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EHC - Straubing Tigers 4:1

Auch im zweiten Duell des Wochenendes mit dem Lieblingsgegner aus Bayern zeigten die Grizzlies, dass die Niederlage vom 38.Spieltag lediglich ein Ausrutscher war. Wie in den Jahren zuvor, gelang es Straubing erneut nicht gegen Wolfsburg zu punkten.  


1.Drittel
Dabei erwischten die Gäste einen denkbar ungünstigen Start: Ondruschka weihte schon nach 22 Sekunden die Strafbank der Tigers ein und brachte die Hausherren damit gut in die Partie. Da obendrein das Powerplay der Grizzlies gleich im ersten Anlauf einen recht gefälligen Eindruck machte, dürfte sich die Stirn von Gästecoach Jürgen Rumrich umgehend in Sorgenfalten gelegt haben. Doch sowohl Alavaara als auch Fischer konnten ihre Versuche nicht hinter Guryca im Kasten unterbringen, so dass die Gäste erst einmal durchatmen konnten. Mit kleineren Unterbrechungen gelang es dem EHC in der Folgezeit immer wieder Druck auf das Gehäuse der Bayern auszuüben und in der 5.Minute war es dann auch endlich soweit: Andy Morczinietz konnte nach Querpass durch den aufgerückten Alavaara den Puck aus nächster Nähe über die Linie drücken!
Zum Leidwesen der rund 2400 Fans verweigerte HSR Piechaczek dem Treffer nach Videobeweis die Anerkennung – „Torraumabseits“ lautete das Urteil des Unparteiischen. 
Das Spiel gestaltete sich nun ausgeglichen und beide Torhüter bekamen, trotz guter Abwehrarbeit auf beiden Seiten, vermehrt Gelegenheit sich auszuzeichnen. Besonders zwischen der 13. und 15.Minute rückte Jochen Reimer in den Mittelpunkt, als die Gäste ihr erstes Powerplay aufziehen durften. Doch wie schon vor zwei Tagen bissen sich die Tigers die Zähne an der Defensive der Gastgeber aus.
Dass es nicht torlos in die erste Pause ging, dafür sorgte – wie könnte es momentan auch anders sein – Wolfsburgs aktuell heißester Spieler. Tyler Haskins stand, wie so oft in den letzten Partien, nach einem Schuss von Blake Sloan genau dort, wo man stehen muss, und versenkte den Abstauber zum umjubelten 1:0 in den Maschen (19.Min). Mit diesem aus Grizzlysicht erfreulichen Ausrufezeichen ging es, zwei ausgelassene Chancen später, zum ersten Mal in die Kabinen.

2.Drittel
Die Tigers erhöhten nun die Intensität und begaben sich gleich zu Drittelbeginn mehr als nur auf Augenhöhe zum EHC. Es dauerte einige Minuten, bevor den Gastgeber wieder etwas wirklich Überzeugendes im Angriffsdrittel gelang, dann aber zündeten sie nach vier bis fünf gespielten Minuten ihrerseits den Turbo und brachten die Gäste wiederum ein ums andere Mal in arge Bedrängnis. Als Mapletoft in der 27.Minute dann auf die Strafbank der Bayern wanderte, ließ sich das Powerplay der Grizzlies nicht zweimal bitten. Wie zuletzt selten gesehen, zogen die Formationen des EHC ihre Überzahl gut strukturiert auf und brachten es obendrein auch zum Abschluss. Erneut Tyler Haskins gelang nach einer Minute in numerischer Überlegenheit das 2:0 – wieder mit einem Abstauber im Slot.
Wer jetzt dachte, der Gast aus Straubing müsste diesen Nackenschlag erst einmal verdauen, sah sich getäuscht. Die Tigers wirkten durch den zweiten Treffer der Grizzlies wie angestachelt und drängten wütend auf den Anschluss. Letztlich sorgte allerdings weniger der Druck der Gäste, sondern vielmehr eine Unaufmerksamkeit des Wolfsburger Goalies für den prompten Anschlusstreffer zum 2:1. Tobias Draxinger war der Glückliche, der nach einem entspannt wirkenden Querpass an die gegenüber liegende Bande aus spitzem Winkel Reimer auf dem falschen Fuß erwischte und sich den Torerfolg gutschreiben lassen durfte. Gerade eine Minute war also nach Haskins zweitem Treffer vergangen, schon war fast wieder alles offen. Nun zeigte sich wieder Wolfsburg bemühter und kämpfte sich in einer anschließenden Unterzahl (30.) wieder zurück in die Partie, erzielte per Break fast einen Shorthander, nur um im direkten Anschluss wieder in Unterzahl zu geraten (32.). Die Partie stand in dieser Phase spürbar auf Messers Schneide und wurde, wie so oft auf diesem Niveau, von der Effektivität der Special Teams entschieden. Während Straubings Bemühungen in Wolfsburgs Unterzahlformationen oder Jochen Reimer ihren Meister fanden, zeigten die Grizzlies die so lange vermisste Durchschlagskraft bei eigener Überzahl. Als ab der 38.Spielminute mit Draxinger auch einmal wieder ein Gast das Sünderbänkchen beehrte, brannte Wolfsburgs Alavaara geradezu ein Schussfestival ab, das natürlich nur durch die vorbildliche Laufarbeit seiner Formation ermöglicht wurde. Immer wieder stand der Wolfsburger Blueliner frei und ließ dem Gästekeeper das Hartgummi um die Ohren fliegen, bis er eine Minute vor Drittelende endlich Vollzug melden konnte. Sein 3:1 ließ auch das zweite Pausenbier wesentlich entspannter die eine oder andere Kehle hinunterlaufen...
   
