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EHC - Augsburger Panther 5:3

Zum zweiten Weihnachtsfeiertag gab es eine rundum überzeugende Leistung der Grizzlies zu bewundern.
Beim 5:3 gegen die Panther aus Augsburg hatte das Team von Toni Krinner die Gäste jederzeit im Griff und leistete sich lediglich zwei Verschnaufpausen, die angesichts der zwischenzeitlich deutlichen Führungen nicht wirklich weh taten. Lediglich Oliver Jonas, der einen shut-out mehr als verdient hatte, konnte und musste sich über die überflüssigen Gegentreffer ärgern...ansonsten war Genießen angesagt.

1.Drittel
Der erste Spielabschnitt kam zunächst recht holprig daher. Beide Mannschaften störten sich gegenseitig recht effektiv, kamen dabei trotzdem auf je 2-3 gute Einschussmöglichkeiten. Wolfsburg brauchte allerdings lediglich zwei Anläufe im Powerplay, um den einzigen Treffer in diesem Drittel für sich zu markieren - kein gutes Omen für die Gäste!
In der 16.Minute war es J.-F. Fortin, der in überzahl von der blauen Linie zentral aufgerückt war und per Direktabnahme das 1:0 erzielen konnte.
Zusätzlich war es den sehr kompakt auftretenden Gastgebern bereits gelungen das Kommando auf dem Eis weitestgehend an sich zu reißen, so dass sich in der Halle durchaus Optimismus für den zweiten Spielabschnitt breit machte...

2.Drittel
...und das zu Recht.
Wolfsburg blieb spielbestimmend, arbeitete konzentriert und brachte die Gäste ein ums andere Mal in Verlegenheit. Besonders auffällig hierbei: Die Grizzlies mussten ganze acht Minuten des Drittels in Unterzahl ran, hatten im Gegenzug keine einzige überzahlsituation und ließen die Panther trotzdem mehr als schlecht aussehen!
"Unterzahl - scheißegal", "Vier Mann sind genug" und "Tor in Unterzahl" stimmten die Heimfans gutgelaunt an und sollten recht behalten.
So fiel das 2:0 in der 28.Minute folgerichtig auch in Wolfsburger Unterzahl. Michael Henrich hatte zu einem seiner gefürchteten Alleingänge angesetzt und ließ dabei die gesamte Augsburger Mannschaft stehen - inklusive Goalie DesRochers.
Zwischen zwei Unterzahlspielen gelang den Gastgebern sogar noch das 3:0 durch Kapitän Tim Regan (36.Min), was den Augsburgern sichtbar den Zahn zog. Die folgenden zwei überzahlspiele der Gäste trugen jedenfalls eher zur Feierlaune der Grizzlyfans bei, anstatt diese in Gefahr zu bringen.

3.Drittel
Aber nicht nur das Unterzahlspiel des EHC sollte an diesem Abend für strahlende Gesichter auf den Rängen sorgen. Auch in überzahl - die Grizzlies durften in diesem Drittel auch mal wieder mit einem Mann mehr agieren - bereitete das Team von Toni Krinner den Anwesenden viel Freude. Aus vier Powerplaysituationen zauberten die Wolfsburger sage und schreibe zwei(!) Tore. äußerst ungewohnt und doch sehr willkommen.
Zunächst war es Jan Zurek, der einen Sandrock Hammer per Rebound zum vorentscheidenden 4:0 verwertete (45.Min), vier Minuten später fälschte Nikiforuk einen Svensson-Schuss zum 5:1 ins Gehäuse der Panther ab.
Den zwischenzeitlich gefallenen Treffer zum 4:1 durch Rekis war da kaum noch jemand bereit ernst zu nehmen.
Wenn es überhaupt Grund zu Missmut für die Heimfans gab, dann die sorglose Schonhaltung ihres Teams nach dem 4:0 und in den letzten beiden Spielminuten, als man noch zwei Tore durch Mann (in Unterzahl!) und Buzas zum 5:3 Endstand zuließ. Die allgemeine Feierlaune störte dies aber genauso wenig wie die kleine Gruppe Augsburger Fans, die während des Spiels durch Beleidigungen, Handgreiflichkeiten und das Zünden eines bengalischen Feuers ihre eigene Dummheit auf den Rängen zelebrierte.

