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EHC - Iserlohn Roosters 6:1

Das Spiel

Zum Abschluss der Hauptrunde (zumindest vor heimischer Kulisse) präsentierten sich die Grizzlies wieder in der aus dieser Saison so geliebten Form.
Besonders das Auftaktdrittel hatte es den 2500 Fans dabei angetan:
Gleich vom ersten Bully weg stürmte Kai Hospelt auf das Gehäuse der Rooster zu, legte auf Laliberte ab, der auf gewohnt souveräne Art mit einem präzisen Handgelenksschuss zum 1:0 vollstreckte. Ganze sechs Sekunden waren zu diesem Zeitpunkt gespielt – das zweitschnellste Tor in der Geschichte der DEL!
ähnlich rasant ging es weiter. Der EHC stürmte weiter auf die wackelig wirkende Abwehr der Gäste ein und erarbeitete sich zahlreiche gute Torszene. Eine dieser Gelegenheiten nutzte in der 5.Spielminute Radek Krestan zum 2:0, während gegen die völlig überfordert wirkenden Iserlohner eine Strafe angezeigt und Reimer für einen sechsten Feldspieler vom Eis gegangen war. Erst nach dem zweiten Tor der Grizzlies schien der IEC etwas in Wolfsburg angekommen zu sein, spielt zunächst auch etwas mit. Während die Bemühungen der Gäste allerdings allesamt bei Reimer ihr Ende fanden, legte in der 11.Minute Peter Sarno dem Youngster der Grizzlies zum 3:0 und damit zum ersten DEL-Tor seiner Karriere auf. Armin Wurm ließ also entsprechend von seinen Kollegen beglückwünschen, während Sarno bereits den zweiten bemerkenswerten Assist auf seinem Konto verbuchen konnte. Es sollte seine letzte sehenswerte Aktion bleiben: Zwei Minuten später bedachte Iserlohns Stefan Langwieder Wolfsburgs Spielmacher mit einem Kniecheck, den man – bei allem verständlichen Frust auf Seiten der Sauerländer – nur als äußerst überflüssig und dreckig bezeichnen konnte. Völlig zurecht ging es für den jungen Verteidiger frühzeitig zum Duschen und auch für den gerade erst wieder zu alter Form findenden Sarno war die Partie beendet. Nachdem er sich den Rest des ersten Drittels noch auf der Bank behandeln ließ, kam der Ausnahmecenter der Grizzlies zum Mitteldrittel bereits in Zivil an die Bande zurück. Und für noch einen Akteur war der Abend frühzeitig beendet: Der bei den Fans in Ungnade gefallene Ersatzgoalie Stefaniszin, musste nach dem dritten Treffer das Gehäuse für Danny Aus den Birken räumen, der aufgrund zuletzt schwacher Leistungen eigentlich nur zuschauen sollte.
Die nun folgende überzahl nutzten die Gastgeber zum vorentscheidenden 4:0 durch Andy Morczinietz (16.Min); die Roosters hingegen bäumten sich im Anschluss an dieses Tor nur noch mäßig bis gar nicht mehr auf.
Der Mittelabschnitt gestaltete sich dann auch entsprechend unspektakulär...einzig die zunehmende Anzahl an kleinen Nickligkeiten der frustrierten Gäste und so manches Kabinettstückchen der Grizzlies hielten das heimische Publikum etwas auf Trab.
Gerade vor dem Iserlohner Tor übertrieben es die Wolfsburger Stürmer ein ums andere Mal und verwickelten sich bald schon in eine Spielweise, die zuletzt wiederholt zu null Punkten geführt hatte. Auch einfache und doppelte überzahl ließen wieder die gewünschte Durchschlagskraft vermissen und das Spiel drohte seinem Ende geradezu entgegen zu kriechen.
Zur allgemeinen Erleichterung steigerten die Gäste im Schlussabschnitt noch einmal ihre Bemühungen und konnten durch Adrian Veideman in der 47.Minute das 4:1 erzielen. Wenig erbaut darüber zeigte sich vor allem Jochen Reimer, dem das nachlässige Verhalten seiner Vorderleute zum wiederholten Male den verdienten shut-out versaut hatte. Dem Spiel tat dieser Treffer hingegen gut, denn die Grizzlies nahmen sich dem Geschehen auf dem Eis endlich wieder weitaus schnörkelloser an und ließen Alavaaras überzahlhammer zum 5:1 (55.min), noch das 6:1 durch Jason Ulmer (58.Min) folgen und schufen damit die Grundlage für einen gelungenen Hauptrunden-Heimspielabschluss mit den heimischen Fans.
Nach Humba, Raupe und Welle ging es für die meisten erst einmal in eine kleine Eishockeypause, wobei das letzte(?) Niedersachsenderby der Saison die Wartezeit für viele der treuen Anhänger wohl ein wenig verkürzen wird.

