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EHC - Mannheimer Adler 0:1

Nach dem torreichen Aufeinandertreffen in Mannheim gastierten die Adler nun zum zweiten Kräftemessen mit den Grizzlies in der Volkswagenstadt.

Während die erste Partie, die die Gäste aus Wolfsburg nach 3:0 Rückstand noch 4:5 für sich entscheiden konnten, ein Spiel mit vielen Höhen, Tiefen und vor allem Toren gewesen war, sollte der Nachmittag in Wolfsburg doch etwas anders, wenn auch nicht weniger spannend, verlaufen.

 

 

1. Drittel

Eines hatte sich jedenfalls seit dem ersten Duell nicht geändert: Man begegnete sich auf Augenhöhe und schenkte sich schlichtweg nichts! Doch während Wolfsburg eher durch Fleiß als durch hochkarätige Chancen auf sich aufmerksam machte, wirkte die Gangart der Gäste weitaus zielstrebiger. Gleich zweimal sah es so aus, als ob die Adler die Führung sicher in der Tasche hätten...und ebenso zweimal blieb der überragende Daniar Dshunussow Sieger im Duell mit Mannheim Stürmern. Dabei sah er sich in der 7.Spielminute gleich mehreren Stürmern der Gäste gegenüber, die auf engstem Raum die Scheibe in sein Gehäuse stochern wollten. Doch sowohl in dieser Situation, als auch bei Magowans Alleingang kurz vor Ende des ersten Drittels behielt der Wolfsburger Goalie die Nerven und hielt seinen Kasten sauber.

Die Chancen der Grizzlies hingegen reduzierten sich auf bieder herausgespielte und wenig zwingende Abschlussversuche, die Starkeeper Brathwaite nicht einmal annähernd in ernsthafte Bedrängnis brachten.

Das Powerplay der Gastgeber blieb leider ebenfalls harm- und ergebnislos.

 

 

2. Drittel

Der EHC bekam nun so etwas wie Kontrolle über die Partie und erzwang sich die eine oder andere brauchbare Torgelegenheit. Doch selbst einen der seltenen Schnitzer des Mannheimer Ausnahmegoalies konnte der Wolfsburger Angriff nicht in Zählbares verwandeln, so dass die Adler schnell wieder an Spielanteilen zulegen konnten. Trotz (oder wegen?) des Überzahlspiel der Grizzlies ab der 25.Minute, kam Mannheim kaum aus dem Tritt, die Partie blieb schnell und intensiv, wobei der Gast insgesamt zielstrebiger wirkte. Vor allem im Powerplay der Adler wurde den anwesenden Fans der Grizzlies heiß und kalt, so energisch und schnell trug der MERC seine Überzahlkombinationen vor. Dass es trotzdem weiter beim 0:0 blieb, war der Grizzlydefensive und natürlich erneut Daniar Dshunussow im Tor der Gastgeber geschuldet.

Gemessen am ansehnlichen Körperspiel beider Teams – mit sichtbaren Vorteilen für die äußerst robusten Adler – blieb die Strafbank bis zum Schlusspfiff übrigens nur mäßig frequentiert.

 

 

3. Drittel

Es blieb die Geschichte der gescheiterten Versuche, irgendwie den Puck über die Linie zu bringen. Wer sonst, als Ken Magowan, sollte diesem Treiben dann endlich ein Ende setzen. Leider spielt der kampfstarke Torjäger mittlerweile für die finanzstärkere Truppe dieser Begegnung, so dass sein Treffer das 0:1 für die Gäste bedeutete (51.Min). In bekannter Manier hatte der ehemalige Wolfsburger Goalgetter Verteidiger Wurm im Slot vor dem Wolfsburger Gehäuse stark grenzwertig bearbeitet und sich schlussendlich aus dem Slot zur Einschussposition auf schräg rechts begeben. Wurms Versuch den Hintertorpass zu unterbinden scheiterte, Magowan vollstreckte. Irgendwie fühlte sich dieses Tor endgültig an...und sollte es auch bleiben.

