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EHC - Augsburger Panther 7:4

Es bleibt dabei: Bei Heimspielen des EHC ist der Spaß für alle Wolfsburger Fans vorprogrammiert.
Mit ihrem fünften Heimsieg in Folge und einer eindrucksvollen Powerplaydemonstration begeisterten die Grizzly Adams einmal mehr ihr Publikum. Trotz anstrengender Bayernreise (Ravensburg und Ingolstadt) und einem erneut auf drei Reihen geschrumpften Kader gelang den Gastgebern somit der Sprung auf den zweiten Tabellenplatz.

1.Drittel
Rund 2000 Zuschauer sahen ein munteres erstes Drittel in dem sich die Panther aus Augsburg für ein Gästeteam überraschend angriffslustig präsentierten. Ungeachtet der Tatsache, dass sie der Mannschaft mit dem torgefährlichsten Sturm und dem besten Powerplay der Liga einen Besuch abstatteten, legten die Augsburger ihr Hauptaugenmerk zunächst auf die eigene Offensive und rustikalen Körpereinsatz.
Beide Teams erspielten sich nun ihre ersten Torgelegenheiten, wobei die Panther in der 6.Minute das Glück des ersten Treffers auf ihrer Seite hatten.
Thomas Jörg hatte eine kurzfristige überlegenheit der Gäste per Nachschuss zum 0:1 verwertet.
Der EHC blieb bei seiner Linie, musste verwundert die eine oder andere ungeahndete Regelwidrigkeit der hochmotivierten Augsburger zur Kenntnis nehmen, ohne aber die Nerven zu verlieren.
Lediglich zwei Strafen kassierten die hart aufspielenden Bayern - doch das reichte den überzahlformationen der Grizzlies zumindest zum Ausgleich in der 12.Minute durch einen knallharten Blueliner von Marvin Degon.
Die 2:1 Führung durch Ulmer kam da weitaus kurioser zustande:
Die Gäste testeten munter weiter, wie weit sie bei HSR Aumüller gehen konnten und staunten vermutlich selbst nicht schlecht, als in der 16.Minute Petr Macholda alleine den Weg zur Strafbank antreten musste. Dem war nach einem Augsburger Stockschlag auf die Fanghand des Grizzlygoalies die Hutschnur geplatzt und hatte folglich den übeltäter auf Seiten der Gäste körperlich ermahnt - eine regelentsprechende Strafe für den Stockschläger gab es unter dem lautstarken Protest der Heimfans allerdings nicht...
Die richtige Antwort gab´s durch Jason Ulmer, der in Unterzahl von Green zum Konter geschickt wurde und eiskalt gegen Hardi Wild im Panthertor vollstreckte - welch eine Genugtuung für die Grizzlies auf und neben dem Eis.
Mit einem leistungsgerechten 2:1 ging´s zum ersten Mal in die Pause.

2.Drittel
Der zweite Spielabschnitt sah nun doch die eine oder andere Strafzeit mehr, die gegen die Gäste aus dem Süden ausgesprochen wurde.
Da diese offenbar das erste Drittel, in dem sie quasi tun und lassen konnten was sie wollten, als Maßstab nahmen, erntete der Referee nun ein ums andere Mal wütende Proteste der Bayern. Dem entspannteren Beobachter mutete dies eher wenig nachvollziehbar an, da die Gäste auch weiterhin durch Stock- und Ellenbogenchecks "glänzten" und sich obendrein durch Disziplinarstrafen wegen Meckerns zusätzlich schwächten.
Die Folgen waren durchaus vorhersehbar:
3:1 Powerplaytreffer durch Ken Magowan, der nach Videobeweis seine Anerkennung fand (27.Min)
4:1 Powerplaytreffer durch erneut Magowan, der diesmal bei doppelter überzahl vollstreckte (32.Min).
Da Gästecoach Mitchell per Schiedsrichterbeleidigung selber für die doppelte überzahl gesorgt hatte, fiel seine öffentliche Schelte gegen sein strafzeitenproduzierendes Team im nachhinein wohl auch recht moderat aus - ein Schelm, der Böses dabei denkt.
Doch auch die Gäste konnten in der 35.Minute durch Olimb ein überzahltor zum 4:2 verbuchen. Wie man generell bemerken musste, dass die Panther stets torgefährlich blieben, wenn...ja, wenn sie sich durch ihr teils überhartes Einsteigen oder undiszipliniertes Reklamieren nicht mal wieder selber in die Bredouille gebracht hatten.
Die Moral der Gäste zeigte sich jedenfalls bis zum Ende auf Topniveau, was man aber auch von der Spielfreude eines bestimmten Wolfsburger Spielers sagen konnte.
Justin Papineau war es zum wiederholten Male vorbehalten, das frechste Tor des Abends zu erzielen, als er mit Morczinietz direkt vor Wilds Nase den Doppelpass zelebrierte und die Scheibe zum 5:2 über die Linie bugsierte (38.Min). Die Halle stand Kopf - feierte den Frankokanadier mit Sprechchören und wähnte die Grizzlies bereits im Sieges- und Torrausch.
Doch da hatten sie die Rechnung ohne die Truppe von Larry Mitchell gemacht - fast postwendend traf dessen Team durch Rett Gordon zum 5:3, brachte sich sofort zurück in die Partie.
Was den Panther der übertriebene Körpereinsatz, ist den Grizzlies der Abwehrschlendrian nach Treffern zur hohen Führung...dachte wohl so mancher.

