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PlayDown-Spiel 3: EHC - Kassel Huskies 7:0

Die Heimserie in den diesjährigen Play-Downs geht weiter:
Nicht nur, dass bisher jedes der drei Heimspiele von der Heimmannschaft gewonnen wurde, sondern dieses wurde auch stets zu Null erledigt.
Dass es diesmal gleich ein 7:0 werden würde, hatten aber selbst die kühnsten Optimisten auf Wolfsburger Seite nicht erwartet.
Das Warten auf das erste Auswärtstor geht weiter...

1.Drittel
Das Spiel begann rasant: Sofort erste Torchancen und erste Strafen, zunächst gegen die Grizzlies.
Als Brüggemann und Genze draußen saßen durften sich die Gäste ab der 3.Minute in doppelter überzahl versuchen, scheiterten aber an der gut stehenden Grizzlyverteidigung und einem glänzend aufgelegten Ty Conklin. Noch während die Strafe gegen Genze lief, brachten sich die Huskies nun ihrerseits in doppelte Unterzahl als Laflamme und Melanson kurz hintereinander wegen völlig überflüssiger Stockfouls auf die Strafbank mussten.
Der EHC ließ sich im Gegensatz zu den Kasselern nicht lange bitten und netzte nach 50 Sekunden 5-3 Powerplay zum 1:0 ein: Dale Clarke war es, der in der 6.Minute per Schlagschuss von der blauen Linie erfolgreich zugeschlagen hatte.
Die Gäste blieben ruppig, wollten offenbar nicht zur Kenntnis nehmen, wie gut das Wolfsburger überzahlspiel an diesem Abend lief und kassierten im Verlauf der Partie auch die Quittung.
Nach einigen guten Powerplaysituationen fiel der nächste EHC-Treffer allerdings zunächst bei numerischer Gleichzahl. Todd Simon brauchte nach guter Vorarbeit durch Kaufmann und Genze nur noch den Schläger hinzuhalten - 2:0 in der 14.Minute!
Mit dem Eindruck einer deutlichen überlegenheit der Grizzlies ging es zum ersten Mal in die Kabinen.

2.Drittel
Es war kaum eine halbe Minute gespielt, da gerieten sich Daniel Corso und der vorzüglich spielende Andrej Kaufmann in die Haare und lieferten sich eine zünftige Boxeinlage aus der Corso als knapper Punktsieger hervorging. Die Strafe fiel allerdings für beide mit 2+2+10 Minuten identisch aus. Auf der Strafbank gesellten sie sich zu Smrek und Drury, da mit Abpfiff des ersten Drittels Smrek noch einen Schuss auf den Gästekeeper abgefeuert hatte - nach altem nordamerikanischem Brauch bekam er dafür von Drury die Fäuste zu spüren.
Der EHC nach wie vor dominant, aber vorerst noch nicht sonderlich effizient.
Das sollte sich im nächsten Powerplay ändern: Ganze 11 Sekunden hatte Mark Greig in der 26.Minute auf der Gästestrafbank Platz genommen, da durfte er auch schon wieder mitspielen.
Ivan Ciernik hatte sich die Dreistigkeit erlaubt Gage von der Grundlinie seitlich an den Schoner zu schießen und den Puck somit zum 3:0 zu versenken..."Torwartfehler" schallte es durch die Halle - in diesem Fall wohl zurecht.
Die Grizzlies führten Kassel nun zum Teil regelrecht vor, erhöhten in der 30.Minute durch Delisle sogar auf 4:0 und schienen in bester Spiellaune.
Die Gäste hatten zwar gegen Mitte des Drittels noch zweimal die Gelegenheit in überzahl ihr erstes Play-Down Tor in Wolfsburg zu erzielen, doch es blieb beim Versuch - Resignation machte sich deutlich sichtbar im Lager der Schlittenhunde breit...und Frust.
Als erstes bekam dieses Petr Smrek zu spüren, der von Gosselin übel von hinten gegen den Kopf gecheckt wurde - Folge: 2+10 Strafminuten und nach nur 19 Sekunden Powerplay das 5:0 in der 37.Minute durch Lars Brüggemann gegen eine lustlose Unterzahlformation aus Kassel.
Mit dem Zwischenergebnis bestens bediente Huskies und fröhliche Grizzlies fuhren zur zweiten Pause in ihre Kabinen.

