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EHC - EV Regensburg 6:1

Manche Wünsche werden doch noch wahr. Zum ersten Mal in dieser Saison dominierte der EHC ein Heimspiel absolut souverän und überzeugte obendrein auch noch im Abschluss.
Dass dieser deutliche 6:1 Erfolg zudem mit Regensburg gegen einen hoch gehandelten Titelaspiranten gelang, versüßte den Triumph natürlich zusätzlich und gab der Hoffnung auf einen doch noch erfolgreichen Saisonverlauf neue Nahrung.
Angesichts der zuletzt überzeugenden Leistungen der Grizzlies machte sich im Anschluss dann auch allgemeine Zuversicht und Vorfreude auf Kommendes in der Eisarena breit.

1.Drittel
Nach ausgewogenem Beginn nutzte der EHC ausgerechnet die erste überzahl der Gäste, um den Eisbären schon früh den Zahn zu ziehen.
Gerade einmal 4:20 stand auf der Uhr, als Thomas Gödtel mit dem 1:0 sein zweites Saisontor - wiederum gegen Regensburg - feiern durfte. Simon hatte eine Minute vorher auf der Strafbank Platz genommen und der EVR hatte ordentlich Druck auf Rogles ausgeübt, sogar den Pfosten getroffen - im direkten Gegenzug scheiterte Regan nach Pass von Kosick zwar noch an Guryca, doch Gödtel war mit aufgerückt und netzte ein.
Regensburg wirkte halbherzig, teilweise zu brav, um den rasant auftrumpfenden Gastgebern Paroli bieten zu können.
Als die wenigen, wenn auch hochkarätigen, Möglichkeiten der Eisbären bei Rogles im Sand verlaufen waren und es dem seit Saisonbeginn im Abschluss etwas unglücklichen Wietfeldt gelang endlich ein Tor als Lohn aus seinen unglaublichen Mühen zu ernten, da war es um die Gäste eigentlich schon geschehen.
Die unermüdliche Kampfmaschine Wietfeldt war einmal quer durchs Regensburger Drittel und wieder zurück gepflügt, um mit dem 2:0 durch die Beine des Gästegoalies bereits in der 13.Minute die Weichen komplett auf Sieg zu stellen.
Die Gegenwehr der Eisbären wirkte jedenfalls bis Spielende fast alibihaft und leicht resigniert.
Nachdem Simon in der 19.Minute einen schönen Hintertorpass von Wikström auch noch zum 3:0 im Tor unterbringen konnte, waren die Messen nach dem ersten Drittel bereits gelesen.

2.Drittel
Wer die Gäste nun angriffslustig aus der Kabine kommen sehen wollte, wurde enttäuscht.
Fast mit Leichtigkeit dominierten die Gastgeber das Geschehen auf dem Eis, erspielten sich nun sogar mit weniger Aufwand weitere Möglichkeiten von denen Eric Dylla dann auch eine zum 4:0 in der 26.Minute verwerten konnte. Henrich hatte den Puck bei einer 2-1 Situation uneigennützig und maßgeschneidert auf ihn abgelegt, so dass Dylla lediglich einschieben musste.
Spannend wurde es, trotz Woolfs Anschlusstreffer in der 31.Minute zum 4:1 und der Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Michael Henrich nur eine Minute später, nicht mehr.
Zu konzentriert und motiviert zeigten sich nahezu alle Wolfsburger Akteure, so dass die Eisbären mit ihren streckenweise recht hilflosen Bemühungen auch in überzahl keinen weiteren Torerfolg verbuchen konnten.
Henrich wird den Grizzlies nun in Kaufbeuren fehlen, da er Masek per hohem Stock wohl einen Zahn ausgeschlagen hatte und, obwohl offenbar keine böse Absicht vorlag, korrekterweise für ein Spiel zuschauen muss. Die Aktion war im Rücken des gut leitenden HSR Vogl abgelaufen und so konnte die Strafe erst in der folgenden Spielunterbrechung von den Regensburger Spielern und (hoffentlich) einem Linesman gefordert werden.
Da das Spiel wegen einer Strafe gegen den Gästespieler Moborg unterbrochen worden war, ging es lediglich 3 Minuten mit Unterzahl für die Grizzlies weiter.
Am Ende konnten sich eigentlich eher die Eisbären glücklich schätzen, dass keine weiteren Treffer bis Drittelende zu vermelden waren - die besseren Chancen hatte nämlich erneut der EHC.