3.Drittel
Es blieb ein harter Ritt für alle Beteiligten. Die Gäste aus Bayern steckten kein bisschen auf und machten weiter Druck...zum Glück auch wieder mit den bereits erwähnten Mitteln!
So ließen die Grizzlies dem 5:4 Anschlusstreffer durch Kohl (45.Min)...richtig!... zwei Powerplaytreffer folgen.
Es war zum Zungeschnalzen, wie die Gastgeber die Unbeherrschtheiten der Panther ein ums andere Mal souverän abstraften!
6:4 in der 47.Minute, als Rekis einen Alavaara-Schuss unhaltbar abfälschte.
7:4 und damit endgültiger Panther-KO in der 55.Min durch Marvin Degon, der den Puck mit einem ebenso knallharten wie sehenswerten Bottleshot im Netz versenkte.
Die Grizzlies hatten letztlich mit viel Kampf und Spielfreude einmal mehr das Herz ihrer Fans gewonnen und feierten im Anschluss diesen erfreulichen Abschluss einer sehr anstrengenden Woche ausgelassen mit ihren Fans.
Den 2.Tabellenplatz gab´s als Zuckerl obendrauf.

Mein subjektiver Eindruck:
Was soll ich noch großartig schreiben? Schleppt so viele Leute wie möglich in die Halle! Wer das sieht und nicht wiederkommt, der ist von den Socken aufwärts tot!
Was mich noch ein klein wenig beschäftigt, ist die Tatsache, dass wir bisher mit drei Reihen meist besser als mit vier Reihen zurecht kommen. Dabei spielt die Zusammensetzung der beiden Reihen hinter der ersten offenbar fast keine Rolle! In einer derart ausgeglichenen Liga wie in diesem Jahr werden wir aber am Ende wohl noch eine Menge Power benötigen, um den Play-off Platz zu verteidigen...da fehlen für ein 4-Reihen-System irgendwie noch 1 oder 2 U25er im Sturm.

Tor:
Ein paar undankbare Dinger waren bei den vier Gegentoren schon dabei, aber auch diesmal glänzte Dschuni mal wieder mit einigen erstaunlichen Paraden - hatte aber insgesamt weniger Gelegenheit sich auszuzeichnen als sein Gegenüber Hardi Wild.
Nur die Rolle muss er noch lernen...oder was auch immer ihm liegt.

Verteidigung:
Insgesamt zu wenig Kontrolle in Druckphasen der Panther. Eine Begegnung, die in der Videoanalyse vermutlich sehr ergiebig sein dürfte - ich möchte niemanden herausheben, aber:
Wenn Sascha in der Form des Saisonanfangs zurückkehrt, fürchte (oder hoffe) ich, dass dort jemand für ihn Platz machen muss. Das war weiß Gott nicht durchgängig überzeugend.
Schaun wir mal, wer sich am nächsten Wochenende für die undankbare Position Nr.7 empfiehlt.
Positiv ohne wenn und aber bleibt das Top-Verteidigerpaar Rekis und Degon, die sowohl defensiv als auch im Powerplay für viel Freude sorgen.

Sturm:
Wer so einen Sturm hat, der braucht keine Abwehr!
Trotz der Ausfälle von Furchner und Höhenleitner und trotz "interessanter" Kombinationen in den Reihen Nr.2 und 3 reicht die Produktivität, um 7 Treffer zu verbuchen.
Richtig überzeugt hat mich diesmal allerdings nur die erste Reihe und JEDE Zusammenstellung im Powerplay. Der Rest wirkte ein wenig zerfahren und konnte nur hin und wieder Akzente setzen. Da ist - man traut sich das bei 54 Treffern in 12 Spielen kaum zu sagen - Luft nach oben! Welch ein Luxus!

Fans:
Das macht Laune, auch wenn wir wieder mehr Abwechslung gebrauchen könnten. Momentan ist es allerdings wichtiger denn je das gesamte Publikum "mitzunehmen". Nur dann werden wir die kalten Monate in einer gut gefüllten Halle erleben. Spaß werden wir wohl so oder so haben - da bin ich mir schon mal sicher. mb

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