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EHC - Krefeld Pinguine 2:3

Mit Krefeld gastierte nach Straubing schon der zweite aktuelle "Angstgegner" der Grizzlies an diesem Wochenende in Wolfsburg. Überraschenderweise fanden sich, trotz zwei Heimspielen + VfL-Heimspiel + vorletzter Tabellenplatz stolze 2531 Zuschauer ein, um dem 10.Heimsieg in Serie beizuwohnen. Daraus wurde leider nichts.

Der EHC nutzte gleich die ersten 20 Minuten der Begegnung, um das komplette Spiel vor die Wand zu fahren. Unkonzentriert, ohne durchgängig erkennbare taktische Ordnung und häufig viel zu offensiv präsentierten sich die Grizzlies ihrem Heimpublikum und kassierten schon nach knapp zwei Minuten das 0:1 durch Kretschmann. Nach einem haarsträubenden Wechselfehler konnte sich die Krefelder Angriffsformation in Ruhe positionieren und per Nachschuss ungestört in Front schießen.
Hospelts Ausgleich bei Wolfsburger Überzahl (6.) blieb das einzig Zählbare, was der Gastgeber im Auftaktdrittel zustande brachte. Im Gegenteil: Ein von Verteidiger Bina abgefälschter Schuss fand per Bogenlampe den Weg ins Tor der Grizzlies (14.) und stolze 23 Sekunden vor dem Pausentee gelang Meyers mit gütiger Mithilfe von Wolfsburgs Torhüter das 1:3 per Treffer aus spitzem Winkel.
Wer nach Justin Merciers frühem Anschlusstreffer zum 2:3 bereits die Wende zu erahnen glaubte (22.), wurde in den folgenden 38 Minuten zwar immer wieder mit neuer Hoffnung genährt, doch vorm Tor der Gäste blieb der EHC den Rest des Nachmittags fast durchweg zu harmlos.
Gästekeeper Duba wehrte zwar einige brauchbare Versuche der Wolfsburger Angriffsreihen ab, die zahlreichen Rebounds fanden allerdings stets keinen Abnehmer, so dass mit einem Angreifer mehr der längst verdiente Ausgleich auch in der Schlussminute nicht fallen wollte.
Mit gesenkten Häuptern schlichen die Grizzlies vom Eis.

In diesem eigentlich nur als seltsam zu beschreibenden Spiel wirkten die Grizzlies so, als hätte die Entwicklung seit Jahresbeginn eigentlich nicht stattgefunden. Völlig wirr, teilweise ohne jegliche defensive Disziplin und offensive Durchschlagskraft beendete der Gastgeber seine Serie eigentlich im Alleingang. Krefeld spielte seinen bestenfalls soliden Stiefel runter und hielt die Grizzlies, zugegebenermaßen geschickt, meist recht effektiv vom Torerfolg ab. Anfangs vogelwild, wurde das Spiel mit zunehmender Dauer aus Heimfansicht eigentlich immer unerträglicher.
Torhüter Vogl hatte offenbar nicht seinen besten Tag und passte sich damit der Leistung seiner Teamkollegen nahtlos an. Neben der fehlenden Torgefahr eines Diesels machte sich, oh Wunder, die insgesamt schlechte Vorstellung der Grizzlies vor allem bei den üblichen Verdächtigen bemerkbar. Einzig Justin Mercier zeigte eine Leistung über dem von ihm gewohnten Niveau, was eigentlich alles zum Spiel sagt.

Bleibt abzuwarten, ob die Grizzlies diesen herben Rückschlag nach der Pause doch noch einmal verdauen können und zum letzten Sturm auf die Playoffs blasen können. Mittlerweile bedarf es da wohl eines ausgewachsenen Wunders, um nicht vorzeitig in die Ferien zu gehen. mb