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EHC - ESV Kaufbeuren 2:0

Der EHC meldet sich zurück in den Play-off Rängen!
Rechtzeitig zum Entscheid des Hauptsponsors über ein weiteres Engagement kommen die Grizzlies zurück auf den achten Platz, der ihnen die Möglichkeit des Aufstiegs weiterhin erhält und der als Minimalziel von Skoda angegeben wurde.
Dabei endete schon zum dritten Mal eine Begegnung gegen die Joker aus Kaufbeuren mit 2:0 - glücklicherweise zum zweiten Mal hintereinander für die Wolfsburger.
Damit gelang in der Tabelle der so wichtige Platztausch mit den Gästen, den es am Sonntag zu verteidigen gilt.

1.Drittel
Der Einstieg ins Spiel gelang den Grizzlies hervorragend: Schon im ersten Powerplay gelang dem stark aufspielenden Preston Callander nach gut zwei Minuten die 1:0 Führung.
Dass es in überzahl an diesem Abend auf Wolfsburger Seite trotzdem nicht gut laufen würde, verriet allerdings schon das Zustandekommen des ersten Treffers - in Formation gelang den Gastgeber sowohl in diesem, als auch den zahlreichen kommenden Powerplays nicht all zu viel.
So hatte Callander ein langes Anspiel von Lars Brüggemann an die gegnerische blaue Linie zur Führung verwerten können. Derartige Fehler beim Reihenwechsel leisteten sich die Gäste in der Folgezeit nicht mehr.
Zwei weitere überzahlsituationen für die Grizzlies blieben im Laufe des Drittels folglich ungenutzt, Regan und Callander vergaben dabei die größten der sich bietenden Möglichkeiten, bevor Frenzel kurz vor der Pause einen Schlenzer ans Lattenkreuz setzte.
Der Gast wirkte hingegen recht harmlos und kam nur selten zu Torchancen - die Negativserie der Kaufbeurer ließ sich deutlich am Verlauf des ersten Drittels nachvollziehen.

2.Drittel
Abgesehen von einer kurzen Phase der überlegenheit für jeweils jede Mannschaft - für den EHC zu Beginn und für den ESV am Ende des Drittels - blieb dieser Spielabschnitt farblos und beide Teams wirkten verkrampft, wollten offenbar keinen Fehler begehen und vergaßen dabei ein wenig das Eishockeyspielen.
Zum Wolfsburger Leidwesen fiel im Laufe des Drittels Jan Zurek nach einem fairen, aber harten Check mit einer Schulterverletzung aus und Wietfeldt rückte für ihn in die erste Reihe.
Die wenigen Kaufbeurer Chancen machte Rogles souverän zunichte, so dass es unverändert mit 1:0 in die zweite Pause ging.
Auch die Tatsache, dass HSR Langer, völlig zu Recht, nicht eine einzige Strafzeit verteilte, offenbarte den unspektakulären Charakter dieses Drittels...

3.Drittel
Das letzte Drittel begann zur Freude der Wolfsburger Fans wieder wie das erste:
Gerade einmal anderthalb Minuten waren gespielt, da netzte erneut Callander nach 18 Sekunden überzahl zum 2:0 ein.
Auch in der Folgezeit strahlte die Reihe um Callander mit Kosick und Regan am meisten Gefahr aus. Leider blieb vor allem Tim Regan in seinen Entscheidungen ohne Glück und konnte keine seiner guten Chancen im Laufe der Begegnung verwerten.
Die Intensität der Partie nahm nun endlich zu und es wurde wieder ein packenderes Spiel als noch im zweiten Abschnitt - natürlich auch wieder mit Strafzeiten auf beiden Seiten.
Da Kaufbeuren streckenweise überfordert wirkte, wunderte es auch kaum, dass der Großteil der Strafzeiten auf das Konto der Allgäuer ging.
Doch das überzahlspiel der Grizzlies blieb dürftig und so konnte der EHC sogar zwei 5-3 Situationen nicht zu einem weiteren Torerfolg nutzen.
Die Freude über den Sieg gegen einen direkten Konkurrenten um Platz acht war nach Abpfiff natürlich groß, wenn auch nicht so euphorisch wie nach einem wirklich knappen Spiel.
Denn obwohl zwei Treffer im Eishockey nicht viel sind, schien schon das Erzielen eines einzigen Tores für die Kaufbeurer mehr als Fiktion denn als reale Möglichkeit.


Mein subjektiver Eindruck:
Beide Teams wirkten auf mich nicht, als ob sie sich der Bedeutung der Partie bewusst wären.
Wobei mich das Wolfsburger Spiel fast an die Zeiten unter Mikes erinnerte: Sehr kontrolliert und nur dann druckvoll, wenn der Gegner Schwächen offenbarte. Kaufbeuren stellte an diesem Abend jedenfalls keinen echten Prüfstein für den EHC dar - derart harmlose Gäste haben wir schon lange nicht mehr begrüßen dürfen.
Richtig mitreißend war das jedenfalls alles nicht. Spätestens bei der Raupe war den Minen der Wolfsburger Spieler deutlich zu entnehmen, dass sie auch nicht gerade begeistert von ihrer Leistung waren: Im Prinzip hätte man halt mindestens 5 oder 6 Tore machen müssen.
Statt dem möglichen Schützenfest wurde es dann aber der beschriebene eher glanzlose Arbeitssieg.

Tor:
Rogles scheint den Warnschuss aus dem Bietigheimspiel verstanden zu haben.
Am eigenen Geburtstag der Nr.2 bei einer ausgezeichneten Leistung zuzuschauen war wohl ein deutlicher Weckruf.
Voll konzentriert hielt er alles was auf den Kasten kam, wenn das auch nicht so viel Gefährliches wie sonst war...
Hatte im letzten Spiel gegen Kaufbeuren noch Münster seinen einzigen shut-out der Saison gefeiert, so war diesmal Rogles dran.

Verteidigung:
Insgesamt eine gute und fast fehlerfreie Partie unserer Abwehr. Im kreativen Spielaufbau immer noch nicht viel los.
Brüggemann mal wieder mit einer besseren Leistung, teilweise sogar brauchbare Aufbaupässe - so wie beim 1:0.
Frenzel teilweise im Reich der Träume - steht an der Bande und wartet auf den Puck, während ein Gegner in der Rundung hinterher fährt und das Teil (den Puck) mitnimmt.

Sturm:
Die erste Reihe zeigte sich sowohl mit Zurek als auch mit Wietfeldt nicht so gefährlich wie gewohnt.
Die zweite Reihe hatte eigentlich nur Regans Abschlussschwäche als negativen Aspekt zu bieten. Ansonsten schönes Zusammenspiel zwischen Kosick, Regan und Callander, der einen absoluten Sahnetag erwischte und mittlerweile wieder auf seinem vollen Leistungsniveau angekommen zu sein scheint.
Die restlichen 1,5 Reihen waren zwar kämpferisch bemüht, spielerisch hingegen enttäuschend.

Fans:
Obwohl das Spiel alles andere als rasant war, haben wir das Beste daraus gemacht und das Team gerade im letzten Drittel gut unterstützt.
Im zweiten Drittel drohte nicht nur das Geschehen auf dem Eis einzuschlafen...
Insgesamt schienen die Fans am Ende zufriedener als das Team selber - derart ernste Minen habe ich nach einem gewonnen wichtigen Spiel jedenfalls lange nicht mehr gesehen.mb

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