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EHC - Ingolstadt Panther 6:2

Die Festspielwochen in der heimischen Eisarena gehen weiter. Mit sechs eigenen Treffern in einem äußerst wichtigen Spiel gegen Ingolstadt räumten die Grizzlies auch die letzten Zweifel aus dem Weg: Die Torfabrik der Liga ist wieder in Betrieb!
Lediglich der Meister aus Berlin konnte bisher mehr Tore für sich verbuchen. ähnliches gilt für die Punkteausbeute vor heimischer Kulisse: Hier führen die Scorpions mit 47 Punkten vor den Grizzlies mit 42 Punkten. Wäre da diese Auswärtsbilanz nicht...
Mit dem gestrigen 6:2 lieferte Wolfsburg obendrein nicht nur eine äußerst unterhaltsame Eishockeypartie ab, sondern verschaffte sich im Kampf um Platz 10 wertvollen Vorsprung gegenüber den Panthern, die neben Hamburg als härtester Konkurrent um die Teilnahme an den Pre-Play-offs gelten.

1.Drittel
Gegen die mit nur vier Stammverteidigern angereisten Gäste legten die Grizzlies gleich das entsprechende Tempo vor, das man braucht, um einen dezimierten Gegner müde zu spielen.
Während die Panther den Kampf im Bereich Körperspiel voll aufnahmen und dort auch häufig ihre Vorteile hatten, dominierte Wolfsburg im läuferischen und vor allem spielerischen Bereich.
Dementsprechend verbuchten die Gastgeber die deutlich besseren Einschussmöglichkeiten, von denen sie auch zwei zum Torerfolg nutzen konnten.
Nach etwas mehr als sieben Spielminuten war es Magowan, der in gewohnt lässiger Art aus zentraler Position zum 1:0 verwandelte. Offenbar hatte es sich noch nicht bis Ingolstadt rumgesprochen, dass der Wolfsburger Torjäger jeden Freiraum vor dem Tor zuverlässig zu nutzen weiß...
Beim zweiten Treffer war es wiederum Magowan, der seinem Teamkollegen Milley zum 2:0 auflegte (17.Min) - die Panther wirkten gegen Wolfsburgs neu formierte erste Reihe (Ulmer für den erkrankten Papineau) erneut leicht überfordert.
Da die durchaus vorhandenen Chancen der Gäste alle ihre Endstation bei EHC-Keeper Dshunussow fanden, ging es äußerst frohen Mutes und mit fast zwei vollständigen verbleibenden überzahlminuten zum ersten Mal in die Kabinen.

2.Drittel
...und es brauchte lediglich 42 Sekunden, um diese überzahl zu etwas Zählbarem zu nutzen!
Der zuletzt mit einer 20-minütigen Denkpause versehene Sebastian Furchner war es, der dem schwächelnden Powerplay der Grizzlies - zumindest statistisch - ein wenig auf die Beine half. Das 3:0 wirkte auch zu diesem frühen Zeitpunkt schon wie eine Vorentscheidung - zu überzeugend waren die Hausherren bis dahin gegen die nicht gerade als Tormaschine verschrienen Gäste aufgetreten.
Doch die Panther gaben keineswegs auf und durften bereits in der 26.Minute ihrerseits einen, wenn auch etwas glücklichen, Treffer zum 3:1 bejubeln. Während Alavaara bei der Abwehrarbeit dem eigenen Goalie unglücklich die Sicht nahm, vollstreckte Waginger durch Freund und Feind zum ersten Tor für die Gäste.
Das Drittel gestaltet sich von da an durchaus ansehnlich, witterten die Ingolstädter Spieler doch wieder Morgenluft und setzten in der Folgezeit offenkundig einige Kräftereserven frei.
Tore fielen allerdings keine mehr, obwohl beide Mannschaften sich reichlich Einschussgelegenheiten erspielten. Wobei die Chancenverwertung auf Seiten der Gastgeber doch wieder ein wenig an die längst überwundene Schwächephase des letzten Jahres erinnerte...

3.Drittel
Die Gäste-Druckphase zu Beginn des Drittels überstand der EHC mit ein wenig Glück ohne Gegentreffer. Besonders während einer zweiminütigen überzahl zwischen der 43. und 45.Minute waren die Panther nah am Anschlusstreffer, fanden aber letztendlich keinen Weg die Scheibe im Tor der Grizzlies zu platzieren.
Moralisch entsprechend deprimierend wirkte sich dann wohl der zweite Treffer von Sebastian Furchner für die Gäste aus, der in der 46.Minute diagonal auf Waites Tor zu fuhr und den Puck aus Halbdistanz flach am Keeper der Gäste vorbeirutschen ließ. Die Freude beim Publikum war angesichts dieser Vorentscheidung natürlich entsprechend groß.
Als dann sechs Minuten vor Schluss der grandios aufspielende Ulmer im Nachstochern das 5:1 erzielte, waren die Würfel entgültig gefallen. Da half der postwendend erzielte zweite Treffer der Gäste durch Milroy auch nichts mehr. Im dritten Nachschuss konnte der Ingolstädter Stürmer die Ergebniskorrektur für die Panther erfolgreich abschließen - Wolfsburgs Abwehr weilte zu diesem Zeitpunkt vermutlich bereits gedanklich in der Ehrenrunde.
Den Schlusspunkt unter diese aus Grizzlysicht sehr erfreuliche Partie setzte in der 57.Minute dann Andreas Morczinietz, der mit einem Abstauber das 6:2 markieren konnte.

