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EHC - Schwenninger Wild Wings 6:2

Die Zeichen verdichten sich, dass das Jahr 2007 ein wirklich gutes für den EHC Wolfsburg und seine Fans werden könnte. Nach den beiden letzten Jahren mit Zwangsabstieg, Restemannschaft und jeder Menge Personalsorgen, scheint das Glück allmählich in den Allerpark zurückzukehren. Mit dem nun siebten Sieg in Folge (das Nachholspiel gegen Crimmitschau mitgerechnet) untermauerten die Grizzlies ihre brillante Form und dürfen mittlerweile nicht nur auf dem Papier und in Presseerklärungen ernsthafte Aufstiegsambitionen anmelden.
Auf beeindruckende Art und Weise bekamen auch die Gäste aus Schwenningen, die in den letzten Wochen ebenfalls einen starken Lauf hatten, eben diese Form zu spüren.

1.Drittel
Zunächst deuteten die Wild Wings zumindest an, warum sie nicht nur bei ihrem letzten Gastspiel in Wolfsburg, sondern seit Anfang Februar auch in der gesamten Liga für anerkennende Stimmen gesorgt hatten. Man begegnete dem EHC weitestgehend auf Augenhöhe, hatte aber zu Beginn erst einmal zwei Strafzeiten zu überstehen - was nicht ganz gelang.
Bereits in der 6.Minute brachte Michael Henrich die Gastgeber mit 1:0 in Führung - das Spiel schien seinen gewohnten Lauf zu nehmen.
Die Wild Wings gerieten weiter unter Druck, konnten aber stets auf ihren starken Schlussmann Haas bauen, der sie trotz Chancenplus für die Grizzlies in der Partie halten konnte. Auf der Gegenseite war aber auch Chris Rogles nicht beschäftigungslos - wenn auch nicht annähernd so konstant gefordert. In der 12.Minute wurde es dann kurios: Wie aus dem Nichts jubelten plötzlich die Spieler des EHC, als nach einer eher unscheinbaren Situation hinter dem Gästetor plötzlich der Puck im Netz lag. HSR Schütz entschied zur Freude aller Heimfans auf Tor, ließ sich dann aber von den Schwenninger Spielern die Entstehung des Tors demonstrieren und entschied sich schließlich doch anders. Was war passiert? Der Puck war unter der Bodenstange des Tors hindurch gerutscht, als ein Schwenninger Verteidiger ihn hinter dem eigenen Tor führte. Nach gründlicher Befestigung des Tors ging´s dann mit unverändertem Spielstand weiter.
Schwenningen machte nun den wacheren Eindruck und überzeugte mehr und mehr in der Offensive, die Grizzlies hingegen kassierten in der Folgezeit gleich zwei Strafzeiten und brachten sich zusätzlich in Schwierigkeiten.
ärgerlich: Direkt nach Ablauf der Strafen (doppelte und einfache Unterzahl) schlug es doch noch im Kasten der Wolfsburger ein. Die Frankfurter Leihgabe Radek Kresztan konnte sich in der 17.Min nun schon zum 8.Mal im 9.Spiel als Torschütze in den Spielberichtsbogen eintragen lassen. Mit 1:1 ging es dann auch zum ersten Mal in die Kabinen.

2.Drittel
Nachdem die Grizzlies eine überzahl (Ende des ersten Drittels) nicht nutzen konnten und postwendend ihrerseits in der 22.Minute auf Sascha Genze wegen Hakens verzichten mussten, standen die Zeichen für einen spannenden Spielverlauf eigentlich sehr günstig - eigentlich...
Mit einem kapitalen Bock bei eigener überzahl verschaffte der bis dahin hervorragend haltende Rostislav Haas den Gastgebern den spielentscheidenden Vorteil:
Haas will Simons Befreiungsschuss neben seinem Tor annehmen und neu aufbauen, der Puck springt ihm allerdings unglücklich von der Kelle und der beherzt nachsetzende Suchan darf die Früchte seiner fleißigen Laufarbeit ohne Gegenwehr ins leere Tor zum 2:1 verwandeln. Ein Tor in Unterzahl, ein sogenannter shorthander, verfehlt beim betroffenen Team meist nicht seine Wirkung - so auch an diesem Abend.
Die Grizzlies nahmen das fallengelassene Zepter dankend auf und setzten zum Sturmlauf auf den verunsicherten Gast an:
3:1 in überzahl durch Wikström, der den zweiten Rebound verwertete. (27.min)
4:1 durch Andrej Kaufmann (Torfabrik), der ein Zuspiel von Suchan herrlich in den Winkel schlenzte (34.Min).
5:1 eine Minute später durch Wikström, der den Puck über den hockenden Gästekeeper in den Giebel spitzelte.
Ein kleiner Funke reicht zur Zeit offenbar, um das große EHC-Feuerwerk zu zünden.
Als die Gäste dann kurz vor Drittelpause Rogles einzigen Fehler nicht nutzen konnten und selbst das leere Tor nicht trafen, war der Drops gelutscht.

3.Drittel
Strafe WOB, nicht gegebenes Abseits, wieder Strafe gegen WOB, nicht gegebenes Abseits, Tor zum 5:2 durch Whitecotton - so begann der letzte Abschnitt.
Mehr ärgerliches gab es aus Grizzly-Sicht allerdings nicht mehr zu verzeichnen. Sascha Genze holte sich dreißig Sekunden vor Schluss noch die dritte 10 Minuten-Strafe ab und ist gegen Weißwasser gesperrt. Kurz zuvor hatte Todd Simon zum 6:2 getroffen und damit den Endstand hergestellt.

Mein subjektiver Eindruck:
Nach anfänglichen Ladehemmungen reichte ein Aussetzer der Gäste, um diese komplett auseinander zu nehmen. Die Mannschaft präsentiert sich, im Gegensatz zur ersten Saisonhälfte, äußerst nervenstark und behält fast immer die Kontrolle über das Spielgeschehen.
Sehr schön - bitte weitermachen.

Tor:
Bis auf den unbestraften Aussetzer in der 40.Minute tadellose Leistung unserer Nr.45!

Verteidigung:
Pudlick, Beslagic und Genze mit guten Leistungen.
Fibiger noch im Aufbau - nach wie vor der Schwächste der drei Ausländer in der Verteidigung.
Danner und Gödtel leider etwas grenzwertig im Duett - auf keinen Fall eine Idealkombination.

Sturm:
Erste Reihe gefährlich, zweite Reihe brandgefährlich, dritte Reihe wird wieder gefährlicher, vierte Reihe ohne Durchschlagskraft vorm Tor, aber extrem unangenehm für den Gegner.
Herausheben kann man eigentlich nur Andrej Kaufmann, der seine Serie weiter ausbaut - 6 Tore in 4 Spielen. Genial.

Fans:
Stimmungsmäßig eher durchwachsen - man merkt, dass es endlich um etwas gehen muss. Wenn in den Play-offs mehr als nur drei Punkte auf dem Spiel stehen, wird die Stimmung sicherlich noch einmal einen kräftigen Schub bekommen. Gegen Weißwasser könnte man ja noch einmal völlig grundlos feiern, bevor es dann den ein oder anderen wichtigen Grund geben sollte. mb

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