3.Drittel
Kassel fand praktisch nicht mehr statt und der EHC machte sich einen Jux daraus die Huskies sogar in Unterzahl unter Druck zu setzen.
Die Partie war gelaufen und man konnte anschließend froh sein, dass kein Wolfsburger Spieler ernsthaft durch Kassler Frust zu Schaden kam, da den Gästen offenkundig und auch nachvollziehbar nicht mehr nach Eishockeyspielen zumute war.
Besonders Smrek schien auf der Abschussliste der Huskies ganz oben zu stehen, wurde er doch kurz vor Schluss erneut für 2+10, diesmal von Drury, gegen den Kopf gecheckt.
Aber es gab auch noch Erfreuliches zu bestaunen.
Besonders Brüggemanns zweiter Treffer zum 6:0 in der 48.Minute ließ die Zuschauer mit der Zunge schnalzen: Bei 4-3 auf dem Eis hämmerte er den Puck per Direktabnahme mit einem derart brachialen Schlagschuss in die Maschen, dass man glaubte Gage hätte freiwillig Platz gemacht, um diesem Geschoss aus dem Weg zu gehen!
Als 11 Sekunden vor Schluss auch Christoph Paepke sich endlich einmal wieder zum 7:0 in die Torschützenliste eintragen durfte, war der Triumph der Grizzlies perfekt und Ty Conklin durfte sich über den zweiten shut-out in Folge vor heimischem Publikum freuen.


Mein subjektiver Eindruck:
Da kann man ja fast Spaß an den Play-Downs finden...
Leider zählt ein Sieg in solcher Höhe nur einfach und nicht doppelt, sonst hätte sich Kassel nach dem 4:0 auch nicht so gnadenlos aufgegeben - für die Gästefans ab da eine absolute Zumutung, was die Huskies anschließend aufs Eis "zauberten".
Natürlich fängt das Spiel am Donnerstag wieder bei Null an, doch wenn man sich über fast 30 Minuten so gehen lässt, wie die Huskies gestern, so läuft man durchaus Gefahr den kämpferischen Faden nicht umgehend wiederzufinden. Hoffen wir mal, dass es so ist.

Tor:
Conklin hält erneut seinen Kasten komplett sauber, prüft allerdings ebenso erneut, ob auch niemand vergessen hat die Batterien für den Herzschrittmacher zu erneuern.

Verteidigung:
Sehr gut. Bis zum Schluss voll konzentriert und bemüht Ty den zweiten shut-out zu ermöglichen.
Lars Brüggemann bisher der herausragende Akteur in den Play-Downs - steht in Sachen Einsatz und Leidenschaft Sebastian Osterloh in nichts nach.
Sascha Genze ist tatsächlich, still und heimlich, zu einem waschechten DEL-Verteidiger gereift. Ich würde sagen: Vertragsverlängerung nicht ausgeschlossen! Wer hätte das zu Beginn der Saison gedacht?
Dale Clarke schießt öfter von der Blauen und ruft endlich seine eigentlichen Vorzüge, nämlich das Offensivspiel, ab.

Sturm:
Nichts anfassen! Alles so lassen!
Andrej Kaufmann schießt ein wichtiges Tor im ersten Spiel, legt reihenweise auf, boxt sich, strahlt Selbstbewusstsein aus - was´n hier los?
Alle vier Reihen funktionierten - mehr kann man ja nicht verlangen...

Fans:
Jau, dass hat Spaß gemacht. Vielleicht haben wir, nach langer Zeit mal wieder, auch auswärts endlich was zu Lachen. Sonst gerät unser Team langsam in den Verdacht, dass die nur auswärts gewinnen, wenn möglichst wenig Grizzlies zugucken ;-) mb

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