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Spielberichte 03/04

PlayOff-Finale Spiel 1: EHC-EV Landshut 6:5

  • Geschrieben von Martin
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Vor erneut gut gefüllten Rängen besiegte der EHC die Gäste aus Landshut mit 6:5.
Die Partie wurde von beiden Mannschaften über weite Strecken eher mit spielerischen als mit kämpferischen Mitteln geführt.
Zweimal lagen die Grizzlies mit drei Toren in Front und jedes Mal rächte sich der Versuch Kräfte zu sparen mit je zwei Gegentreffern - immerhin wurde es "zur Abwechslung" dadurch mal wieder spannend...

1.Drittel
Die Grizzlies starteten endlich wieder mit der aus der Hauptrunde gewohnten Spielfreude und Kombinationssicherheit in dieses Spiel.
Der Puck ging gut durch die Reihen und man merkte, dass die Wolfsburger sichtlich erleichtert aufspielten: Stand ihnen doch heute endlich mal wieder nicht ständig jemand auf den Füßen.
Schon nach anderthalb Minuten das 1:0 durch Todd Simon.
Die Grizzlies spielten wie aus einem Guss, erarbeiteten sich zahlreiche Torchancen.
Die schönste Aktion, vielleicht im ganzen Spiel, wenige Minuten später erneut durch Todd Simon, wurde leider nicht vom Torerfolg gekrönt:
Simon lässt zwei Landshuter und Torhüter McDonald elegant aussteigen und zirkelt den Puck mit der Rückhand... an den Pfosten.
In der 11.Minute macht es Dylla auf Zuspiel von Derraugh für die Cannibals wesentlich schlechter:
Völlig freistehend schlenzte er den Puck einen satten Meter am Gehäuse der Wolfsburger vorbei.
Zwei Minuten später machte Boris Lingemann dann endlich alles richtig und schob McDonald einen Abpraller gedankenschnell zum 2:0 durch die Schoner.
Der durchweg positive Eindruck, aus EHC-Sicht, wurde lediglich in der 19.Minute ein wenig getrübt, als Hammer im Powerplay zum 2:1 traf.

2.Drittel
Der EHC, weiter deutlichst überlegen, legte in der 25.Minute innerhalb von nur 18 Sekunden gleich zweimal nach:
3:1 durch das Geburtstagskind Christoph Paepke
4:1 durch Boris Lingemann, der nach seinem zweiten Treffer von den Fans euphorisch gefeiert wurde.
Karabin saß bis dahin nur auf der Bank: Er hatte nichts falsch gemacht...Schonung war angesagt.
Die Grizzlies schalteten zwei Gänge runter, wurden immer sorgloser in der Defensive und wurden prompt bestraft.
Innerhalb von 58 Sekunden der Anschluss:
4:2 in der 27.Minute durch Tuominen im Powerplay
4:3 in der 28.Minute durch Welz, der noch vor zwei Jahren das Grizzly-Trikot trug.
Also hieß es für Ladislav: Helm auf und weiter geht´s!
Recht schnell hatte der EHC die Partie wieder im Griff und legte den dritten Doppelschlag des Abends, diesmal innerhalb von 49 Sekunden nach:
5:3 in der 34.Minute durch Musial, der den Puck herrlich aus dem Handgelenk unter die Latte schlenzte
6:3 in der 35.Minute durch Zurek, der, mitten in den Jubel der Fans, einen draufsetzte.
Gut gelaunt und ein wenig außer Puste vom vielen Jubeln ging´s zum zweiten Mal in die Pause.

3.Drittel
Die Grizzlies nun auf Halten des Spielstands bedacht.
Dieses Vorhaben gelang zunächst auch recht gut - selbst als Tuominen in der 48.Minute das 6:4 erzielte, schien das Spiel unter Kontrolle zu sein.
Dumm nur, dass eben jener Tuominen in der 57.Minute ein Powerplay der Cannibals nutzte, um seinen dritten Treffer des Abends zu markieren:
Mit einem brachialen Hammer von der Blauen stellt er den 6:5 Anschluss her.
Jetzt wackelte der Favorit aus Wolfsburg zum ersten und einzigen Mal.
Fast zwei Minuten vor Schluss das mittlerweile gewohnte Bild:
Der im letzten Drittel für McDonald im Gästegehäuse stehende Vogl machte für einen sechsten Feldspieler Platz...und für einen siebten obendrein.
Das Spiel lief schon wieder, da fiel es HSR von der Fenn und seinen Linesmen dann auch auf.
Doch außer dem vierten Schuss ans Gestänge des Cannibalskasten ergaben sich keine zwingenden Chancen auf beiden Seiten.
Puh,...geschafft!


