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EHC - Straubing Tigers 9:4

Die Grizzlies präsentierten sich auch im zweiten Aufeinandertreffen mit Straubing in ausgelassener Torlaune. Ganze 9(!) Mal ließ das Team des EHC die Heimfans jubeln und stellte damit einen neuen vereinsinternen Torrekord in der DEL auf.
Gar nicht rekordverdächtig blieb mit nur 1650 Zuschauern die Kulisse der Wolfsburger, die der begeisternden Leistung des diesjährigen Teams erneut nicht gerecht werden konnte.
An Stimmung mangelte es in der Eisarena trotzdem nicht: Dem Team von Toni Krinner und dem harten Kern der Fanszene sei Dank.

1.Drittel
Schwungvoll und gewohnt temporeich starteten die Grizzlies in die Begegnung, zeigten gleich wie sie den Sieg zu erringen gedachten - und die Rechnung ging zunächst auf.
Schon in der 3.Minute konnte David Danner mit dem 1:0 seinen lange herbeigesehnten ersten Scorerpunkt verbuchen. Als Bales auf ein Abspiel durch die Zone der Straubinger spekulierte, zog der junge Verteidiger der Grizzlies trocken von der Blauen ab und überraschte den Goalie der Gäste mit dieser humorlosen Aktion zur frühen Führung.
Auch als die Tigers nur zwei Minuten später durch ein Powerplaytor zum 1:1 ausgleichen konnten, wirkte die Truppe von Bob Manno von da an keineswegs ebenbürtig.
Die gedanklich und körperlich schnelleren Wolfsburger ließen den Bayern kaum Luft zum Atmen und gaben mit den Treffern zum 2:1 (8.Min) durch Jason Ulmer und 3:1 durch Marvin Degon (10.Min) einen kleinen Vorgeschmack auf kommende "Genüsse".
Bei doppelter und einfacher überzahl hatte das statistisch beste Powerplay der Liga zugeschlagen und die Straubinger Heißsporne, allen voran Eric Meloche, hätten eigentlich ihre Lehren daraus ziehen müssen...taten sie aber nicht.
Allein die Angst einen Spielbericht mit zu unausgeglichener Strafstatistik abzugeben hielt HSR Hascher wohl davon ab, zusätzlich zu den aus der Not geborenen Fouls der Straubinger die Flut an mehr oder weniger offensichtlichen Frustfouls zu ahnden. Lediglich Meloche durfte sich die Kühlbox noch einmal von innen anschauen, nachdem er den auf dem Puck liegenden Dshunussow zu nachdringlich angegangen war und mit Svensson aneinander geriet.
Leistungsgerecht ging es also mit einem (angesichts der Leistungsunterschiede) beruhigenden 3:1 in die Kabinen.

2.Drittel
22:20 - überzahltor durch Hussey zum 2:3, der eine der seltenen sehenswerten Kombinationen der Gäste erfolgreich abschließen konnte.
22:54 - Ausgleich zum 3:3 durch Chad Bassen per Konter.
Soviel zum - Thema beruhigender Vorsprung. Doch die Grizzlies zeigten sich weder geknickt noch verwirrt - Attacke war angesagt.
Und wie: Das gleiche Rezept wie im ersten Drittel, nämlich Tempo und Spielwitz, erzeugte erneut die entsprechende Wirkung auf Seiten der Gäste. Gnadenlos legten die nun gereizt wirkenden Gastgeber den Klassenunterschied zu den Tigers offen, die sich wieder nur mit Strafzeiten zu helfen wussten.
Als nach dem 4:3 durch einen Rekis-Abstauber (26.Min) im Powerplay, Eric Meloche den Fehler beging, erneut den Torhüter der Grizzlies zu attackieren, liefen die Gastgeber endgültig zu Höchstform auf und überrannten die Straubinger Mannschaft in den folgenden Minuten komplett.
5:3 durch Magowan bei 5 gegen 3 überzahl (28.Min).
6:3 durch ein wunderschönes Solo des überragenden Papineau, der Tigers-Verteidiger und Torhüter alt aussehen ließ (31.Min).
7:3 - Rekis nutzt mal wieder den Rebound - diesmal bei numerischem Gleichgewicht (36.Min).
8:3 - Papineau setzt einem genialen Spielabschnitt per Shorthander die Krone auf (39.Min).
Nun war der Vorsprung definitiv beruhigend genug.