Mein subjektiver Eindruck:
Das Team wirkt in den letzten Spielen ungewohnt stabil auf mich. Besonders in der Defensive ist wohl der Grund für diesen Eindruck zu suchen, da man sich momentan wirklich etwas unbesorgter nach vorne orientieren kann. Die Special-Teams überzeugten zuletzt ebenfalls - schaun wir mal, wie es weitergeht. Da man in Hannover ähnliches Eishockey wie in Wolfsburg spielen lässt (Tölzer Buam halt), dort aber über einige ihrem Anspruch gerecht werdende Ausländer mehr verfügt, darf man eigentlich nicht mit Punkten aus der kommenden Begegnung rechnen. Aber vielleicht hat unser Team, wie in den letzten beiden Jahren, zum Jahreswechsel eine überraschung für uns parat...wer weiß.

Tor:
Jonas mit gefühltem Shut-out. Die drei Treffer gehen ganz klar auf die Larifari-Phasen seiner Vorderleute, die von Augsburg sofort bestraft wurden. Ansonsten bleibt Jonas weiterhin ein Garant für konstant gute Leistungen. An seine Art teilweise zwischen den Bullypunkten die Pucks abzufangen habe ich mich bisher allerdings immer noch nicht gewöhnt.

Verteidigung:
In Berlin und auch gegen Augsburg ohne Ausfälle! Fortins Art zu spielen wirkt zwar teilweise etwas zu zögerlich, aber momentan klappt es halt ganz gut.
In einer ansonsten grundsoliden Abwehr stach eigentlich nur Fibiger hervor, der - völlig ungewohnter Weise - statt seiner Katastrophenzuspiele den ein oder anderen guten Pass zeigte und damit fast zum kompletten Verteidiger zu mutieren drohte. Den behalte ich mal im Auge...

Sturm:
Alle drei Reihen lieferten kontrollierte Vorstellungen ab, arbeiteten vorbildlich.
Welche Reihe spielerisch zu überzeugen wusste, muss ich wohl nicht mehr schreiben...
Voce ist leider vom Spielertyp auf hundertprozentige Fitness bzw. Gesundheit angewiesen, um wirklich wertvoll zu sein. Momentan kann er sich aufgrund seiner Verletzung nicht entsprechend in Szene setzen.
Hurtaj wurde ab dem zweiten Drittel durch Kosick zwischen Henrich und Zurek ersetzt - klappte ein bisschen besser. Mehr nicht. Henrich ist und bleibt Mr.Alleingang...
Abschließend noch etwas Kritik: Nikiforuk ist definitiv keine erkennbare Verbesserung gegenüber Preston Callander! Kleingewachsen, ohne Durchsetzungsvermögen und mit einem Stellungsspiel, das in dieser Form wohl höchstens in der Oberliga funktioniert. Natürlich braucht er Zeit, um sich einzugewöhnen und natürlich besteht die Chance, dass er mit einem unserer Spieler besonders gut harmoniert - aber mal ehrlich: Das alles hätte man schon 29 Spiele vorher haben können, wenn man über seinen Schatten gesprungen wäre und Callander lizensiert hätte. Callander ist individuell stärker, kannte einen großen Teil des Teams und hätte den teilweise arg dezimierten Kader entlasten können. Da spielten dann wohl doch eher persönliche Belange eine Rolle, anstatt sportliche!

Fans:
Das Stimmungsbarometer zeigte nach zuletzt eher traurigen Verhältnissen deutlich nach oben. Trotzdem werden wir wohl weiterhin auf gute Leistungen unseres Teams angewiesen bleiben, um entsprechend Stimmung in die Bude zu bekommen. Schade eigentlich, aber vielleicht haben wir in den kommenden Tagen und Wochen ja etwas Glück - wobei: Nur knapp 2300 Zuschauer zu Weihnachten ist schon bitter... mb

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