header
Log in
A+ A A-

EHC - Schwenninger Wild Wings 3:0

Ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muss...

Was der EHC am Sonntagnachmittag in die Waagschale werfen musste, war letztlich biedere Hausmannskost geblieben. Ob es nun die mangelnde Konkurrenzfähigkeit der von Verletzungen gebeutelten Gäste oder der eigene (niedrige) Anspruch vor heimischer Kulisse war, der dieses Spiel zu einem recht zähen Vergnügen machte: Man wird es wohl nicht abschließend klären können.
Fest steht hingegen, dass sich nach den viel zu oft sehr überschaubar gebliebenen Leistungen so mancher ein größeres Spektakel vor eigener Kulisse gewünscht hätte.
Doch Wolfsburg nahm die Einladung der weitestgehend zahnlos agierenden Gäste einfach nicht an, sorgte dabei mit eigenen, wenn auch seltenen, Unkonzentriertheiten bestenfalls selber für Gefahr vorm eigenen Gehäuse.
Ansonsten gestaltete sich das Geschehen auf dem Eis äußerst einseitig und mangels letzter Durchschlagskraft auf Seiten der Gastgeber wenig mitreißend. Das erste Drittel ging dabei komplett an die Grizzlies, die durch Binas Treffer in Überzahl zwar mit 1:0 in Führung gehen konnten (11.), letztlich aber viel zu wenig aus ihrer totalen Dominanz machten. Neben einigen sehenswerten Rettungsaktionen des Schwenninger Torhüters, gelang es den Gästen kein einziges Mal auch nur so etwas ähnliches wie eine bemerkenswerte Aktion auf das Eis zu „zaubern“.
Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts keimte, ironischerweise durch die zunehmenden Spielanteile der Gäste, endlich so etwas wie die Hoffnung auf eine richtigen Eishockeyfight auf...vergeblich. Die schöpferische Pause der Grizzlies beendete in der 30.Minute schließlich Fausers Tor zum 2:0, dem die Hauherren sieben Minuten später den nächsten Powerplaytreffer durch Tyson Mulock folgen ließen. Beide Tore waren dabei konzentriert herausgespielt und aus Nahdistanz vollstreckt worden. Die stets einen Schritt langsameren und im Zweikampf meist unterlegenen Wild Wings hatten nun immer öfter das Nachsehen... doch weitere Tore gab es nicht zu bejubeln. Ohne den letzten Willen dem trotz zweier Konkurrenzveranstaltungen erschienenen treuestem Publikum etwas mehr als nötig anzubieten, trieb die Begegnung ihrem vorhersehbaren Ausgang entgegen. Schwenningen raffte sich gegen Ende noch einmal zu einem eher blassen Schlussspurt-Imitat auf, konnte Brückmanns ersten shut-out im Grizzlydress dabei aber nur mäßig gefährden. Es blieb eine Pflicht ohne Kür mit vielen, vielen ausgelassenen Chancen auf Seiten des EHC und ohne den letzten, mitreißenden Punch auf dem Eis und auf den Rängen.

 

Teamcheck

Tor
Mit einigen schönen Reflexen in der tiefenentspannten Auftaktphase des Mitteldrittels legte Felix Brückmann den Grundstein für seinen ersten shut-out. Ansonsten ohne Unsicherheiten, wenn auch nicht gerade dauerbeschäftigt. Insgesamt eine sehr gute Leistung des Wolfsburger Schlussmanns.

Verteidigung
Liefen zum Teil Gefahr in narkoleptischen Zustand zu verfallen, da von Schwenningen gerade im ersten Spielabschnitt, aber auch über weite Strecken des letzten Drittels kaum ein wirklich schneller und druckvoller Angriff in Richtung Abwehrzone der Grizzlies vorgetragen wurde. Insgesamt kein Leistungstest für unsere Verteidigung, in der sich zum Glück auch kein Akteur den drohenden Sekundenschlaf genehmigte...
Lediglich Robbie Bina machte aus der chronischen Unterforderung das Beste und übte weiter seine einrückende Rolle im Powerplay...mittlerweile dürfte er bei den versägten one-timern am langen Pfosten das halbe Dutzend vollgemacht haben. Trotzdem bester Verteidiger auf dem Eis – mannschaftsübergreifend.
Björn Krupp mit etwas statisch wirkendem, aber gelungenem Einstand vor heimischer Kulisse, wird sich nach Verinnerlichung unserer Spielabläufe sicherlich noch spürbar steigern. Seine Verpflichtung ist, nebenbei bemerkt, der Lohn für das Vertrauen, das man in den vergangenen Jahren anderen jungen deutschen Spielern entgegengebracht hat. Auch Krupp darf sich berechtigte Hoffungen machen, in den kommenden Jahren in Wolfsburg zum gestandenen Nationalspieler zu reifen. Wir drücken ihm und uns einfach mal die Daumen ;)
Ich hätte es nebenbei erwähnt nicht für möglich gehalten, dass wir auf der Baustelle, die unsere Verteidigung dieses Jahr darstellt, so einen deutschen Spieler transferieren / leihen könnten. Ein großes Lob an die sportliche Leitung von meiner Seite!

Sturm
Rosa, Mulock und Furchi mit der besten Präsenz unter den Stürmern, blieben bis auf Mulock allerdings ohne zählbaren Erfolg. Besonders Marco Rosas Backchecking erinnerte an seine Play-off Form und stach mit diesem Quäntchen Engagement außerhalb des Notwendigen deutlich heraus. Insgesamt gefielen mir die umgestellten Reihen nicht sonderlich gut, wobei der schwache Gegner eine Aussage über zusätzlich gewonnene Stabilität im Defensivverhalten leider unmöglich machte.
Gerrit Fauser ein weiterer Lichtblick in der ansonsten solide arbeitenden, aber völlig glanzlos agierenden Angriffsabteilung. mb

Besucherzähler

Besucher gesamt: 4.558.021
Besucher heute: 249
Besucher gestern: 854
Max. Besucher pro Tag: 7.174
gerade online: 4
max. online: 95
Seitenaufrufe gesamt: 8.729.679
Seitenaufrufe diese Seite: 356
counter   Statistiken

DEL-News