Wolfsburg warf noch einmal, so weit wie möglich, alles nach vorne, wusste aber erst gegen Ende der Begegnung wirklich zu überzeugen. Besonders die letzten beiden Minuten hatten es noch einmal wirklich in sich, doch außer einem gesteigerten Herztablettenkonsum gab es in der Eisarena nichts Zählbares mehr zu verbuchen. So hatte der EHC es am Ende tatsächlich geschafft, mit zwei Gegentoren in zwei (Heim!)Spielen nicht einen einzigen Punkt zu verbuchen. Nicht schön, aber zum Glück selten.

 

 

Mein subjektiver Eindruck

Wolfsburg hätte wohl noch mal 60 Minuten mit sechs Feldspielern dranhängen können...da wäre ums Verrecken kein Tor gefallen. Neben dem wenig zwingenden Spiel im gegnerischen Drittel kam natürlich auch wieder etwas Pech hinzu, aber mal ehrlich: Nachschüsse und gibt’s nicht geschenkt; die muss man sich – teilweise schmerzhaft – verdienen. Wahlweise kann man sie sich auch ergaunern, wie Ex-Grizzly Magowan beim einzigen Tor des Abends demonstrierte. Der schlitzohrige Provokateur und Vollstrecker Haskins fehlte hier an allen Ecken und Enden...

 

 

Tor

Dshuni wieder in Galaform, blieb bei Magowans Alleingang lange stehen und verhinderte nicht nur in dieser Situation einen früheren Rückstand der Grizzlies. Insgesamt mit einer noch besseren Leistung als sein Gegenüber Frederik Brathwaite, der zwar keinen Gegentreffer kassierte, aber einige Unsicherheiten zeigte, die leider nicht bestraft wurden.

 

Verteidigung

Solide Leistung, was vor allem auch für Neuzugang und Rückkehrer Marvin Degon galt. Degon zeigte in einigen Situationen gut koordiniertes Körperspiel und den nötigen Willen zur Puckeroberung. Insgesamt aber noch nicht voll im Spielfluss integriert.

Armin Wurm zahlte, nicht nur beim Gegentreffer, etwas Lehrgeld – bleibt aber weiter unser Verteidiger mit der verheißungsvollsten Entwicklung.

 

Sturm

Während die Arbeiter in diesem Teil der Mannschaft ihren Job hervorragend erledigen, kommt vom Personal mit Scoring-Ambitionen definitiv zu wenig.

Wie es schon Trainer Pavel Gross hervorragend auf den Punkt brachte: Beim 10:2 gegen Krefeld sind alle bei der Musik dabei – in engen Spielen gegen starke Gegner bleibt so mancher Akteur die Härte und den eisernen Willen zum Tor zu ziehen schuldig. Gerade gegen Teams wie Mannheim ist der Kampf vorm Tor meist eine sehr schmerzhafte Angelegenheit, schonten die Adler doch an diesem Abend weder sich noch den Gegner.

Vor allem Laliberté und Davis glänzen leider immer wieder durch Alibihockey, dass die eigene Unversehrtheit garantiert und nebenbei den einen oder anderen wenig aussichtsreichen Torschuss abwirft. Leider zählen Ausrüstungstreffer nicht – niemals und nirgendwo!

Zusammen mit der eher zerstörenden Fraktion ergibt das eine sehr ausrechenbare und für den Gegner gut zu verteidigende Mischung. Leider hatte Rekonvaleszent Werner bis zu seinem Ausfall in den Disziplinen Torgefahr und Präsenz ebenfalls nicht überzeugt, so dass auch langfristig nur wenig Druck auf die Ausländer ausgeübt werden kann. Schade!

 

 

Fazit

Derart harmlos traten die Grizzlies lange nicht mehr auf. Dieser Umstand wirkt gepaart mit der vorbildlichen Defensivleistung schon irgendwie absurd. Wirklich sauer kann man, finde ich zumindest, nämlich nur auf ganz wenige im Team sein. Trotzdem reichte es in den vergangenen 120 Heimminuten nicht zu einem einzigen Torjubel, ich vergesse langsam wie das geht ;)

mb

 

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