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EHC - Düsseldorf Metro Stars 2:5

Auch im vierten Aufeinandertreffen mit den tief in der Krise steckenden Metro Stars aus Düsseldorf gab es am Ende für die Grizzlies nichts zu erben.
Lange Zeit sah es so aus, als könne das Wolfsburger Team die äußerst durchwachsene Vorstellung der Gäste zu einem doppelten oder dreifachen Punktgewinn nutzen. Doch der EHC hatte letztlich zu viele "Passagiere" an Bord, so dass die DEG drei wichtige Punkte im Kampf um die Play-offs aus der Eisarena entführen konnte.

1.Drittel
Ein munteres erstes Drittel bekamen die rund 2100 Zuschauer in der BraWo Eisarena zu sehen. Ganz im Gegenteil zum Geschehen auf den Rängen machten die Wolfsburger auf dem Eis viel Alarm und setzten den Gästen mit beherztem Forechecking und viel Biss tüchtig zu.
Düsseldorf zeigte sich da, ganz im Stile einer Gastmannschaft, wesentlich abwartender und konnte zunächst nur im Powerplay dauerhaft Druck entfalten. ärgerlich, dass es nach einem eigentlich gut überstandenen Unterzahlspiel der Grizzlies in der 9.Minute dann doch noch hinter Chris Rogles zum 0:1 einschlug. Ulmer war gerade 9 Sekunden wieder auf dem Eis, da standen die Wolfsburger Abwehrspieler dem Führungstreffer der DEG hilflos Spalier.
Doch noch blieb es ein sehenswertes Spiel - Wolfsburg hielt wütend dagegen, machte nach einer weiteren Schrecksekunde (Lattentreffer der DEG) mächtig Dampf im Drittel der Gäste und sorgte so für reichlich brenzlige Situationen vor dem Kasten von Jamie Storr.
Mit ihrem gemeinsam herausgespielten Tor zum 1:1 sorgte die Reihe Morczinietz - Ulmer - Henrich dann auch prompt für ein echtes Leckerli zum Hingucken: Im direkten Kurzpassspiel pflügte das Dreigestirn durch das Drittel der Gäste bis Ulmer die Kombination sehenswert zum Ausgleich abschließen konnte (12.Min). Durchaus berechtigte Hoffnung keimte beim Wolfsburger Anhang auf, die auch bis zur ersten Pause nicht weniger werden sollte. Einzig ein gewohnt grausames überzahlspiel der Gastgeber hinterlies erste Sorgenfalten bei einigen Anhängern...

2.Drittel
Die Grizzlies kamen schwungvoll aus den Startlöchern, brachten die DEG ernsthaft in Verlegenheit...und nutzten ihre Chancen nicht.
Wesentlich abgeklärter agierten dagegen die Gäste aus der Altbierstadt, denn ihnen schien der Anschauungsunterricht während der ersten Wolfsburger überzahl gereicht zu haben, um die logischen Konsequenzen daraus zu ziehen. Wie selbstverständlich wartete nun ein Stürmer, in diesem Fall Jamie Wright, an der blauen Linie der Grizzlies, während drei Düsseldorfer auf den Puckverlust der Wolfsburger überzahlformation warteten...mit Erfolg.
Das 1:2 in der 25.Minute wirkte wie ein Sinnbild für das Powerplay der gesamten Saison - peinlich und deprimierend.
Auch wenn die DEG nun Spielanteile zurückgewinnen konnte, blieb der EHC über das gesamte Drittel betrachtet das Team mit den besseren und zahlreicheren Chancen, hatte zudem meist mehr vom Spiel.
Das nächste Tor schossen trotzdem die Gäste: Patrick Reimer konnte in der 33.Minute das 1:3 für seine Farben erzielen - die Partie schien fast gelaufen.
Doch immer noch versuchten einige Wolfsburger Spieler den Spieß herum zu drehen, liefen trotz der Nachlässigkeiten der üblichen Verdächtigen in ihrer Mannschaft dem Rückstand tapfer hinterher.