Mein subjektiver Eindruck:
Ich war, ehrlich gesagt, sehr überrascht mit welcher Selbstverständlichkeit den Panthern Paroli geboten wurde. Die Mannschaft hat wie gewohnt gefightet, aber dass sie die Effektivität der vergangenen Heimspiele auch gegen Ingolstadt durchhalten konnte, war schon beeindruckend. Natürlich wiegen die Ausfälle der Panther sehr schwer, doch immerhin zeigten beide Teams, dass ihnen die Bedeutung dieser Partie mehr als bewusst war. Wenn aus den beiden Begegnungen in Straubing und Nürnberg irgendwie insgesamt drei Punkte entführt werden können, dann hat das EHC-Schiff wohl entgültig Fahrt in Richtung Pre-Play-offs aufgenommen. Vielleicht fängt der eine oder andere ja schon mal an darüber nachzudenken, welcher Gegner vermutlich auf uns wartet, wenn wir die Pre-Playoffs überstehen würden...naaaa, hat jemand eine Idee?
Na, ja. Ein paar Spiele sind´s ja noch - schaun mer mal.

Tor:
Dshuni mit einer ordentlichen Partie, bekam bei den eher biederen Aktionen der Panther allerdings wenig Gelegenheit zu glänzen. Beide Gegentreffern gehen fast zu 100 Prozent auf die Kappe der Abwehr, so dass man von einer fehlerlosen Vorstellung sprechen kann. Was bleibt ist die unerklärliche Tendenz der Grizzlies mit Daniar im Tor öfter zu gewinnen.

Verteidigung:
Degon legte endlich wieder eine echte Glanzleistung hin. Bei allen eigenen Treffern auf dem Eis und an dreien direkt beteiligt. Insgesamt sehr präsent und auffällig.
Rekis wieder solider und unauffälliger als zuletzt - bei Arvids ein gutes Zeichen!
Macholda und Alavaara bildeten das schwächste Verteidigerpaar auf dem Eis. Bei beiden Gegentreffern dürfen sie sich die Hauptschuld gutschreiben: Alavaara entweder ungeschickt oder zu spät im Slot, Macholda sonst wo unterwegs - nur nicht in der Nähe des Tors.
Danner und Kinch solide, Svensson nur mit zwei Wechseln zum Gewöhnen am Ende.

Sturm:
Ulmer harmonierte - überraschung, überraschung! - auch mit Magowan und Milley sehr gut, wirkte bis in die Haarspitzen motiviert und gab nebenbei seine Bewerbung als 1.Reihe-Center für 09/10 ab. Wenn Magowan zentral frei zum Schuss kommt, kann man momentan getrost schon mal die Arme zum Jubeln hochnehmen. Habe ich schon erwähnt, dass Kenny ne coole Sau ist?
Meine Prognose bezüglich Furchi vom letzten Dienstag ist ja bereits in Erfüllung gegangen - sehr wichtig, mehr sage ich dazu nicht.
Hospelt machte einen guten Job zwischen Furchner und Morczinietz, der trotz Tor weiterhin etwas ungeschickt wirkt und im Abschluss irgendwie ungelenk wirkt.
Höhenleitner, Green und Regan rannten den Gegner erneut erfolgreich kaputt, diesmal leider ohne Torerfolg. Besonders Tim wirkt allerdings nicht immer so, als wäre er voll auf der Höhe des Geschehens. Johnson bestenfalls unauffällig.

Fans:
Richtig warm wurde das Publikum nicht. Die Gründe dafür sind mir nicht wirklich klar - am Spiel kann´s eigentlich nicht gelegen haben.
Weiterhin bemerkenswert, wie dem Team Anfeuerung sichtbar hilft, wenn die Partie zu verflachen droht. Tore auf Knopfdruck gibt´s natürlich nicht, aber es macht schon wirklich Laune dieses Team nach vorne zu peitschen. Daher sollte in den kommenden Wochen der eine oder andere (mehr) über seinen Schatten springen. Problematisch ist allerdings, dass wir mittlerweile ein so schlechtes Verhältnis von Sitz- zu Stehplätzen haben. Ich habe das Gefühl es wird immer leerer auf den Stehplätzen! mb

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