header
Log in
A+ A A-

EHC - Lausitzer Füchse 6:3

JAAAAAAAAA! HEIMSIEG! NACH 2 MONATEN DER ERSTE HEIMSIEG!!!!
Nach schwungvollem Beginn der Wolfsburger ließen diese sich durch zwei Gegentreffer erneut verunsichern und es wurde der erwartet harte Kampf um die Punkte.
Erst im letzten Drittel entschieden die Grizzlies die Partie mit viel Einsatz und starkem Willen für sich und bezwangen die Gäste aus der Lausitz letztendlich verdient mit 6:3.
Hatten die Füchse aus Weißwasser zuletzt noch gegen Straubing und Schwenningen die Oberhand behalten, so stoppte der EHC deren kleine Serie von vier Siegen in Folge mit einer beherzten kämpferischen Leistung.

1.Drittel
Wie so oft zeigten die Gastgeber sich zum Auftakt sehr bemüht und legten auch gleich ein flottes Tempo aufs Eis.
Schon in der vierten Minute durften der Wolfsburger Anhang, an diesem Abend sehr überschaubar, den ersten Treffer der Grizzlies zum 1:0 bejubeln:
Jan Zurek hat endlich einmal wieder für seine Farben einnetzen können und der zarte Optimismus auf den Rängen bekam ein wenig erste Nahrung.
Doch schon wenig später bot sich den nach einem Erfolgserlebnis darbenden Fans ein viel gewohnteres Bild - in der 6.Minute wanderte Kurtz auf die Strafbank und nur 45 Sekunden später stand es 1:1 durch einen Treffer von Rochefort.
Der EHC reagierte sofort nervös, verlor die anfängliche Entschlossenheit und begann mehr und mehr in der Defensive zu Schwimmen.
Fünf Minuten ging das Ganze irgendwie noch glimpflich ab, dann fasste sich Gagnon ein Herz und überwand Jan Münster von der Blauen während diesem vom eigenen Mann die Sicht versperrt war: 1:2 in der 12.Minute.
Die Gäste hätten mit dieser oder einer höheren Führung in die Kabinen gehen können, doch zum Glück für die Grizzlies stellten sie sich selbst ein Bein.
Nachdem in der 17. und 18.Spielminute Wildgruber und Gagnon für je 2 bzw. 2 + 10 Minuten vom Eis gehen mussten, gelang nach einer eher enttäuschenden 5:3 überzahl Todd Simon bei 5:4 auf dem Eis doch noch der 2:2 Ausgleich - stolze 36 Sekunden vor Drittelende.
Eine Vorentscheidung war damit noch einmal abgewendet.

2.Drittel
Die Wolfsburger zeigten sich trotz des späten Ausgleichs nicht wieder auf der Höhe des Geschehens und so war es nach drei Minuten wie so oft ein Abwehrfehler, der den nächsten Treffer der Füchse einleitete - 2:3 durch Morgan Warren (23.Min)
Bis Mitte des Drittels wollte sich keine Ordnung im Spiel der Grizzlies einfinden, so dass der knappe Rückstand mehr als glücklich schien.
Dann war es aber Zurek, der die Wolfsburger zum zweiten Mal an diesem Abend jubeln ließ:
3:3 Ausgleich in der 31.Minute nach einem sehenswerten Break des EHC-Torjägers, der seine alljährliche Ladehemmung wie immer zum Weihnachtsfest abzulegen scheint.
Die Grizzlies, nun wieder ebenbürtig aber weiß Gott nicht überlegen, erspielten sich jetzt ihrerseits Torchancen ohne dabei allerdings allzu zwingend zu wirken.
Unentschieden ging es zum zweiten Mal in die Kabinen.

3.Drittel
Zum Erstaunen und zur Freude der Heimfans zeigten sich die Gastgeber im letzten Spielabschnitt endlich einmal wieder von ihrer besten Seite:
Engagiert und bis zum äußersten entschlossen traten die Spieler des EHCs auf - und der Lohn dafür sollte ihnen nicht verwehrt bleiben.
Nach zahlreichen ausgelassenen Torchancen (oh Wunder, oh Wunder!) sollte am Ende doch noch alles gut werden:
4:3 durch Kurtz in überzahl, der damit seine wackelige Vorstellung des ersten Drittels ein wenig kompensieren konnte.(50.Min)
5:3 durch Wietfeldt, der eine überragende Vorstellung mit einem Tor krönte.
Als hätte die Mannschaft aus dem Spiel gegen Bremerhaven gelernt kämpften die Grizzlies in den Schlussminuten verbissen wie kaum zuvor gesehen, obwohl (oder gerade deswegen) von den Gästen aus der Lausitz kaum noch Gefährliches auf das Gehäuse von Jan Münster kam.
Das 6:3 durch Kosick, vier Sekunden vor Schluss, war dann lediglich das Sahnehäubchen auf den ersten Heimsieg seit zwei Monaten.