Mein subjektiver Eindruck:
Da hatten aber ein paar Grizzlies mächtig Spaß. So ungestörtes Passspiel durften sie lange nicht mehr zelebrieren.
Fast hätten sie´s zu locker genommen und kurz vor Schluss das Ding noch vergeigt.
Am Montag werden wir zwei völlig anders aufspielende Mannschaften sehen - so viel steht für mich fest.
Noch mal gibt´s so ein Hurra-Eishockey fast ohne jegliche Verteidigung nicht.

Tor:
Mastic mit rabenschwarzem Tag. Mindestens drei Kappen.
Besser als McDonald war er trotzdem, was an diesem Abend recht peinlich für diesen war.
Hey, Marek: Alle dürfen´s locker nehmen - nur Du nicht...gemein, ne?

Verteidigung:
Da hat sich ein paar Mal Bruder Leichtfuß eingeschlichen...
Das Stürmen bei klarem Vorsprung sollten sie sich bis Montag schnell wieder abgewöhnen.
Ansonsten keine aussagekräftige Leistung - die waren einfach merklich froh, dass das Ganze nicht wieder in Schwerstarbeit, wie gegen Bietigheim, auszuarten drohte.

Sturm:
Ihr hattet Spaß, gell?
Da wurde die ganze angestaute Spielfreude rausgelassen, die sich in fünf Spielen gegen die Steelers gesammelt hatte.
Boris Lingemann bombenstark: Die Eismaschine läuft wieder...und trifft doppelt!
Tobi Samendinger machte ebenfalls eine seiner besten Partien der laufenden Saison - leider ging das im Trubel der vielen Tore etwas unter. (Sein Pfostenschuss war trotzdem wunderschön herausgespielt)
Die erste Reihe wusste sowohl mit Boris als auch mit Ladislav endlich wieder zu überzeugen.
Da spielten sich sämtliche Akteure streckenweise geradezu in einen Rausch...und vergaßen die Tugend, die uns die Serie gegen Bietigheim gerettet hat: Defensivarbeit der Stürmer!
Sei´s ihnen gegönnt - in Landshut sieht das bestimmt schon wieder ganz anders aus.

Fans:
Angesichts der Tatsache, dass die Gefühlsachterbahn vom Donnerstag noch vielen in den Knochen steckte, war die Stimmung richtig gut.
Die Fans aus Landshut waren ebenfalls zahlreich und gut gelaunt angereist und hin und wieder konnte man sie recht gut hören.
Alles fair und spaßig. Hoffen wir, dass es am Montag genauso wird, dann wird´s ein tolles Eishockeyfest.mb

PlayOff-Runde 2, Spiel 5 : EHC - SC Bietigheim 3:2nV

  • Geschrieben von Martin
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Es ist vollbracht!
Am gestrigen Abend gelang den Grizzlies das zeitweise nicht mehr für möglich gehaltene:
Sie gewannen das letzte und entscheidende Heimspiel gegen die Steelers aus Bietigheim mit 3:2 nach Verlängerung und zogen damit ins diesjährige Finale ein.
Baldrian und Herztropfen waren in diesem Spiel auf Messers Schneide mehr denn je gefragt.
Doch die 2700 Zuschauer, die ihr Team während des gesamten Spiels frenetisch nach vorne peitschten, sollten nicht enttäuscht werden...

1.Drittel
Der EHC startete zunächst einigermaßen konzentriert in die Partie und trat spielerisch sicherer als im letzten Heimspiel auf.
Ironischerweise wurde diese Sicherheit schon in der 4.Minute durch eine überzahl der Grizzlies beendet:
0:1 durch Stefan Mann in Unterzahl
Von da an spielte zunächst nur eine Mannschaft - und das war Bietigheim.
Die Wolfsburger Spielaufbauversuche wurden immer wieder empfindlich gestört und die Steelers konterten ein ums andere Mal rasant - den Zuschauern hingegen war trotz allem nicht bange:
Sie feuerten unermüdlich ihre Play-off Helden an und ließen sich von der Bietigheimer Dominanz auf dem Eis nicht entmutigen!
Mit Marek Mastic im Tor und Fortuna im Bunde gelang es denn auch, die Führung der Gäste auf dieses eine Gegentor zu beschränken.
Durchatmen war angesagt.

