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EHC - T.Sabo Ice Tigers 3:1

Auf der Zielgeraden der diesjährigen Hauptrunde stand mit dem Tabellenvorletzten aus Nürnberg eine dieser wenig erbaulichen Pflichtaufgaben auf dem Programm.
Die Ice Tigers, bei denen es in den letzten Partien lediglich um die goldene Ananas geht, präsentierten sich wie befürchtet: Unorthodox und unbequem zu spielen und natürlich ohne jegliche Nervosität.
Die drei Punkte zur Sicherung des Heimrechts sollten also hart verdient werden…
 
1.Drittel
Dabei erwischte der Gastgeber aus Wolfsburg einen durchaus brauchbaren Start.
Besonders John Laliberte sorgte dabei in den Reihen der Gäste für viel Kopfzerbrechen und erspielte sich gleich mehrere hochkarätige Möglichkeiten. Sein Treffer zum 1:0 gelang ihm dabei mit der vierten Reihe, in der er an diesem Abend mangels zwölften Stürmers Doppelschichten einlegen musste.
Doch bevor es in der 17.Spielminute endlich soweit war, scheiterte der EHC gleich reihenweise im Abschluss gegen die äußerst sperrig auftretenden Ice Tiger und ihren gut aufgelegten Goalie. Pech war allerdings ebenso dabei: Vor allem bei Wolfsburgs Laliberte, der gleich zweimal den Pfosten traf. Nürnbergs wenige Chance fanden im Gegenzug bei Dshunussow ihr Ende.
Da die Grizzlies, wie zuletzt leider öfter zu sehen, zwei Überzahlspiele ebenfalls ungenutzt ließen, ging es mit diesem knappen Zwischenergebnis zum ersten Mal in die Kabinen.


2.Drittel
Wolfsburgs vierte Reihe mit Rekonvaleszent Stephen Werner, Youngster Vincenz Mayer und John Laliberte rockte weiter das Eis…zumindest verglichen mit dem doch eher zähen restlichen Geschehen. So war es dann auch Mayer vorbehalten den zweiten Treffer des Abends zu markieren, als er in der 24.Minute einen Bina-Schuss ins Gehäuse der Gäste lenkte. Zum Leidwesen der rund 2300 anwesenden Zuschauer verfiel die Grizzlydefensive fast direkt im Anschluss in Sekundenschlaf, so dass nicht einmal zwei Minuten später Dusan Frosch für die Gäste auf 2:1 verkürzen konnte. Völlig frei hatte der Nürnberger Stürmer im Rücken der Abwehr einnetzen können – es blieb ein enges und weitestgehend unattraktives Spiel. Zumal Nürnberg keinesfalls gewillt war, die Saison entspannt ausklingen zu lassen und nun verstärkt in die Offensive investierte. Prompt wurde es wenig später besonders brenzlig: Wolfsburg kassierte innerhalb kürzester Zeit gleich zwei Strafen und musste sogar eine knappe Minute in doppelter Unterzahl überstehen.
Da diese Übung mit viel Konzentration und nun deutlich erhöhtem Einsatz souverän gelang, schien das Momentan erneut die Seite zu wechseln…doch es sollte einfach keine Dynamik ins Spiel kommen.
Mehr als je eine schadlos überstandene Strafzeit auf beiden Seiten und einem erneuten Pfostenknaller der Grizzlies, diesmal durch Kai Hospelt, sollte bis zur nächsten Sirene nicht mehr passieren.

3.Drittel
Das Spiel stotterte sich durch den Schlussabschnitt seinem Ende entgegen. Dabei hing stets die Befürchtung einer dieser unnötigen, kaum zu erklärenden Niederlagen in der Luft – zur Erleichterung der Grizzlyfans blieb sie auch da.
Während bei den Ice Tigers wiederum der im gesamten Spiel äußerst auffällige Alexander Oblinger zu einer Chance kam, Yan Stastny sich darüber hinaus sogar im 1 gegen 1 an Dshunussow  versuchen durfte, konnte Wolfsburg nun noch wenig Gefährliches verbuchen. Lediglich Lalibertes dritter Pfostentreffer strahlte wirklich noch einmal so etwas wie Gefahr für das von Patrick Ehelechner gehütete Tor der Gäste aus.
Letztlich überstanden die Hausherren die Schlussoffensive der Ice Tigers ohne weiteren Gegentreffer und konnten somit die direkte Qualifikation für die diesjährigen Play-offs (mindestens 6.Platz) schon fast in trockene Tücher bringen.
Milleys Schuss ins leere Tor (60.) machte schließlich den Deckel drauf und sichtlich erleichterte Grizzlies feierten den wichtigen Dreier im Anschluss mit ihren Fans.

