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EHC - EHC Freiburg 3:2

Auch im zweiten Aufeinandertreffen der beiden Konkurrenten um Platz acht zog der Gast aus Freiburg in Wolfsburg deutlich den kürzeren.
Wenn das Ergebnis auch kaum Aufschluss über die Spielanteile gab, so konnte angesichts des Spielverlaufs durchaus von einer klaren Angelegenheit für die Wolfsburger gesprochen werden.
Die Gäste konnten lediglich gegen Ende der Begegnung so etwas wie Druck auf das Gehäuse von Rogles ausüben, ansonsten suchte man gelungene Spielzüge und zwingende Aktionen auf Seiten der Wölfe meist vergebens.
Damit hat der EHC mittlerweile 10 Punkte Vorsprung auf seinen direkten Verfolger aus dem Breisgau und scheint mit dem nun gewonnenen direkten Vergleich im Rücken endgültig für die Play-offs qualifiziert zu sein.

1.Drittel
Zu Beginn der Partie zeigten die Grizzlies am deutlichsten, warum die Wölfe aus Freiburg an diesem Abend keine Chance haben sollten.
Gleich in der ersten Minute musste Khaidarow für die Gäste auf die Strafbank und Wolfsburg machte mächtig Dampf in überzahl, doch der letzte zwingende Spielzug vorm Tor fehlte.
Aber auch in ihrer ersten Unterzahl sahen die Gastgeber fast besser als die Breisgauer in überzahl aus und erzielten in der 5.Minute fast den Führungstreffer, als Regan einen Konter der Grizzlies nicht erfolgreich abschließen konnte.
In der Folgezeit spielten eigentlich nur noch die Wolfsburger, die lediglich im Abschluss die letzte Konsequenz vermissen ließen. Freiburg fand im ersten Drittel, zumindest offensiv, praktisch nicht statt.
In der 11.Minute war es dann der in den letzten Wochen immer stärker aufspielende Justin Kurtz, der einen schönen Querpass von Simon zum 1:0 in die Maschen jagen konnte.
Sehenswert war hierbei auch das Stellungsspiel der Wolfsburger im Angriffsdrittel, als Firsanov in die Verteidigerposition hinausrotierte, während Kurtz in Tornähe lauerte.
Die Grizzlies hielten den Druck hoch, drückten auf einen weiteren Treffer, doch zum Unvermögen im Abschluss kam dann leider auch noch Pech, als Todd in der 18.Minute in überzahl nur das Stangenkreuz traf.
So ging es unnötig knapp mit einem Tor Vorsprung in die Kabinen.

2.Drittel
Das Spiel wurde durch nachlassenden Angriffsdruck der Gastgeber offener, doch Freiburg zeigte sich nicht in der Lage die sich bietenden Möglichkeiten zu nutzen.
Zu harmlos blieben die Gäste vor dem Tor von Chris Rogles, so dass die Grizzlies mit Fibigers Treffer zum 2:0 in der 29.Minute wiederum den einzigen Treffer des Drittels für sich verbuchen konnten.
Vom spielerischen Niveau der Anfangsminuten war nun kaum noch etwas übrig geblieben und allein mit Kampf war auf beiden Seiten nicht sonderlich viel zu erreichen.
Die größeren Spielanteile behielten trotzdem die Wolfsburger.

3.Drittel
Mit einer aus dem zweiten Drittel noch laufenden Strafe startete der EHC ins letzte Drittel - und fing sich auch prompt nach 37 Sekunden den 2:1 Anschlusstreffer durch Markus Schröder, der den ersten wirklich schnell und gut strukturiert vorgetragenen Angriff der Freiburger in überzahl erfolgreich abschließen konnte.
Freiburg witterte sichtbar Morgenluft, drückte jetzt verstärkt auf das Grizzlygehäuse, wusste vorerst jedoch noch nicht zu gefallen.
Für Feinschmecker war das Gebotene schon lange nicht mehr und doch: Auch kämpferisch hätte man nun von Freiburger Seite einfach mehr erwartet!
Fast überraschend fiel dann in der 55.Minute auch auf Seiten der Wolfsburger der erste überzahltreffer der Partie:
Todd Simon schloss ein starkes Powerplay zum 3:1 ab, als er den Puck aus dem Rückraum an Freund und Feind vorbei ins Eck hämmerte.
Die Grizzlies wirkten allerdings weiterhin etwas gebremst, stürmten nicht um jeden Preis und boten ab der Mitte des Spiels nicht wirklich viel fürs Auge.
Doch erst als der wirklich schlecht leitende Hauptschiedsrichter Kleiner in der letzten Minute gleich zwei Grizzlies vom Eis schickte, kamen die Wölfe noch einmal richtig in Fahrt und markierten kurz vor Schluss, erneut durch Schröder, in doppelter überzahl den 3:2 Anschlusstreffer.
Mehr war aber beim besten Willen für die Gäste nicht drin und so blieb es bei der insgesamt absolut gerechten Punkteverteilung - Wolfsburg: 3 Freiburg: 0


