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Brent Aubin? Aber sicher doch! 4:3 Sieg gegen Augsburg

1415 spieltag48 smallMit einem eindrucksvollen Auftritt meldete sich Wolfsburgs Top-Torjäger endgültig zurück zum Dienst. Nachdem es in den ersten beiden Partien nach der Pause noch nicht mit einem Punkt klappen wollte, verpasste der immer besser in Fahrt kommende Aubin den Gästen aus Augsburg gleich die volle Ladung. Dabei hatte sein Team den Hattrick des kampfstarken Kanadiers auch mehr als nötig: Immer wieder zeigten sich die Hausherren in dieser durchaus unterhaltsamen und von beiden Seiten recht offen geführten Begegnung als zu anfällig in ihren Defensivaktionen. Nach dem vorzeitigen Saisonende für „Mr. Zuverlässig“ Robbie Bina präsentierte sich die leicht umformierte Verteidigung der Grizzlies besonderes bei Kontern der Gäste als äußerst anfällig und auch in Unterzahl lief es nur im Mittelabschnitt weitestgehend solide. So verwunderte es auch nur bedingt, dass Wolfsburg trotz gelungener Angriffsspielzüge und einiger Hochkaräter erst einmal – in Unterzahl - in Rückstand geraten war.
Ex-Grizzly Grygiel hatte eine schöne Überzahlkombination zum 0:1 abschließen können (12.), Wolfburg bis dahin nur einen Lattenknaller durch Jeff Likens und viele ungeschickte Aktionen auf den letzten Metern vor dem Tor vorzuweisen.
Das sollte sich mit Aubins erstem Treffer, einer sehenswerten Umrundung des gegnerischen Gehäuses inklusive Backhander über die Stockhand des Augsburger Goalies (17.), erst einmal ändern.
Denn auch der Auftakt ins Mitteldrittel ließ weitere Besserung in Sachen Torgefahr erahnen: 11 Sekunden nach Wiederanpfiff spielte mit Marco Rosa der zweite Hauptdarsteller des Abends (4 Assists!) einen schönen Querpass auf Tim Hambly, der knallhart aus der Halbdistanz vollstrecken konnte. Doch das 2:1 war alles andere als ein wirklicher Richtungsweiser! Fast direkt im Anschluss an diese erfreuliche Szene machte sich der Schlendrian in den Reihen der Grizzleis breit. Dumme Fouls reihten sich fast nahtlos aneinander, gepaart mit einer brutal inkonsequenten Leitung der beiden Referees Daniels und Fischer ergab dies ein Drittel, das Wolfsburg knapp zur Hälfte in Unterzahl bestreiten musste. Dabei wirkte der vollzählige EHC alles andere als hilflos, Aubin war beim Breakaway sogar nur per Foul zu stoppen gewesen, vergab den fälligen Penalty allerdings spektakulär knapp. Da das Schiedsrichterduo schlichtweg nicht gewillt war, auch nur einen Augsburger Regelverstoß ähnlich engstirnig auszulegen, wie die Vergehen der Grizzlies, kam was kommen musste: Bei doppelter Unterzahl ließ das im Spielverlauf immer überzeugender wirkende Penaltykilling der Gastgeber sich doch einmal aus der Position locken – prompt schlug es hinter Felix Brückmann zum 2:2 ein (37.). Braden Lambs Treffer sollte lange Zeit unbeantwortet bleiben, wirkliche Besserung aus Sicht der Grizzlies trat schließlich erst mit dem Ende der Strafzeitenflut ein. Als zur Mitte des letzten Spielabschnitts mit Panther Brett Breitkreuz endlich einmal ein Gast den Gang in die Kühlbox antreten musste, folgte der zweite Teil der Aubin-Show. Mit seinem kongenialen Vorlagengeber Marco Rosa wiedervereint, tobte sich das Duo mit Aubins Treffern zum 3:2 in Überzahl (51.) und dem 4:2 zwei Minuten später reichlich auf Kosten der Gäste aus.
Um „keine Langeweile“ aufkommen zu lassen, nahmen die Gastgeber in der Folgezeit wieder einen Gang raus und bettelten förmlich um das 4:3. Luigi Caporusso nahm die Einladung drei Minuten vor Abpfiff dankend an und ließ die Grizzlyfans wieder zittern. Bezeichnenderweise half letztlich nicht einmal eine Strafe gegen die Panther, die Gefahr eines weiteren Gegentreffers endgültig zu bannen. Mit etwas Dusel und viel Nervenflattern brachten die Hausherren die drei Punkte am Ende über die Ziellinie und vergaben dabei sogar eine 3 auf 1 Situation vor dem leeren (!) Tor der Gäste aus Augsburg.
Erleichtert und mit einem dicken Grinsen entließen die Cracks des EHC schließlich ihre Fans in die weitere Arbeitswoche und gaben gleichzeitig eine Art Empfehlungsschreiben für die Partie am Sonntag mit auf die Heimreise. Dann wird mit Nürnberg ein direkter Konkurrent nebst Sonderzuganhang in der Eisarena erwartet. Angesichts der offensiven Durchschlagskraft der Franken, dürfte es ein äußerst unterhaltsamer Abend werden, an dem die Grizzlies allerdings jeden ihrer Fans zur Unterstützung benötigen werden!

0:1 Grygiel (Caporusso - Ciernik) 12.Min PP 5-4
1:1 Aubin (Furchner - Rosa) 17.Min
2:1 Hambly (Rosa) 21.Min
2:2 Lamb (Machacek - DaSilva) 37.Min PP 5-3
3:2 Aubin (Rosa - Likens) 51.Min PP 5-4
4:2 Aubin (Scofield - Rosa) 53.Min
4:3 Caporusso (Seifert - Grygiel) 58.Min

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