3.Drittel
Man soll es nicht für möglich halten, doch ein Powerplaytreffer (!) in der 47.Minute brachte die Gastgeber für kurze Zeit wieder in Reichweite eines Punktgewinns. Das positive Momentum dauerte allerdings lediglich zwei Minuten und eine kurze Drangphase der Grizzlies, da hatten Reid und erneut Reimer die DEG uneinholbar per Doppelschlag (49.Min) mit 2:5 in Führung geschossen. Das Spiel verflachte in der Folgezeit recht schnell - die Metro Stars waren sichtbar satt, die Wolfsburger reichlich bedient.
Nach dem Schlusspfiff feierten die Heimfans noch den seine Abschiedstour beginnenden Chris Rogles, der aus Gründen des Respekts den Vorzug vor Oliver Jonas erhalten hatten und dann war das viertletzte Heimspiel dieser weniger erbaulichen Saison auch schon vorbei.

Mein subjektiver Eindruck:
Zu Beginn kämpften wirklich große Teile des Teams um die greifbar nahen Punkte gegen einen alles andere als überragenden Gast aus Düsseldorf. Nach den Nackenschlägen, die man letztlich erneut von der eigenen Abwehr bekam, ließ die Motivation bei einigen Angestellten unseres kleinen Familienbetriebs stark zu wünschen übrig...

Tor:
Chris Rogles mit solider Vorstellung. Nicht überragend, aber mit einer Abwehr vor sich hätte er vermutlich nur ein oder zweimal hinter sich greifen müssen.

Verteidigung:
Müssen wir da wirklich drüber sprechen? Eine OP am offenen Herz ist entspannender, als dieser Trümmertruppe, die sich "Verteidigung" nennt, bei ihren Abwehrversuchen zuzusehen.
Außer Genze und mit Abstrichen Fibiger blieben die Abwehrrecken des EHC allesamt den Nachweis der DEL-Tauglichkeit schuldig!
Danner und Macholda blieben bestenfalls unauffällig und mit kleineren Fehlern noch gerade im Rahmen; Svensson und der nur ein Drittel mitspielende Fortin hingegen waren nahe am Totalausfall.
Was Robby Sandrock betrifft: AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAHHHHHH!!! Der macht mich irre!!!
Drei von fünf EHC-Strafzeiten, alle Strafen aus der Kategorie unnötig und dumm. Stellungsspiel und übersicht aus dem dunkelsten Gruselkabinett.
Bleibt zu fragen: Was macht Gödtel in Crimmitschau und bekommt er nun einen Vertrag oder nicht? Da ist dann mal die Presse gefragt, denn noch offensichtlicheren Klärungsbedarf sehe ich momentan bei keiner Personalie. Schließlich kann man angesichts der zahlreichen "Ausfälle" in der Abwehr und einem in Crimmitschau zum Leistungsträger reifenden Gödtel schon einmal ins Grübeln kommen...

Sturm:
Morczinietz-Ulmer-Henrich machte zumindest im ersten Drittel viel Spaß, verloren dann aber wie der Rest der Mannschaft Stück für Stück den roten Faden.
Voce einfach zu langsam, Nikiforuk und Wiseman mit hellen Momenten.
Regan und Zurek bemüht, aber ineffektiv.
Wietfeldt kämpft als einer der wenigen um einen Vertrag - und das nicht erst seit ein paar Spielen. Trotzdem eine seiner besten Leistungen, unglaublich viele Puckgewinne durch trickreiches und aggressives Körperspiel an der Bande!
Bartosch wie immer im Rahmen seiner Möglichkeiten vorbildlich.

Fans:
Das "Düsseldorf-Revival" unserer Auswärtsfahrer im ehemaligen Gästeblock bleibt hoffentlich eine einmalige Sache. Auch wenn ich es sehr begrüße, wenn man einfach mal nur so feiert...es hatte eine extrem spaltende Wirkung gegenüber den im Block Zurückbleibenden und irgendwie ging dann auch mit dem Rest der Halle so gut wie nix mehr. Miteinander sieht jedenfalls anders aus und hilfreich für die Zukunft war´s wohl kaum. mb

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