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EHC - Landsberg 2000 5:2

Im dritten Anlauf ist es den Grizzlies nun endlich gelungen dem Aufsteiger aus Landsberg alle drei Punkte abzuknöpfen.
Nach den anstrengenden Partien der letzten Wochen merkte man den Gastgebern recht schnell die Erleichterung über die frühen Führungstore an, die sie auch prompt den Rest des Spiels auf Sparflamme weiterspielen ließen.
Nachdem die Wolfsburger nun auch im neunten Spiel in Folge punkten konnten, rückten sie dem schwächelnden Spitzenreiter aus Kassel erneut um drei weiter Punkte näher auf den Pelz.

1.Drittel
Nach fünf, zugegebenermaßen sehr unterhaltsamen, Minuten war die Begegnung für die Gäste gelaufen. Allen voran Gästekeeper Ackers, der nach vier Gegentreffern in knapp fünf Minuten entnervt seinen Schläger zerdrosch und gegen Torsten Schmitt ausgewechselt wurde.
Die Chronologie des Landsberger Untergangs:
1:0 durch Christoph Wietfeldt nach Vorarbeit durch Pudlick (1:46)
2:0 durch Max Seyller, der einen Schlenzer von Dylla ins Tor lenkte (3:06)
3:0 wieder durch Wietfeldt, der ein klasse Anspiel von Danner einschieben konnte (4:22)
Es folgte eine Auszeit für Landsberg, 9 Sekunden später eine Strafe gegen Landsberg, dann...
4:0 durch Callander nach 23 Sekunden Powerplay (4:54)
Die Grizzlyfans kamen also zunächst gar nicht aus dem Jubeln und Torschützen ansagen raus...doch dann verflachte die Partie ebenso rasant, wie sie begonnen hatte.
Die Wolfsburger wurden nun langsam leichtsinnig, ließen die anfängliche Kompromisslosigkeit weitestgehend vermissen und handelten sich in der 14.Minute auch noch einen völlig überflüssigen Gegentreffer ein.
4:1 durch Stärk, der den zu weit aufgerückten Danner bis vors Tor der Grizzlies nicht an die Scheibe kommen ließ, um dann locker gegen die Bewegungsrichtung von Rogles einzuschieben.
Leider ahnte man im mäßig gefüllten Rund bereits, was im kommenden Spielabschnitt folgen würde...

2.Drittel
...Schongang!
Landsberg mühte sich nun zwar nach Kräften, erzielte in der 32.Minute sogar das verdiente 4:2 durch Vogl im Powerplay, hatte aber ansonsten weder die Mittel noch das nötige Glück, um Wolfsburg weiter in Bedrängnis zu bringen.
So konnten die Grizzlies dank Rogles und zwei verpassten one-timern der Gäste einen weiterhin beruhigenden Vorsprung in die zweite Pause mitnehmen und einer der langweiligsten Spielabschnitte dieser Saison war zur Erleichterung aller zu Ende.

3.Drittel
Nach einer kleinen Umstellung in der ersten Reihe (Geisberger für Kaufmann, der nur noch zuschauen durfte) und wohl einigen aufrüttelnden Worten seitens des Trainers, gelang es den Gastgebern zumindest wieder die Kontrolle über das Spielgeschehen zu verstärken. Wesentlich attraktiver wurde es dadurch zwar nicht, aber an diesem Abend zählte wohl nur noch der erste "Dreier" gegen den Aufsteiger und die damit verbundene Fortsetzung der Aufholjagd auf die Tabellenspitze der Liga.
Als Wikström dann in der 48.Minute in überzahl zum 5:2 einnetzte, waren die Messen endgültig gelesen und das Spiel plätscherte seinem Ende entgegen.

Mein subjektiver Eindruck:
Was soll man großartig lamentieren - die Jungs haben sich die Pause (die ungefähr 35 Minuten des Spiels ausmachte) wirklich verdient. Mit dem Zusatzspiel vom Dienstag in den Knochen und der Last der beiden Ausfälle von Brüggemann und Fibiger auf den Schultern hat das Team seine Sache trotzdem gut gemacht. Ein bisschen mehr hätte es vor heimischem Publikum schon sein dürfen, aber nach den Spitzenvorstellungen gegen Dresden und Regensburg kann man sich wohl schon kommenden Sonntag wieder auf einen heißen Tanz, dann gegen Tabellenführer Kassel, freuen.

Tor:
Rogles hält, was zu halten ist. Eine handvoll schöner Paraden stehen dem etwas unglücklichen Auftritt beim ersten Gegentreffer gegenüber. Alles im Soll. Vielleicht wäre es langsam an der Zeit Agricola einen Einsatz zu geben - gegen Crimmitschau wäre da eine gute Gelegenheit, bevor es zu Hause gegen Kassel geht...

Verteidigung:
Einsatz und übersicht stimmten bei allen im Großen und Ganzen.
Genze und Pudlick eher unauffällig.
Elvis ungewohnt unglücklich in seiner Schusswahl, kam kaum was am Tor an.
Danner erneut mit einer Riesenpartie, beim ersten Gegentreffer etwas zu euphorisches Stellungsspiel
Gödtel und Wilhelm solide und zuverlässig, Schneider endlich wieder mit Eiszeit - wirkt leider sehr schüchtern.

Sturm:
Dritte und vierte Reihe (spielte nur zwei Drittel) machten das Ding gleich zu Beginn klar.
Wietfeldt und Dylla in den ersten Minuten absolut genial und hellwach. Die vierte Reihe mit Dylla, Geisberger und Seyller machte einen guten Eindruck, musste im letzten Drittel aufgelöst werden, da Geisberger für den schwachen Kaufmann in die erste Reihe wechselte und prompt am fünften Treffer beteiligt war. Dylla danach nur noch in der dritten Reihe mit Wietfeldt und Henrich aktiv.
Die zweite Reihe wusste im spielerischen Bereich mal wieder am meisten zu überzeugen, ließ aber ihre Torchancen, bis auf den Treffer von Callander, leider komplett aus. Zum Glück ist das in diesem Team mittlerweile kein Problem mehr!
Simon und Wikström eher unauffällig, Kaufmann blieb als einziger Akteur des EHC in der bisherigen Saison auch weiterhin die große Initialzündung schuldig. Wir drücken ihm weiter die Daumen, zumal es in einem gut funktionierenden Team doch leichter werden sollte, sich frei zu spielen...

Fans:
öde. Ein paar Minuten Spaß, dann wurde es sehr, sehr mau. Lag zwar vor allem am Spiel, aber es gab Zeiten, da ging das auch bei so einem zähen Ding irgendwie besser. Das nächste Heimspiel, bei dem mit ca. 700-800 Kassler Anhängern zu rechnen ist, dürfte sehr interessant werden. mb

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