Das Team

Jochen Reimer agierte absolut tadellos und war in den wenigen brenzligen Situationen vor seinem Kasten immer auf dem Posten. Insgesamt stellte die Partie allerdings keine Prüfung dar.
Im defensiven Bereich gab es ebenfalls wenig Gelegenheiten sich auszuzeichnen – in Hannover wird das vermutlich schon wieder ganz anders aussehen. Ein besonderer Glückwunsch geht natürlich an Armin Wurm, der seinen ersten DEL-Treffer verbuchen konnte und somit vielleicht zusätzlichen Mut bezüglich Schlagschüsse im überzahlspiel bekommen könnte.
Die Abteilung „Attacke“ machte zum Auftakt mächtig was los und wusste in allen Reihen zu gefallen. Besonders schmerzhaft trifft uns momentan der erneute Ausfall von Peter Sarno. Absolut vorbildlich hatte er sich nach seinem Comeback in den Dienst der Mannschaft gestellt und die 4 bzw. 3.Reihe deutlich aufgewertet, dabei keinen Zweikampf gescheut oder seiner Position im ersten Block sichtbar hinterher getrauert. Nachdem er beim zweiten und dritten Tor seinen Wert für die Grizzlies eindrucksvoll gezeigt hatte, darf man nun beim EHC um die Rückkehr das Italo-Kanadiers bangen.
Ansonsten konnten gegen die Roosters auch Spieler aus der vierten Reihe einmal ins Rampenlicht treten und in Person von Radek Krestan sogar doppelt punkten.
Insgesamt eine gute Leistung gegen einen schwachen Gegner.

Das Fazit

Der EHC scheint rechtzeitig zu den Play-offs wieder zurück in die Erfolgspur gefunden zu haben. Was die letzten Ergebnisse wert sind, wird man aber wohl erst nach dem Spiel in Hannover mit absoluter Endgültigkeit sagen können. In Hannover geht es für die Scorpions noch um die direkte Qualifikation für die Play-offs, so dass hier nicht nur ein äußerst motivierter, sondern vielleicht auch im Viertelfinale wiederzusehender Gegner warten könnte.
Wenn man sich die doch teils arrogant anmutenden Sperenzchen des Mitteldrittels in den nächsten Spielen sparen kann, wird es wohl noch ein etwas längeres Eishockeyjahr für die Grizzlies und ihre Anhänger (wie schnell ein 6-Tore Vorsprung weg sein kann, weiß man ja nach dieser Saison wohl hoffentlich...).
Spannend wird am kommenden Wochenende vor allem der Kampf, aber auch eventuelles Taktieren um die Plätze in der Abschlusstabelle sein. Mannheim dürfte dabei wohl der Gegner sein, dem die vorderen Teams der Liga um alles in der Welt aus dem Weg gehen wollen...lassen wir uns überraschen, ob der 2.Platz nicht am Ende ein Schleudersitz ist / gewesen wäre. mb

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