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EHC - Düsseldorfer EG 1:2

Der etwas andere Spielbericht
 
Da sich bei mir mittlerweile eine gewisse Abnutzungserscheinung bezüglich der Berichterstattung breitgemacht hat, werde ich den heutigen Artikel in stark verkürzter und subjektiver Schreibweise gestalten. Die Geschehnisse auf dem heimischen Eis, die stark an den Film rund um das täglich grüßende Murmeltier erinnern, haben bei mir ein wenig den Zweifel am Sinn der sich ebenfalls stetig repetierenden Berichterstattung darüber genährt.
Einem akzeptablen ersten Drittel mit Schwung und vorzeigbaren Spielzügen folgen, wie in besagtem Film, in sich stetig wiederholender Chronologie des Versagens zwei wenig erbauliche Drittel ohne Struktur und hin und wieder auch ohne letzten Willen.
Mal reicht das zu dem einen oder anderen Punkt, mal nicht. Gestern Abend nicht. 
Mit einer völlig blassen Vorstellung (bis auf wenige Ausnahmen s.u.) sind die Grizzlies dabei nicht im Stande, einen extrem mäßig agierenden Gegner auf heimischem Eis zu besiegen bzw. ihm einen Punkt abzunehmen, oder ansehnlich zu spielen, oder wenigstens mehr als ein mickriges Tor zu erzielen. Gegen eine DEG, die mit zwei Nachwuchsspielern in der Abwehr angetreten war, und auch ansonsten spielerisch nicht viel zu bieten hatte, eine einzige Schande! 
Natürlich fallen mit Aubin und Voakes zwei absolute Leistungsträger auf Seiten der Grizzlies aus und auch der grippegeschwächte Diesel (sonst auch weit von seiner Bestform entfernt) mag noch als zusätzliche Erklärung herhalten – doch was der Rest der Kontingentspieler im Sturm abliefert, bleibt neben anderen negativen Erscheinungen eine einzige Frechheit.
Interessanterweise waren mit Polo und Furchner die beiden besten Akteure (neben DEG-Goalie Beskorowany) auf Wolfsburger Seite zu finden. Da sich außer Gerrit Fauser allerdings niemand in Normal- oder Bestform zu ihnen gesellte, blieb der Wolfsburger Sturm ein lauer Furz, der selbst von Düsseldorfs Aushilfsdefensive locker aus der Halle zu wedeln war.
Während die Defensivakteure eine brauchbare, wenn auch nicht überragende Leistung ablieferten, konnte man dem Sturm der Grizzlies teilweise sogar den letzten Willen bzw. Glauben an sich selbst absprechen. Und das vor ausverkauftem Haus. Na, Danke.
Ohne einen wirklich blendend aufgelegten Brückmann im Tor wäre die Partie darüber hinaus schon nach dem zweiten Spielabschnitt entschieden gewesen, sprich: Düsseldorf hätte bereits dort das zweite Tor erzielt und der EHC wäre dem Rückstand dann eben zwanzig Minuten länger erfolglos hinterher gerannt. Es ist schon seltsam, wie die Akteure auf dem Eis spätestens ab der 25.Spielminute die Laufwege ihrer Mitspieler und wenig später dann auch ihre Entschlossenheit vergessen. Es riecht schon förmlich nach Ärger, wenn man in so einem Spiel lediglich drei Strafen kassiert und einfach nicht glaubhaft machen kann, dass einem die Werbung für die eigene Sache vor 4500 Zuschauern wichtig ist. Ich bin seit der Saison 07/08, in der wir gleich ein ganzes Rudel Flitzpiepen verpflichtet hatten, jedenfalls nicht mehr so sauer auf ein Grizzlyteam gewesen. Nach dem sich nun immer deutlicher abzeichnenden Debakel gegen die Eisbären, ist dann zum Glück erst Mal Pause. Vielleicht, so meine letzte verbliebene Hoffnung, kehren dann nicht nur verletzte Spieler, sondern auch Kondition und Wille zurück ins Team der Grizzlies. Den einen oder anderen möchte ich allerdings selbst dann nicht mehr in unseren Farben sehen. mb