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EHC - SERC Wild Wings 4:7

Auch im dritten Aufeinandertreffen der Grizzlies mit den Wild Wings zog das Team von Trainer Bob Leslie den kürzeren.
Dabei offenbarte der EHC ein absolut desaströses Defensivverhalten, welches den Wolfsburgern im zweiten Drittel komplett das Genick brach und die schwindende Schar der Anhänger gegen die Heimmannschaft aufbrachte.
Obwohl die letzten Wochen deutlich die Probleme der Grizzlies dokumentierten scheint seitens Hauptsponsor Skoda kein Signal ausgesendet zu werden, dass den Verantwortlichen einen finanziellen Handlungsrahmen einräumen würde.

1.Drittel
Von Beginn an deutete sich ein offener Schlagabtausch zwischen den beiden Kontrahenten an. Sowohl Grizzlies als auch Wings verzichteten weitestgehend auf vorsichtiges Abtasten und besonders der EHC zeigte deutlich, dass er gewillt war die Partie mit einem frühen Treffer auf den richtigen Weg zu bringen. Daraus wurde leider nichts.
Zunächst waren es nämlich die Wild Wings, die nach überstandener Unterzahl und erstem Angriffsdruck der Gastgeber in der 6.Minute über das sauber herausgespielte 0:1 durch Whitecotton jubeln durften.
Wolfsburg hielt weiter den offensiven Kurs, glich in der 11.Minute durch Andreas Geisberger aus, der ein wunderschönes Anspiel von Tim Schneider (ja - er durfte mitspielen) mustergültig zum 1:1 verwertete.
Drei Minuten später waren es dann eben diese beiden Grizzlies, die beim nächsten Gegentreffer Pate standen und nicht verhindern konnten, dass Stramkowski das 1:2 durch Münsters Schoner markierte.
Doch auch diesmal hatten die Youngsters im EHC-Team die passende Antwort parat und so ließ Herbert Geisberger in der 15.Minute den Gästegoalie Haas nervenstark aussteigen und schob zum 2:2 ein.
Wiederum eine Minute später durfte sich Kurtz gerade einmal 16 Sekunden auf die Strafbank setzen - da durfte er nach dem 2:3 durch Moger auch schon wieder mitspielen. Zum zweiten Mal hatte Münster die Schoner nicht rechtzeitig zusammen bekommen. Die Grizzlies wirkten bis zum Drittelende leicht entnervt...

2.Drittel
Ein Katastrophendrittel wie zuletzt das 3.Drittel gegen Bremerhaven.
Der EHC glänzte mit dummen Strafzeiten und jämmerlichem, chaotischem Abwehrverhalten.
23.Minute: 2:4 bei doppelter überzahl durch Darrell Hay.
32.Minute: 2:5 durch Stramkowski, der einen Schuss von Hoffmann unhaltbar in den Winkel abfälscht
35.Minute: 2:6 durch Frosch
Das 3:6 in der 40.Minute, als Wietfeldt bei angezeigter Strafe vollstreckte, fand nur noch wenig Gnade beim Wolfsburger Publikum.
Verständlich, angesichts der wenig überzeugenden Leistung, die besonders die sogenannten "Leistungsträger" in Reihen der Grizzlies bis dahin geboten hatten.

3.Drittel
Das Band zwischen Fans und Mannschaft war zerschnitten.
Allein die Bemühungen einiger junger Spieler wussten zu gefallen, konnten aber die insgesamt miserable Vorstellung nicht wett machen.
Dass Whitecotton zum 3:7 (49.Min) und schließlich Kosick zum 4:7 (55.Min) Endstand einnetzten waren nur noch Randnotizen.
Beim siebten Treffer skandierten sowohl Gästefans als auch einige Wolfsburger "nur noch drei"...ein trauriger Eishockeyabend ging zu Ende.

 

Mein subjektiver Eindruck:
Wie einst Günter Wallraff sind wir nun "Ganz unten".
Das betrifft sowohl die Leistung großer Teile unserer Mannschaft, die Handlungsfähigkeit unserer Verantwortlichen (Skoda und Aufsichtsrat blockieren) als auch die Stimmungslage der Fans, die noch bereit sind dieses wochenlange Siechtum anzuschauen.
Es ist eine Qual sich dieses unkoordinierte Gestocher und blinde Anrennen auf dem Eis anzuschauen.
Es ist eine Qual sich die völlig ausgepowerten und überspielten Leistungsträger anzuschauen, die offenbar von einigen sogenannten Leistungsträgern keinerlei Entlastung zu erwarten haben.
Es ist eine Qual sich die Spottgesänge der eigenen Fans anzuhören, die irgendwie ihren Frust loswerden wollen, aber den Abend dadurch auch nicht erbaulicher werden lassen.
Es ist eine Qual am nächsten Tag zur Arbeit zu fahren - ohne schöne Erinnerungen ans Wochenende, sondern mit jeder Menge ärger und Sorgen im Gepäck.
Es ist eine Qual ein Grizzly zu sein, aber meinen Stolz auf diesen Verein lasse ich mir von einem unfähigen Trainer und ein paar undisziplinierten und unselbstständigen Spielern nicht wegnehmen!

Tor:
Jan Münster mit zwei Klöpsen zum 1:2 und 2:3, trug nicht dazu bei das Spiel in den Griff zu bekommen. Als alles zu spät war hielt er plötzlich ausgezeichnet - da brauchen wir es dann allerdings nicht mehr.
Wie ich schon einmal zu Beginn der Saison erwähnte: Er kann mit einer vernünftigen Defensivleistung des Teams gute Leistungen einbringen, aber ein strauchelndes Team kann er nicht stützen bis es sich wieder fängt.

Verteidigung:
Welche Verteidigung?
Geisberger und Schneider mit engagierter Vorstellung, wobei man Schneider die fehlende Spielpraxis anmerkte. Beim 1:2 wurden die beiden von den Stürmern eiskalt im Stich gelassen - muss echt Spaß machen, wenn man solche Mitspieler hat.
Thomas Gödtel ist gar kein Eishockeyspieler - ich bin mir da mittlerweile eigentlich sehr sicher: Er kann nicht Schlittschuhlaufen, er kann nicht mit dem Stock umgehen, er kann nicht schießen...ach ja! Blöde Strafen kassieren und überheblich übers Eis cruisen, um sich dann überlaufen zu lassen: Das kann er gut!

Sturm:
Geisberger, Kostyrev, Samendinger und Kosick mit gutem Einsatz.
Hat der Rest eigentlich mitgespielt?
Regan, Zurek und Delisle nicht existent.
Simon, Wietfeldt, Sommerfeld und Lingemann mit Ansätzen zur Spielteilnahme.
Von wegen Sturm. Ein träger Darmwind war das - mehr nicht.

Fans:
Kein Kommentar. Einen Versuch gebe ich der Sache noch, dann schaue ich mir das Spiel von einer anderen Stelle aus an - im "Fan-Block" bekomme ich momentan eher Depressionen.mb

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