3.Drittel
Die Gastgeber schalteten trotzdem nicht wieder mehrere Gänge zurück, sondern nahmen lediglich ein wenig den Fuß vom Gas - es sollte reichen, ohne langweilig zu werden.
Den weiterhin tapfer kämpfenden Tigers fehlte letztlich einfach die Klasse, um doch noch einmal Kapital aus der aufkommenden Schonhaltung der Grizzlies zu schlagen, so dass bis zum Ende der Partie beide Teams nur noch je einen Treffer verbuchen konnten.
In der 55.Minute gelang dem engagiert, aber häufig jenseits des Erlaubten agierenden Meloche doch noch sein Tor zum 8:4, welches in der vorletzten Minute durch Green zum 9:4 beantwortet wurde...natürlich in überzahl.
Mit insgesamt 5 Powerplaytoren hatte der EHC nicht nur die Begegnung entschieden, sondern auch die treusten seiner Fans äußerst glücklich gemacht - nicht zum ersten Mal...

Mein subjektiver Eindruck:
Okay - Straubing erreichte eigentlich kaum DEL-Niveau, trotzdem machte es einen Heidenspaß unseren Jungs beim Toreschießen und Zaubern zuzuschauen. Mittlerweile belegt unsere erste Angriffsreihe die Plätze 1(Milley), 3(Papineau) und 4(Magowan) der DEL-Scorertabelle, Degon (3) und Rekis(4) sind zudem unter den punktbesten Verteidigern zu finden. Das Team hat Firepower ohne Ende, offenbart aber auch immer wieder Konzentrationsmängel im Defensivverhalten - Spaßfaktor 10.

Tor:
Dshunussow sah lediglich beim dritten Gegentreffer nicht gänzlich chancenlos aus, ansonsten fein rausgespielte oder abgefälschte Treffer. Hielt erneut einige schwierige Schüsse, wobei die Qualität der Straubinger Abschlussversuche doch meist eher unterdurchschnittlich war.
Insgesamt finde ich die Torhüterpolitik unseres Trainergespanns allerdings nicht ganz korrekt. Während Jonas eine "Chance" gegen den amtierenden Meister vor 14200 Fans, die ihn hörbar lieb haben, bekommt, darf Dschuni ihn sofort wieder gegen ein Kellerkind ablösen. Fair geht anders und wie Toni schon in den Medien zu Protokoll gab: Wir benötigen zwei starke Goalies, da ein 22jähriger wohl keine 40 Spiele am Stück machen wird. Einfach mal über die eigenen Worte nachdenken und Olli wieder aufbauen - wie auch immer.

Verteidigung:
Anfang des Mitteldrittels im kollektiven Tiefschlaf bzw. im Hurra-Stil nach vorne...
Insgesamt aber in Ordnung, da man für das Pokal-Viertelfinale außer der Reihe noch Kräfte benötigt. Nach der zuletzt gezeigten Leistung in Berlin sicherlich der Mannschaftsteil, der am intensivsten an sich arbeiten muss.
Herzlichen Glückwunsch an David Danner zu seinem ersten Scorerpunkt in dieser Saison - nun hat jeder vom Stammpersonal bereits einen Punkt auf dem Konto. Am 10.Spieltag eine tolle Sache!
Dass Rekis in Wolfsburg zum Torjäger mutiert, hätte vor der Saison wohl auch keiner geahnt. Lediglich Ex-Grizzly Pavlikovsky kann unter den Verteidigern der DEL ebenfalls 7 Tore aus 10 Spielen vorweisen.

Sturm:
Wir haben eine erste Reihe, die diesen Namen aber mal so was von verdient! Bereits jetzt haben diese drei bei mir alles wieder gut gemacht, was in der letzten Saison bei diesen Personalien schief gelaufen war.
Papineau mit einem absoluten Gala-Auftritt und fünf Punkten (neuer Wolfsburger DEL-Rekord), wurde zurecht von den Fans lautstark gefeiert und genoss die Raupe sichtlich!
Auch die anderen Stürmer arbeiten hart, spielen durch die zahlreichen Ausfälle leider nicht so ansehnlich zusammen wie der erste Block - glänzen aber ebenfalls im Powerplay.
Spätestens wenn Furchner die Reihe mit Ulmer und Morczinietz wieder komplettiert, wird wohl auch von den anderen Reihen wieder zusätzliche Gefahr ausgehen...hach ja: Schön, wenn man nach einem 9:4 solche Sorgen haben darf :)

Fans:
Es bleibt dabei - die, die da sind machen die Jungs so happy wie´s eben geht. Bleiben wir einfach bei unserer elitären Genussveranstaltung, dann machen die Spiele gegen Jahresende (dann vor rund 1000 Leuten mehr pro Spiel) noch mal soviel Spaß - rede ich mir auf jeden Fall ein. mb

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