Mein subjektiver Eindruck:
Irgendwie war das ein seltsames Spiel. Zu Beginn wirkte es wie das letzte, wirklich großartige, Heimspiel gegen die Wölfe, dann aber entwickelte sich ein absolut zerfahrenes Spiel mit immer defensiver und zahmer agierenden Gastgebern.
Jeder andere Gegner hätte spätestens im letzten Drittel, vermutlich schon eher, die Wolfsburger Selbstzufriedenheit mit Gegentreffern bestraft - Freiburg hingegen erschien einfach zu schwach in der Spielanlage, aber auch in der absoluten Bereitschaft das Ding zu drehen.
Offenbar hatte der unter der Woche gefeuerte Wölfetrainer Obresa mit seinen Aussagen bezüglich des Verpassens der Play-offs nicht so unrecht...

Tor:
Rogles fehlerlos und bei beiden Gegentreffern machtlos.
Allerdings hatte er phasenweise nicht gerade viel Chancen sich auszuzeichnen.

Verteidigung:
Einzelkritik fällt angesichts der äußerst soliden Vorstellung aller Beteiligten recht schwer.
Einzig Lars Brüggemann sollte man endlich für regenerative Maßnahmen bis zu den Play-offs freistellen. Wenn er tatsächlich noch mit Beschwerden im Knie und Tinitus im Ohr jedes Mal für uns aufläuft, so ist das aller Ehren wert - doch gesund wäre er in der entscheidenden Phase der Saison ungleich wertvoller für das Team. Er wirkt auf jeden Fall häufig gehemmt und etwas steif.

Sturm:
Nicht sonderlich effektiv und nur ein Drittel lang spielerisch überzeugend.
Die dritte und vierte Reihe fast ohne jegliche Durchschlagskraft nach vorne, dafür defensiv überzeugend. Einzig Wietfeldt wirkte mit seiner Gefährlichkeit in diesen Reihen etwas verschenkt. (Zusammensetzung variierte während der Partie)
Tim Regan entwickelt sich langsam zum personifizierten Chancentod, nahm damit der recht gut zusammenspielenden 2.Reihe einen Teil der fleißig erarbeiteten Früchte.
Die 1.Reihe wirkte nur im 1.Drittel so begeisternd, wie zuletzt.
Insgesamt wirkte die Angriffsabteilung trotz lediglich einer Partie an diesem Wochenende etwas kraftlos. Seltsam.

Fans:
Stimmung war streckenweise ganz okay. Aber die komische Spielentwicklung übertrug sich, besonders im zweiten Drittel, auch auf die Ränge. Leicht irritiert bestaunte man da schweigend das Gestochere von beiden Teams unten auf dem Eis.

Schiri:
Grottenschlecht. Als Spieler muss man sich diese Saison doch völlig verarscht vorkommen.
Der eine Schiedsrichter pfeift jede kleinste Andeutung einer Regelwidrigkeit - besonders im Bereich der verschärften Regelauslegungen.
Der andere Schiedsrichter lässt im gewohnten Rahmen weiterlaufen.
Und dann kommt HSR Kleiner und macht Sachen, die kein Mensch wirklich verstehen kann und will.
Auf beiden Seiten schien er es sich zur Aufgabe gemacht zu haben nur das zu pfeifen, was keiner gesehen hat. Wenn etwas offensichtlich ist, dann kann da ja was nicht stimmen...
Halten des gegnerischen Stocks scheint völlig in seinem Strafenkatalog zu fehlen. Beinstellen umfasst neuerdings auch das Stolpern über einen am Boden liegenden Gegner usw. usw. usw. ...
Höhepunkt der, wir hoffen das zumindest mal, Unaufmerksamkeit des Referees stellte dann die Szene nach dem 3:1 für Wolfsburg dar, als Gästekeeper Bronsard Christoph Wietfeldt nach dem Tor das Stockende auf den Kopf schlug (und ich meine schlagen, nicht berühren) - klare Matchstrafe. Es gab nicht einmal zwei Minuten, da HSR Kleiner offenbar mit seinen Gedanken schon wieder woanders war.mb

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