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EHC - Kölner Haie 1:2 n.V.

Der Mühen Lohn bleibt überschaubar…

In der zweiten Begegnung dieses Wochenendes trafen die Grizzlies auf die Haie aus Köln und somit gleich auf das nächste Spitzenteam der Liga. Nachdem das Gastspiel in Mannheim bereits an den, bereits aus dem Krefeldspiel bekannten,  Problemen im Abschluss gekrankt hatte, sollte gegen das Team von Ex-Nationalcoach Uwe Krupp nun endlich der Knoten wieder platzen…es blieb bei den guten Vorsätzen.
Die Gäste aus Köln ließen vom Anpfiff weg keinen Zweifel aufkommen, wie ernst ihnen die Angelegenheit mit den drei zu vergebenden Punkten war: Engagierte Arbeit an der Bande, harte Checks und jede Menge Laufarbeit zeigten die absolute Bereitschaft der Haie hier zu siegen überdeutlich. Wolfsburg hingegen wirkte zunächst sichtlich überrascht, verlor in der Anfangsphase Zweikampf um Zweikampf und profitierte zunächst einmal von einer Reihe von Strafzeiten gegen die Gäste, die ihre harte Gangart offenbar noch nicht richtig dosiert bekamen. So fiel die Wolfsburger Harmlosigkeit, gepaart mit der nötigen Portion Pech, natürlich besonders auf. In Überzahl blieben die Gastgeber, trotz teilweise sehenswerter Spielzüge, wieder einmal die letzte Konsequenz vor dem gegnerischen Tor schuldig, so dass – neben einem wegen Torraumabseits nicht gegebenen Treffers – wieder einmal die von Pavel Gross geforderte Null stand…nur leider auf der verkehrten Seite des Scoreboards.
Anders die Gäste vom Rhein, die gleich im ersten Anlauf ihr Powerplay indirekt in Zählbares verwandeln konnten. Wenige Sekunden nach Ablauf der ersten Strafe gegen den EHC, vollendete Andreas Falk die aufgebaute Drucksituation humorlos zum 0:1 (15.) und eine Zeigerumdrehung später sollte es noch dicker für die Hausherren kommen: Nach einem harten, aber durchaus im Rahmen des Legalen befindlichen Checks gegen Kölns Hagos, musste Wolfsburgs Robbie Bina vorzeitig zum Duschen. Die folgende Schauspieleinlage der Kölner Stürmers „belohnte“ das Wolfsburger Publikum konsequent mit Pfiffen und Buhrufen bei nahezu jedem Puckkontakt des Laiendarstellers aus Köln. Ärgerlicherweise war das inkonsequent leitende Schiedsrichtergespann auf die durchaus durchschaubare Vorstellung hereingefallen und verhängte die gewünschte Spieldauerstrafe, während der lässig vor der Kabinentür sitzende und offenbar bereits auf seine Rückkehr wartende Kölner vom Betreuerstab eiligst in die Kabine beordert wurde…um im zweiten Drittel wieder munter mitzumischen. Angefeuert von ihrem nun aufgebrachten Anhang überstanden die Grizzlies die ersten drei Minuten der Strafzeit unbeschadet, ehe Rok Ticar seine Farben mit einem weiteren, eher dummen Foul um die verbliebenen zwei Minuten brachte. Wenig später zollte schließlich Mirko Lüdemann seiner nachlassenden Geschwindigkeit Tribut (Haken), so dass die Grizzlies sogar ins 4 gegen 3 Powerplay kamen – mit dem bekannten Erfolg.
Auch im Mittelabschnitt blieb die Intensität auf höchstem Niveau. Strafen hüben wie drüben ließen die Spezialteams beider Kontrahenten immer wieder in den Fokus rücken…und Wolfsburg hatte nun Glück! Denn gleich zwei Lattentreffer der Gäste und letztendlich die insgesamt klareren Aktionen vor dem gegnerischen Tor sprachen eindeutig für stark aufspielenden Kölner. Der EHC hatte zwar mindestens ebenso viele Szenen vor dem Tor der Haie, doch wie schon im Auftaktdrittel blieben die Aktionen im Slot des Gegners zu drucklos bzw. der Slot wurde erst gar nicht ernsthaft besetzt, das Nachsetzen auf die Rebounds fiel teilweise ganz weg.  Zu oft nahm der Gastgeber aus dieser Spielführung heraus den schlechten Schuss, um sich dann wieder in den aufreibenden Kampf um das Spielgerät zu stürzen.
Erst im Schlussabschnitt  sollte den Fans der Grizzlies endlich einmal der Torjubel gegönnt sein, wenn auch erst einmal unschöne Dinge dem 1:1 durch Aaron Brocklehurst (56.) vorausgehen mussten. Nach zwei intensiven, im Kampf um den Puck geführten, aber regelkonformen Checks durch Norm Milley, griff des Gegenspieler zunächst in die Ausrüstung des Wolfsburger Stürmers, das Spiel lief derweil weiter, Diesel und Ohmann taten es den beiden nach einem Einstiegen des Wolfsburger Stürmer mit verdächtig hohem Stock gleich. Matt Diesel knallte in der folgenden Rangelei unglücklich aufs Eis und schied mit einer Schulterverletzung aus. Für Gegenspieler Ohmann war die Partie allerdings ebenfalls beendet: Nach einem Schlittschuhtritt gegen den Allerwertesten des am Boden liegenden Wolfsburgers holte sich der Kölner Youngster die passende Matchstrafe ab.
Da Gerrit Fauser dem Kölner Übeltäter umgehend seine Sicht der Dinge kundgetan hatte – in Form von körperlicher Ermahnung – dauerte es noch zwei Minuten, ehe die Grizzlies zu ihrem gefürchteten Powerplay ansetzen konnten. Mit überraschendem Erfolg und einem daraus resultierenden Punktgewinn. Bezeichnend für die mentale Grundverfassung der beiden Teams: Nach dem Wolfsburger Ausgleich schienen eher die Hausherren als der Gast aus Köln geschockt. Die Haie setzten die Grizzlies folglich sogar noch während der laufenden Reststrafe unter Druck, als ob es das numerische Ungleichgewicht gar nicht gäbe und holten sich in der Verlängerung durch Holmqvists Treffer (63.) zum 1:2 verdientermaßen den Zusatzpunkt.


