.Minute letztendlich doch wieder hinter dem Wolfsburger Schlussmann:
Selivanov netzte per Schlagschuss zum 5:5 ein - sein Schuss wurde zu allem überfluss unhaltbar abgefälscht.
Der EHC versuchte noch einmal alles, nahm den Goalie für einen sechsten Feldspieler vom Eis - vergeblich!

Penaltyschießen
Im für beide Teams bedeutungslosen Penaltyschießen traf lediglich Ivo Jan für die Pinguine und sicherte den Krefeldern den nutzlosen Extrapunkt.
Somit muss Wolfsburg in die Play-Downs gegen Kassel und die Pinguine verfehlen den achten Platz und beenden die Saison ohne Play-off Teilnahme.


Mein subjektiver Eindruck:
Gut gekämpft und den direkten Klassenerhalt, trotz beherzter Leistung im letzten Hauptrundenspiel, zu recht verpasst.
Wer sich wochenlang auf einem Vorsprung ausruht und stattdessen interne Querelen pflegt, anstatt sie auf den Tisch zu packen, der muss halt noch ein bisschen nachsitzen.
Die Nervosität, die uns am Ende den Sieg kostete, hat das Team schließlich selbst produziert, indem sie Punkt um Punkt abgeschenkt haben in ihrem kindischen stillen Protest gegen den Trainer.

Tor:
Ty Conklin trägt ohne Zweifel eine große Portion Verantwortung dafür, dass dieses Spiel verloren ging.
Dass der EHC an den Play-Downs teilnehmen muss, hat er allerdings mit am wenigsten zu verantworten...

Verteidigung:
Etwas zu nervös und in den entscheidenden Momenten nicht diszipliniert genug, sprich: zu offensiv.
Lars Brüggemann mit einer gigantischen Partie - nicht nur wegen seiner zwei Tore.
Petr Smrek hätte aus meiner Sicht schon nach dem ersten Drittel auf die Bank gehört: Mit Abstand schlechtester Verteidiger im Team. Entweder er will auf diesem Weg (Abstieg) aus einem vielleicht bestehenden Vertrag raus, oder er hatte seine Nerven einfach nicht im Griff.
In jedem Fall hätte er auf der Bank weitaus weniger Schaden angerichtet...

Sturm:
Tolle kämpferische Leistung von allen Sturmreihen.
Einziger Fehler war das Einstellen der Offensivbemühungen nach dem 5:4 mit dem man quasi um den Gegentreffer bettelte.
Besonders auffällig Jan Zurek, der nach zuletzt auffällig unauffälligen Leistungen wieder voll im Bilde war und endlich wieder öfter im richtigen Moment am richtigen Ort war.

Fans:
Wir haben alles gegeben. Haben uns von den paar unfairen Krefelder "Fans", denen der Alkohol und pubertäre Hormone zu schaffen machten, nicht provozieren lassen und unser Team über die volle Distanz unterstützt.
Dass viele sich das Penaltyschießen schenkten, da sie das Ergebnis aus Ingolstadt kannten, ist da absolut in Ordnung...finde ich jedenfalls.
Auf ein neues in den Play-Downs gegen Kassel - die Leistungen des letzten Wochenendes lassen jedenfalls wieder etwas Hoffnung zu.mb

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