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EHC - T.Sabo Ice Tigers 5:4 n.V.

So weit die Kufen tragen
 
Nach der deutlich vom Kräfteverschleiß gezeichneten Vorstellung in Straubing erwartete man in Wolfsburg nun mit Spannung das erneute Aufeinandertreffen mit dem Tabellennachbarn aus Nürnberg. Beim letzten Gastspiel in der Lebkuchenstadt waren den Grizzlies durch ein offenbar erst nach der Sirene erzieltes Gegentor sämtliche Punkte geraubt worden, so dass die Anspannung vor diesem Duell wohl entsprechend hoch war. 
Zur allgemeinen Erleichterung machten die Hausherren zumindest in den Anfangsminuten einen frischeren Eindruck als noch zuletzt und setzten die Gäste gleich einmal kräftig unter Druck. Nur mit viel Mühe und einer ordentlichen Portion Glück blieb Nürnberg in diesen ersten Minuten ohne Gegentreffer und profitierte schließlich sogar von einem Wolfsburger Missgeschick. Simon Danner war der Unglücksrabe, der Ehliz’ Pass vors Grizzlytor unhaltbar in die eigenen Maschen lenkte (4.). Prompt waren die Ice Tigers im Spiel, die Frische wich vorübergehend aus den müden Beinen der Wolfsburger. Nach einigen Minuten hatten sich die Grizzlies allerdings wieder berappelt und bauten den Anfangsdruck erneut auf, um – man höre und staune – mit zwei Treffern in Überzahl durch Fauser (9.) und Haskins (18.) selber in Führung zu gehen. Dabei hatte der beim 0.1 noch so glückliche Ehliz mit einer doppelten Strafzeit nicht unwesentlich mitgeholfen – Fortuna hatte sich endlich ein wenig in Richtung Wolfsburg bewegt!
Was folgte erinnerte dann aber doch über weite Strecken der Begegnung in Straubing: Wolfsburg zeigte sich in den nächsten beiden Dritteln enorm konteranfällig, gewann immer weniger Zweikämpfe in der Angriffzone und konnte von Glück sagen, dass am Ende des Schlussabschnitts noch ein 4:4 auf der Anzeigentafel zu sehen war. Im Mittelabschnitt hatte der wieder einmal über Höhenleitner eingeleitete Konter bei eigener Unterzahl in Aubin einen fähigen Abnehmer zum 2:3 gefunden und damit zumindest noch ein Highlight aus Grizzlysicht setzen können (35.). Doch schon 22 Sekunden später schlug die Scheibe, gekonnt oder eher glücklich abgefälscht hinter Dshunussow ein, der somit schon das zweite seltsame Gegentor schlucken musste. Regiers zwischenzeitlicher Ausgleich zum 2:2, nur eine Minute vor diesem „Doppelschlag“, war hingegen endlich einmal eher klassisch nach einem verlorenen Zweikampf an der Bande entstanden.
Doch es kam noch schlimmer für die Grizzlies: Eine der vielen Nachlässigkeiten im Backchecking und in der Passgenauigkeit rächte sich schließlich, wenn auch reichlich spät, in der 50.Minute. Steven Reinprecht ließ Wolfsburgs Dshunussow bei seinem Alleingang sehenswert aussteigen und vollstreckte per Rückhandheber in den Winkel zum 3:4.
Nicht weniger spektakulär brachte der Kapitän der Grizzlies sein Team mit einem rasanten Antritt über Linksaußen zurück ins Spiel. Sein angedeuteter Schuss ließ Gästekeeper Weiman reichlich lustig als eine Art Standbild auf dem Eis erstarren, der folgende Schlenker um ihn herum ermöglichte dann den mehr oder minder entspannten Abschluss zum 4:4 (53.). Der Bruch im Spiel der Nürnberger folgte umgehend. Plötzlich wirkten die Gäste alles andere als läuferisch ausgeruht, auf einmal passte im Zweikampfverhalten auch bei den Ice Tigers nicht mehr alles.
Bis zur anschließenden Verlängerung blieben die Gastgeber das bestimmende Team, konnte aber keinen weiteren Treffer markieren.
Die Verlängerung hingegen sollte nur gut eine Minute alt werden, da hatten mit Christoph Höhenleitner und Sebastian Furchner zwei der augenscheinlich Fittesten auf dem Eis ihren großen Auftritt. Höhenleitner besorgt den Puckvortrag, Furchner umkurvt das gegnerische Gehäuse, verzögert zweimal um einen besseren Winkel herzustellen…und trifft zum alles entscheidenden 5:4 in den langen Winkel.
Der Jubel der Grizzlies fiel schon fast in Play-off-artigen Dimensionen aus, so umkämpft war dieses Spiel am Ende gewesen, so hoch die Anspannung der Akteure. Und vermutlich auch so groß der überwundene eigene Schweinehund…  
 
 
Teamcheck
 
Tor
Dshuni mit einer äußerst undankbaren Partie. Beide augenscheinlich einfache Gegentore waren absolut unhaltbar. Einmal vom abbremsenden eigenen Spieler und einmal per genial, glücklichem Abfälscher bezwungen zeigte Wolfsburgs Schlussmann vor allem im 1 gegen 1 und bei verdeckten Schüssen einmal mehr sein Können. Lediglich bei Reinprechts Alleingang ließ er sich von einem der besten Spieler der Liga austanzen. Insgesamt gute Leistung.
 
Verteidigung 
Chefchaot Jeff Likens „verzaubert“ mal wieder die Massen. Genial sein Verlegenheitspass über die eigene Torlinie…hinterm Goalie. Wenn Likens einen neuen Kontrakt in Wolfsburg bekommen sollte, gebe ich das Berichtswesen freiwillig auf. Dann sehe ich irgendwas einfach nicht. Klarer Kandidat fürs Zuschauen in der Form dieser Begegnung – vielleicht mal als Stürmer ausprobieren….
Bina an seiner Seite ebenfalls mit einer seiner schlechteren Vorstellungen, Brocklehurst leidet mit am offenkundigsten am momentanen Substanzverlust lässt sich vorm 2:2 an der Bande viel zu leicht abkochen. Kohl solide.
Wurm und Palin bildeten diesmal nicht nur auf dem Papier das Verteidigerpaar Nr.1. 
 
Sturm
Haskins, Furchner und Höhenleitner mit dem gewohnten Energielevel. Der Rest, auch Torschütze Aubin und der zuletzt so starke Marco Rosa, deutlich bemüht aber irgendwie kraftlos und häufig den entscheidenden Tick zu langsam oder nicht durchsetzungsfähig genug.
Völlig neben der Kappe präsentierte sich Chad Bassen, dem so gut wie nichts gelang, weder Puckbehauptung noch Abspiel, geschweige denn Abschluss. 
 
Man darf sich freuen, dass nun endlich wieder ein normaler Spielrhythmus und bald auch ein wenig Regeneration für das Team angesagt sind. Die vergangenen Wochen haben eben nicht nur so manchen Punkt auf das Konto des EHC gebracht… gerade das laufintensive Spiel der Grizzlies lässt sie solche Phasen besonders stark spüren. mb

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