3.Drittel
Die Gäste, nun ohne jegliche Chance noch etwas zu bewirken, wurden teilweise regelrecht vorgeführt.
Lediglich eine nennenswerte Gelegenheit, wiederum durch Woolf, konnten sie für sich verbuchen, ansonsten zeigten die Gastgeber eine Galavorstellung in Sachen Eigenwerbung.
Zwei weitere Treffer mussten sich die Eisbären bis Spielende noch auf den Pelz brennen lassen, dann durften sie sichtlich geknickt aus der Halle schleichen.
5:1 in der 48.Minute durch David Danner, der mit seinem ersten Saisontreffer eine bärenstarke Partie, auch für die zu diesem Zeitpunkt auf dem Eis befindliche vierte Reihe, krönte.
6:1 in der 59.Minute durch Todd Simon in doppelter überzahl, der sich mit diesem Doppelpack hoffentlich endgültig auf der Bühne der Leistungsträger zurückmeldete.
Diesen bisher höchsten Heimsieg feierte man dann auch gebührend mit der bislang längsten Raupe der Saison...

Mein subjektiver Eindruck:
Ich mag eigentlich gar nicht glauben, dass die Regensburger soooo schwach waren, wie sie auf mich wirkten. Offenbar entwickelt sich unser Team zu einer Art Angstgegner für die Eisbären, ähnlich der Rolle, die die Pinguine aus Bremerhaven mittlerweile für uns spielen.
Auf jeden Fall war das derart dominant, dass es schon fast langweilig wurde. Besonders die vielen individuellen Leistungssteigerungen im Team, aber auch das Zusammenwachsen der bisher eher schwachen dritten Reihe machten mir sehr, sehr viel Freude!
Die Formkurve zeigt jedenfalls weiterhin nach oben und wer weiß: Vielleicht kann man am Dienstag dem scheinbar unschlagbaren Ligenprimus aus Kassel doch den ein oder anderen Punkt aus dem Kreuz leiern. Der erste Versuch vor heimischer Kulisse und die letzten Leistungen machen jedenfalls Mut.

Tor:
In zwei bis drei kurzen Phasen war Rogles durchaus gefordert, machte seine Sache aber tadellos. Ansonsten solide bis sehr gute Vorstellung.

Verteidigung:
Ich revidiere an dieser Stelle ganz deutlich meine Aussagen der letzten Wochen gegenüber den teilweise doch bedenklichen Aussetzern von Jesse Fibiger. Er hat sich trotz Verletzung in den Dienst der Mannschaft gestellt und muss nun leider teuer dafür bezahlen.
Zu was er und auch ein Lars Brüggemann in gesundem Zustand fähig sind, werden wir hoffentlich in ungefähr zwei Monaten wieder zu sehen bekommen.
Die "Verbliebenen" machten allerdings einen Spitzenjob!
Pudlick ungewohnt sicher und abgeklärt, überließ dem an seiner Seite gut aufspielenden Gödtel die Offensivakzente und was soll man sagen...es funktionierte klasse!
Danner mit einer Bombenvorstellung - auch ohne seine erstes Saisontor wäre er für mich das absolute Highlight der Abwehr gewesen. So freut es mich natürlich umso mehr, dass er mit dem ebenfalls konstant hervorragend spielenden Wilhelm zusammen die bisher genialste Partie ablieferte.
Elvis gewohnt bissig, strahlte immer viel Präsenz aus. Genze an seiner Seite gewohnt unauffällig, strauchelte durch die Mehrbelastung als erstes Verteidigerpärchen allerdings hin und wieder.
Tim Schneider leider nur Zuschauer.

Sturm:
Alle vier Reihen liefen angenehm rund.
1. Reihe - Simon, diesmal sogar mit Doppelpack, dreht immer mehr auf. Wikström mit solider Vorstellung, harmoniert mittlerweile akzeptabel mit Simon. Kaufmann leider wieder recht blass.
2.Reihe - Gewohnt einsatz- und spielfreudig. Etwas weniger Chancen, als zuletzt.
3.Reihe - Es geht voran! Wietfeldt, Dylla und - man höre und staune - Henrich harmonierten zum ersten Mal sehr ansehnlich. Auch Michael Henrich scheint nun den segenbringenden Aspekt des Abspiels zum Nebenmann (zwei Assists) entdeckt zu haben! Weiter so!
4.Reihe - Großes Actionkino mit Geisberger, Seyller und Breiter. Einsatz und freche Ideen am laufenden Band.

Fans:
Hm. Ich bin doch recht enttäuscht von der Stimmung in den ersten beiden Dritteln.
Viel mehr kann das Team uns doch nicht bieten. Aber irgendwie braucht der Funke momentan unglaublich lange, bis er mal auf die Ränge überspringt. Das, was von den Fans kommt, findet leider nicht die breite Unterstützung, die man braucht um so eine große Halle zum Wackeln zu bringen. Bis zur meist besuchsstarken Weihnachtszeit muss sich da noch gehörig was tun. mb

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