Mein subjektiver Eindruck
Das war ein seltsames Spiel. Nürnberg spielte für ein Team jenseits von Gut und Böse extrem unangenehm, lief die Räume diszipliniert zu, betrieb streckenweise gutes Forechecking und unterband somit das typische Grizzlyhockey recht effektiv. Die Partie wollte und wollte keine Fahrt aufnehmen…erst in Unterzahl war bei den Grizzlies so etwas wie unbedingter Wille und das gewohnte Tempo im Spiel zu sehen!
Die Wichtigkeit der Partie schien den Wolfsburger trotzdem bewusst: Das Motto hieß nur eben „Geduld“ und nicht „Gas geben“.
 
Tor
Dshuni tadellos. Wurde wenig gefordert, war dann aber immer voll auf dem Posten. Gerade im letzten Drittel mit 2-3 ganz wichtigen Saves, die einen ärgerlichen Punktverlust verhinderten.

Verteidigung
Bina und Kohl sind weiterhin das Top-Duo unserer Verteidigung. Beide haben im Verlaufe der Saison eine wunderbare Entwicklung durchlaufen und ergänzen sich oberndrein nahezu perfekt!
Auch Paetsch und Fischer haben sich, nach anfänglichen Problemen, gut gefunden und waren zwischenzeitlich sogar ein richtiger Faktor im Powerplay. Momentan in Überzahl allerdings genauso glücklos wie der Rest der Truppe…
Dass Höhenleitner mit dem ohnehin etwas offensiveren Degon nicht immer eine perfekte Figur abgeben kann, ist absolut klar. Für einen Stürmer aber eigentlich immer mit solider Leistung in der „Aushilfsverteidigung“.

Sturm
Neben der vierten Reihe mit dem munter aufspielenden Mayer und dem immer besser in Fahrt kommenden Werner, glänzte vor allem John Laliberte…in eben jener vierten und in seiner eigentlichen Stammreihe neben dem guten Patrick Pohl und dem eher blassen Davis. Während die erste Reihe im Anfangsdrittel noch einige Akzente setzen konnte, blieben die übrigen Akteure größtenteils ohne nennenswerte Aktionen vor dem Tor der Gäste. Vieles, was aufs Tor der Tiger kam, war darüber hinaus bestenfalls als Versuch zu werten, ein wirklicher Sturmlauf auf das Gehäuse der Nürnberger blieb 60 Minuten lang aus.
Das Powerplay bleibt hier das größte Sorgenkind: Erneut gehen die Grizzlies ohne Treffer in Überzahl vom Eis. In den Play-offs bildet aber genau diese Disziplin die Grundlage, um viele der meist hart umkämpften und knappen Partien zu gewinnen.

Fazit
Wenn wir in den Play-offs wirklich bestehen wollen, dann muss das Powerplay schnellst möglich wieder in die Spur kommen!
Vor allem Mannschaften, die viel und teils überhart auf den Körper spielen, lachen sich über uns kaputt, wenn wir die daraus resultierenden Strafen nicht in Tore verwandeln können. Wie frustrierend das dann aussieht, hat man zuletzt gegen Mannheim „bewundern“ dürfen. Der Gegner unterbindet die guten Aktionen der Grizzlies mit Fouls, tobt sich ein bisschen aus, verschafft sich vielleicht sogar Respekt und gewinnt am Ende knapp…
Insgesamt bleibt einfach zu hoffen, dass neben Schopper auch noch Diesel und eventuell Sloan zurückkehren, so dass wir endlich wieder ein paar Optionen mehr besitzen. Vor allem Matt dürfte in den Play-offs ein echter Faktor sein.
mb

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