3.Drittel
Das Spiel blieb schnell und intensiv, profitierte jetzt vor allem vom Willen der Gäste, die sich längst nicht mit der Rückkehr zur ungeliebten Serie gegen den Angstgegner aus Wolfsburg abfinden wollten.
Doch das Team aus der Volkswagenstadt verteidigte, nicht nur in zwei weiteren Unterzahlspielen, gewohnt konzentriert und brachte seinerseits immer wieder gefährliche Aktionen vor Guryca zuwege. Ein weiterer Treffer sollte allerdings erst wieder fallen, als die Gäste ihren Keeper zugunsten eines weiteren Feldspielers aus dem Kasten genommen hatten – allerdings in besagtem Kasten, der in der Schlussphase für Jeff Hoggan aus spitzem Winkel zum Einschuss lockte. Dessen 4:1 ins leere Tor setzte elf Sekunden vor dem Ende den Schlusspunkt unter diese weitestgehend ausgeglichene Partie.


Mein subjektiver Eindruck:
Irgendwie wirkte das Ganze da unten auf dem Eis vor lauter Kampf und Laufarbeit streckenweise ziemlich ver- und zerfahren. Der Wille der Straubinger wusste durchaus zu beeindrucken, doch unser Team scheint wieder in die Spur gefunden zu haben...und da reicht die Qualität im Team der Bayern dann halt doch nicht aus, um uns die Punkte zu klauen!
Sollte der EHC diese Entwicklung beibehalten, dürften die Heimspiele gegen Mannheim und Berlin äußerst spannend werden. Selbst ein Sieg gegen die Eisbären sollte dann nicht mehr bloße Utopie sein ;)

Tor
Reimer mit einer Kappe, ansonsten gute Vorstellung des Wolfsburger Goalies.
Schade, dass er sich den Doppel-shutout per Sekundenschlaf selber versaute.

Verteidigung
Alles in Butter. Sogar Bina. Schön, dass Jan-Axel mehr Schüsse als zuletzt abfeuern durfte. Ob das am Gegner, oder an verbesserten Abläufen im Powerplay lag, werden die kommenden Spiele wohl zeigen.

Sturm
Haskins ist weiter „on fire“, Hoggan kehrt mit guter Leistung und Tor zurück.
Leider strahlte wieder nur die Reihe um Haskins überdurchschnittlich viel Torgefahr aus. Während Hospelt mit Hoggan und Furchner noch recht akzeptabel vor dem gegnerischen Tor agierten, kam von den beiden anderen Reihen noch weniger auf das Gehäuse von Guryca – es wird langsam zu einer Art Mantra von mir: Unser Sturm sollte in der Lage sein wesentlich mehr Torgefahr und wesentlich mehr Tore zu generieren! Spätestens in den Play-offs muss das klappen, dann kann der große Wurf in dieser Saison gelingen! mb

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