Mein subjektiver Eindruck:
Tja. Nachdem die Mannschaft den heimischen Palast derartig leergespielt und den verbleibenden Rest der Fans derartig deprimiert hat, dass die rund 200 Anhänger aus Weißwasser zwei Drittel lang ein Auswärtsspiel für unser Team simulieren konnten...
Ein Schelm, der Böses dabei denkt.
Bei weitem keine überragende Partie der Grizzlies, aber vor allem das letzte Drittel war ein großer Schritt in die richtige Richtung.
Da die Chancen den "Trainer" loszuwerden mit diesem Spiel erneut gesunken sein dürften, bleibt zu hoffen, dass die Mannschaft weiter an sich arbeitet und vielleicht doch noch zur erwarteten Offensivstärke findet.
Defensiv dürfte vor der Rückkehr von Fibiger und Genze nicht viel Besserung in Sicht sein.

Tor:
Jan Münster solide. Besonders im ersten Drittel Opfer der Chaosanfälle unserer Verteidigung.
Wirkt nach wie vor nicht selbstbewusst genug, um der Mannschaft Halt zu geben.
Rausfahren, um eine zu weit vorgelegte Scheibe weg zu schießen, ist nicht wirklich sein Ding...

Verteidigung:
Weiterhin der Schwachpunkt der Mannschaft.
Kurtz mit Wacklern und Fehlpässen, aber auch dem wichtigen 4:3.
Frenzel solide, Brüggemann mit ansteigender Form.
Andreas Geisberger mit einer überzeugenden Leistung, setzte auch offensiv Akzente.
Tim Schneider zeigte erneut, warum er so viel besser als Thomas Gödtel ist: Schneller, beweglicher, besseres Auge für den Mitspieler, präzisere Pässe, kein bisschen überheblich.
Die geradezu riesigen Eiszeiten für Gödtel in der bisherigen Saison sind für mich, neben dem fehlenden Spielsystem, das fleischgewordene Sinnbild des Versagens eines Bob Leslie - so wenig Talent kann auch das selbstbewussteste Auftreten nicht wett machen.

Sturm:
Zurek, Regan, Wietfeldt - ganz großes Kino. Den Film möchte ich noch ein paar Dutzend mal sehen!
Simon und Kosick bemüht und mit der ein oder anderen guten Aktion.
Delisle offenbar nur auswärts torgefährlich - zu Hause eher blass und schlapp.
Samendinger, Lingemann und Sommerfeld mal wieder verdächtig unauffällig...
Kostyrev und Herbert Geisberger mit überzeugender Vorstellung - schnell und einsatzfreudig unterwegs, wirkten sehr frisch.

Fans:
Schon der augefallene Einlauf der Mannschaft deutete an, wie die Aktien zwischen Fans und Mannschaft mittlerweile stehen.
Wäre das Spiel nicht zu unseren Gunsten ausgegangen, wäre das ein sehr trauriger Abend geworden.
Zum ersten Mal seit langer, langer Zeit können die Gästefans tatsächlich behaupten ein Heimspiel im Eispalast erlebt zu haben.
Erst als die Grizzlies auf dem Eis auf die Gewinnerstraße gelangten, kam von den heimischen Rängen so etwas wie Stimmung zurück.
Die letzten treuen Anhänger hatten bis dahin eher deprimiert geschwiegen als Gesänge anzustimmen oder den Frust heraus zu schreien.
Zumindest kamen sich die Trommler gegen Ende der Begegnung nicht mehr wie Alleinunterhalter vor, wenn auch die Ehrenrunde sowohl von Seiten der Fans als auch der Mannschaft nur spärlich besucht und weniger euphorisch als gewohnt zelebriert wurde.
Es gibt, verständlicherweise, noch einiges zu kitten im Verhältnis zwischen Team und Fans - das war ein wichtiger Schritt aufeinander zu.
Hoffen wir, dass weitere folgen. Von beiden Seiten.mb

Besucherzähler

Besucher gesamt: 4.561.567
Besucher heute: 347
Besucher gestern: 904
Max. Besucher pro Tag: 7.174
gerade online: 1
max. online: 95
Seitenaufrufe gesamt: 8.740.432
Seitenaufrufe diese Seite: 321
counter   Statistiken

DEL-News