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EHC -Mannheimer Adler 2:0

Adler ohne Krallen 
 
Nur im ersten Spielabschnitt setzten die Gäste aus Mannheim gelegentlich zum Griff nach der Beute an, dann begnügte sich der Tabellenerste mit besserem Sommerhockey. 
Doch schon diese kleine Demonstration in den ersten zwanzig Minuten reichte, um deutlich zu machen: Mit dieser Leistung werden die Grizzlies in den Play-offs nicht viel zu melden haben. Mit ganz schwachem Zweikampfverhalten und erstaunlich wenig Tempo liefen die Hausherren zunächst ständig hinterher. Sogar während seiner eigenen Überzahlspiele drohte der EHC eher in Rückstand zu geraten, als selber einen Treffer markieren zu können. So musste der bestens aufgelegte Felix Brückmann seine Farben erst einmal im Spiel halten, bis die Gäste die Lust auf Vollgas verloren hatten. 
Bis dahin hatten die Adler zumindest angedeutet, wie das Kräfteverhältnis – bekannt aus den letzten Partien gegen die Kurpfälzer – aussehen könnte.
Was ab dem Mitteldrittel folgte, war von Seiten der Gäste schon etwas dreist. Während Wolfsburg nur wenig zuzulegen hatte, ließen die Adler jegliche Intensität und Härte in der Kabine und schienen nur noch auf Vermeidung von Verletzungen zu spekulieren. So bekam Wolfsburg, nach überstandener Unterzahl zum Auftakt, die  Partie doch noch einmal für einen längeren Zeitraum unter Kontrolle und erzielte gleich zwei Treffer der Marke „Wo kam das denn jetzt her?“.
Furchners Treffer aus dem Rückraum (27.) zum schmeichelhaften 1:0 folgte in der 33.Minute sogar das 2:0 durch Nick Schaus, der seinerseits in Überzahl erfolgreich abschließen konnte. Gegen Ende des Drittels leistete schließlich Ex-Grizzly Christopher Fischer seinem neuen Team einen Bärendienst und holte sich bei angezeigter Strafe gegen sich selbst sogar noch einen Nachschlag wegen übertriebener Härte. So geriet der Start ins Schlussdrittel ebenfalls recht geschmeidig für die Hausherren, die sich, kaum waren die vier Minuten von der Uhr, erneut in der Defensive wiederfanden. Mannheim bemühte sich nun wieder etwas erkennbarer um ein eigenes Erfolgserlebnis, blieb aber im Duell mit Felix Brückmann in schöner Regelmäßigkeit zweiter Sieger.
So rettete der EHC aus dieser eigentlich eher einseitigen (20 zu 38 Torschüsse!) Partie stolze drei Punkte und konnte sich sowohl beim eigenen Goalie, als auch beim fehlenden Willen der Gäste bedanken. 
Was blieb, war ein eher wenig unterhaltsamer Abend  - wenn man von den erstklassigen Saves des Wolfsburger Goalies absieht. Stimmung und Intensität auf dem Eis waren letztlich keine Hilfe, um sich auf Sonderzug oder gar Play-off-Härte einzustimmen. Schade.
 
Teamcheck
 
Tor 
Sollte Felix Brückmann in Krefeld keinen größeren Bock schießen (so er denn im Tor steht), dann dürfte der Ex-Mannheimer im Tor der Grizzlies gesetzt sein. Sehr, sehr abgeklärte und sichere Leistung!
 
Verteidigung
Schaus steigert sich immer weiter, ist momentan tatsächlich bester Verteidiger der Grizzlies. Was das bedeutet, darf sich nun jeder selber zusammenreimen. Die Geschwindigkeitsdefizite bei Armin Wurm und Tim Hambly machen mir jedenfalls größte Sorgen.
 
Sturm
Weitestgehend Fehlanzeige. Ganz überschaubare Leistung der Wolfsburger Angriffsformationen. Einzig Furchner und Aubin zeigten annähernd die Play-off Härte, die jetzt gefordert ist. Der Rest spielte unauffällig (Haskins, Stas, Mayer, Polo) oder sogar ausgesprochen soft (Diesel, Rosa, Mulock). Was soll das?
Insgesamt lässt der Auftritt der Grizzlies große Zweifel für die Erfolgsaussichten der nächsten Wochen aufkommen. Hoffen wir, dass der Play-off Modus zum Start selbiger doch noch gefunden wird! mb

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