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5:4 - Titeljagd der Eisbären läuft wie geschmiert

2010_finale2_ebbDer Gast aus Wolfsburg präsentierte sich zunächst taktisch deutlich klüger als noch im ersten Aufeinandertreffen der beiden Bären.
Die Grizzlies agierten vom Start weg wesentlich kontrollierter und versuchten die Eisbären nicht um jeden Preis zu überrennen. Trotzdem gelang den Niedersachsen, wie schon in Spiel Nr.1, der frühe Führungstreffer. Doch noch in den Wolfsburger Torjubel hinein überraschte das katastrophal pfeifende Schiedsrichterduo Bauer/Piechaczek mit einer seiner ersten "interessanten" Entscheidungen: "Übertriebene Härte" gegen Laliberte lautete der seltsame Schiedsspruch der beiden gestreiften Herren.
Während den Eisbären umgehend der Ausgleich gelang, fing sich das Team der Gäste im Anschluss schnell wieder und gestaltete den ersten Spielabschnitt zu seinen Gunsten.
Doch schon im Mitteldrittel war es vorbei mit dem ausgeglichenen Spiel. Wolfsburg fand sich gleich viermal in Folge auf der Strafbank wieder und tat dies aus teilweise geradezu abenteuerlichen und einseitigen Regelauslegungen der beiden Referees. Gipfel der kreativen Regelschöpfung war eine Strafe wegen "Behinderung" gegen Gästestürmer Hoggan, der beim Zug vors Tor als Puckführender offenbar Rob Zepp im Gästetor berührt hatte. Eine Szene, die bei den über 400 Anhängern der Niedersachsen zunächst große Fragezeichen und letztlich blanke Wut hervorzurufen wusste.
Hätte der nach einem Pucktreffer frisch genähte Fischer nicht die beiden Tore der Gastgeber mit dem Anschlusstreffer beantwortet, das Spiel wäre zu diesem Zeitpunkt schon auf unrühmliche Weise entschieden gewesen.
Aber: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Fiel den beiden "Unparteiischen" bei Milleys schlitzohrigem Ausgleichtreffer zum Auftakt des Schlussabschnitts noch keine passende Regelauslegung ein, so wurde es ihnen im Verlauf des Drittels durch Disziplinlosigkeiten der mittlerweile doch verunsichert wirkenden Wolfsburger wesentlich einfacher gemacht. Als das Gespann nach zwei weiteren Eisbärentreffern zum traditionell späten Strafzeitenausgleich ansetzte, erholten sich die Grizzlies allerdings noch einmal und konnte so in der Schlussminute tatsächlich noch einmal bis auf ein Tor herankommen. Diesen Schock gerade verdaut, sahen sich die beiden Hauptschiedsrichter plötzlich der offenkundigen Strafwürdigkeit eines unkorrekten Checks gegen Kai Hospelt gegenüber und konnten sich einfach nicht für die passende Regel entscheiden - schade, für die Gäste aus der Volkswagenstadt.    
Weiteres Slapstickhighlight der Schlussminuten: Wolfsburgs Ken Magowan muss einen Stockstich einstecken und darf sich zum Übeltäter ("Stockschlag") wegen Halten des gegnerischen Stocks gesellen.
Insgesamt also ein Abend, an welchem das Produkt "DEL-Eishockey" komplett der Lächerlichkeit preisgegeben wurde. 
Besagtes Schiedsrichterduo darf sich übrigens, um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, auch in Spiel Nr.3 am Regelwerk dieser Sportart mit den vielen Leuten, die sich ganz schnell bewegen und Schläger dabei durch die Gegend tragen versuchen. 
Und die Moral von der Geschicht: Deeskalation scheint man beim zuständigen Organ offenbar für neumodischen Schnickschnack zu halten und alle anderen Schiedsrichter sind gerade in den zahlreichen parallel stattfindenden Partien gebunden...

0:1 Magowan (Alavaara - Ulmer) 8.Min PP 5-4
1:1 Busch (Walker - Regehr) 9.Min PP 5-4 
2:1 Sharrow (Ustorf - Rankel) 23.Min PP 5-4
3:1 Rankel (Ustorf - T.J. Mulock) 27.Min
3:2 Schmidt (Fischer - Milley) 28.Min 
3:3 Milley (Haskins - Traynor) 41.Min
4:3 Felski (Friesen - Mulock) 51.Min
5:3 Busch (Walser) 57.Min
5:4 Sloan (Laliberte - Alavaara) 60.Min PP 6-4  

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