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Spielberichte 13/14

EHC - Kölner Haie (HF4) 2:3

  • Geschrieben von Martin
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Seltsame Schwächephasen

Nach der zweiten Niederlage in der laufenden Halbfinalserie ging es für die Grizzlies nun schon fast um alles oder nichts. Ein 1:3 Rückstand in einer Best-of-seven Serie, dazu gegen einen defensiv derart stabilen Gegner wie die Kölner Haie, sollte unter allen Umständen vermieden werden.  
Vor mit 3300 Zuschauern für einen Wochentag bemerkenswert gut gefüllt Rängen starteten die Grizzlies zunächst extrem nervös in diese so wichtige Begegnung. Wurms Rückgabe vor das eigene Tor in den Anfangssekunden war da nur ein Sinnbild für die ersten zittrigen Versuche der Hausherren, sich in dieses Spiel hinein zu finden.
Köln hingegen präsentierte sich sofort voll konzentriert und abgeklärt, taxierte dabei mit klarer Spielanlage gleich zu Beginn den Spielraum beim Schiedsrichterduo aus. Und Köln hatte durchaus Spielraum. Zum Leidwesen der heimischen Fans schien dieser Spielraum nicht in gleichem Umfang für die Grizzlies zu gelten, so dass die Akteure in orange sich im Lauf der Partie gleich mehrere Male zwar regelkonform, aber in keinem Verhältnis zur sonstigen Linie der Referees auf der  Strafbank wiederfanden.
So fiel Kölns schön herausgespielte Führung denn auch in einer Überzahl, der zwar ein regelwidriges Vergehen Dzieduszyckis vorausgegangen war, die dem Foul vorangegangenen Kölner Regelwidrigkeiten (Beinstellen und Stockschlag) waren aber konsequent ignoriert worden. Minards Treffer (9.) sollte aber nicht lange unbeantwortet bleiben: Schon eine Zeigerumdrehung später versetzte Wolfsburgs Eismaschine Sebastian Furchner die Eisarena in Feierstimmung, als er den Kölner Goalie aus spitzem Winkel überwinden konnte.
Köln wirkte weiterhin kontrollierter, hielt dem kraftraubenden Forechecking der Grizzlies gut stand und brachte den Puck fast immer einigermaßen kontrolliert aus dem eigenen Drittel. Nicht verwunderlich, dass der vielumjubelte zweite Wolfsburger Treffer (16.) aus einem Konter entstand. Mit einem lässig zwischen die aufgerückten Kölner Reihen gespielten Zuckerpass schickte Rosa schließlich Ramzi Abid auf die einsame Reise gen aus den Birken. Der vollstreckte einem knallharten Schuss in den Stockhandwinkel zum 2:1, ließ die Grizzlies vom Ausgleich in der Serie träumen.
Und plötzlich bekam auch der Gast Strafen aufgebrummt! Gleich zwei Akteure der Haie fanden sich in den Schlussminuten des Drittels auf der Strafbank ein, doch Wolfsburgs Powerplay blieb ohne Power – und vor allem fast ohne Schuss. Statt aus allen Rohren auf die verbliebenen Spieler der Gäste und deren Goalie zu feuern, starb Wolfsburgs Überzahlspiel einmal mehr in Schönheit und brachte auf der Suche nach dem perfekten Spielzug gerade einmal einen mickrigen Schuss zustande.
Mit 40 Sekunden Reststrafe auf der Uhr ging es zum ersten Mal in die Kabinen.
Irgendwer schien den Grizzlies in der Pause den Stecker gezogen oder die Energieriegel geklaut zu haben.
Zwar reichte die Tankfüllung der Hausherren offenbar noch für die eine oder andere Spielminute, doch spätestens als Köln die erste Überzahl des Drittels wegen eines lachhaften Pfiffs gegen Wolfsburgs Abid genoss (übertriebenes Anstupsen – von Härte konnte keine Rede sein) , war es mit der Wolfsburger Kraft offenbar vorbei.
Die Haie spielten sich nun Chance um Chance heraus, waren fast immer einen Schritt schneller als ihre Gegenspieler und in der 38. Minute schließlich durch Marcel Müller erfolgreich. Bezeichnenderweise fiel das 2:2 zwischen zwei Überzahlspielen (!) der Grizzlies, die die zwei Minuten jeweils eher zum Luftholen oder sich selber in Bedrängnis bringen genutzt hatte. So blieb am Ende des Mitteldrittels die Enttäuschung über die durchgängig vergeigten Powerplaysituationen und die Erleichterung über den äußerst glücklichen Zwischenstand von 2:2.
Wolfsburg startete zwar spürbar erholt  in den Schlussabschnitt, setzte endlich wieder den einen oder anderen gefährlichen offensiven Akzent, doch die Gäste blieben das strukturierter auftretende Team mit den besseren Einschussgel