Teamcheck

Tor
Vogl mit einer, ebenso wie sein Gegenüber, makellosen Partie. Hatte zwar zweimal Glück, dass der Puck an der Latte landete, hielt die Grizzlies aber mit einigen sehenswerten Aktionen auf Kurs. Ohne seine starke Leistung hätte die Begegnung schon frühzeitig entschieden sein können! Bleibt weiter die klare Nummer 1.

Verteidigung
Christoph Höhenleitner vertritt den (unberechtigt) gesperrten Bina hervorragend, wirft mit seiner Leistung allerdings umso deutlicher die Frage nach dem Sinn der Verpflichtung zweier weiterer Ausländer in der Verteidigung auf. Likens und Palin zeigen bisher kaum Dinge, die nicht auch ein engagierter, defensiv ausgerichteter deutscher Verteidiger zustande bringen würde, wenn er nicht gerade Benedikt Schopper heißt.
Bleibt zu hoffen, dass bei beiden der Knoten noch platzt und sie schneller (Palin) bzw. sicherer (Likens) in ihren Aktionen werden. Bei lediglich einem Tor in regulärer Spielzeit gegen einen ausgesprochen starken Gegner wie Köln ist das allerdings Jammern auf sehr hohem Niveau.

Sturm
Tja. Die Reihe um Haskins und Diesel geht durchaus mal dahin, wo’s wehtut. Ansonsten fehlen uns einfach Spielertypen, die wie ein Magowan oder ein Tripp den Slot des Gegners terrorisieren…
Wenn das Überzahlspiel nicht bald ins Rollen kommt, sollte allerdings mal intern geforscht werden, ob Pavel da nicht irgendwie (natürlich nur momentan) auf die falschen Leute setzt. Einfach mal die Jungs aus den hinteren Reihen drauflassen. Das Ergebnis könnte bei allen Beteiligten, auch bei den pausierenden Spezialisten, überraschender ausfallen, als so mancher offenbar glaubt. Das Wiederholen von immer dem Gleichen mit der Erwartung von abweichenden Ergebnissen ist ja ab einem gewissen Punkt angeblich sogar ein Zeichen schwindender geistiger Gesundheit…das wollen wir doch einfach mal nicht hoffen ;) mb

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