2.Drittel
Die erste Hälfte des Drittels gehörte wiederum den Gästen, die längst höher führen konnten, ja sogar eigentlich mussten.
Mit eisernem Willen setzten sich die Grizzlies zur Wehr, um gegen Mitte des Drittels zum ersten Mal in dieser Partie das Zepter selbst in die Hand zu nehmen.
Jetzt waren es die Spieler des EHC, die brandgefährliche Konter fuhren und in der 34.Minute endlich belohnt wurden:
1:1 durch Andrej Kaufmann, der einen Abpraller von Musial in die Maschen lupfte.
Ein kollektiver Aufschrei der Erleichterung schallte durch den Eispalast - die ohnehin schon beeindruckende Stimmung kochte noch weiter in die Höhe.
Mit viel Kampf und ausgeglichenen Spielanteilen setzte sich dieses Drittel fort, so dass es unentschieden zum zweiten Mal in die Kabinen ging.

3.Drittel
Der EHC kam stark aus der Pause und machte sofort Druck aufs Tor der Gäste - und siehe da:
Als Karabin in der 43.Minute, wiederum durch einen Nachschuss, sogar auf 2:1 erhöhte, gab es auf den Rängen kein Halten mehr:
Die Unterstützung von den Rängen konnte einem die Sinne rauben!
Angepeitscht von den feiernden Fans kämpften die Grizzlies um jeden Zentimeter Eis gegen wiedererstarkende Steelers.
Das Spiel schwankte hin und her - die Spannung war kaum auszuhalten.
Beide Teams hatten reichlich Chancen.
Die dickste Möglichkeit hatte Jan Zurek: Aus Halbdistanz traf er, von einem Gegner behindert, das leere Tor nicht, nachdem Fankhouser sein Gehäuse bei der vorhergehenden Abwehraktion verlassen hatte.
Gegen Ende des Spiels dann das bekannte Szenario aus Spiel 1, Spiel 2 und Spiel 4:
Fankhouser verlässt anderthalb Minuten vor Schluss seinen Kasten für einen sechsten Feldspieler.
Bei Wolfsburg hatte sich kurz vorher Todd Simon auf die Strafbank verabschiedet, nachdem er Teeple den Helm vom Kopf geschlagen hatte.
Es ging also mit einer 6-4 überzahl weiter...und es bahnte sich ein Drama für den EHC an:
Nach nur 30 Sekunden fälscht Hinterstocker einen Schlagschuss vom überragenden Blueliner Elfring zum 2:2 Ausgleich ins Wolfsburger Gehäuse ab.
Schock und Verzweiflung pur auf den Rängen - es folgte die Verlängerung.

Verlängerung (10 Minuten)
Sowohl Spieler als auch Fans des EHC brauchten gut zwei Minuten, um ihre Nerven wieder in den Griff zu bekommen.
Dann kamen die Grizzlies wieder besser ins Spiel und erarbeiteten sich die verlorengegangenen Spielanteile zurück.
In der fünften Minute der Verlängerung dann der historische Moment in der noch jungen Vereinsgeschichte der Grizzlies:
Christoph Paepke erzielte in einem schnellen Konter das alles entscheidende 3:2 und brachte die Halle samt Fans zum Explodieren.
Schiere Ekstase auf den Rängen und auf dem Eis!
Ausrüstungsgegenstände flogen davon, wildfremde Menschen lagen sich in den Armen, ein Gesang jagte den nächsten und Freudentränen flossen reichlich.
Nach ausgiebigstem Feiern auf der Tribüne und anschließend in der Pistenbar endete dieser denkwürdige Eishockeyabend erst spät in der Nacht.


Mein subjektiver Eindruck:
Nachdem ich mir alle fünf Spiele dieser Serie live angeschaut und durchlitten habe, kann ich nur sagen:
Das war gestern abend die Krönung eines bombastischen Duells zweier Spitzenmannschaften!
Bietigheim war gestern insgesamt die dominierende Mannschaft, doch hatten wir diesmal das Glück, das uns im ersten Spiel so bitter fehlte, auf unserer Seite.
Respekt an beide Teams und deren Fans - ich bin immer noch völlig platt von den gesammelten Eindrücken.

Tor:
Marek Mastic - Torhütergott.
Während der gesamten Serie hatte er reichlich Gelegenheit zu zeigen, dass er einer der Spitzengoalies dieser Liga ist, denn bei den Kontern der Bietigheimer stand er öfter als gewohnt alleine da.
Thomas Zellhuber - Du bist ein ganz wichtiger Teil dieser Mannschaft! Jeder, der Dich im Umfeld der Spiele erlebt, weiß das.

Verteidigung:
Der immense Druck der Steelers war eine echte Nagelprobe - nicht nur am gestrigen Abend.
Größtenteils eine gute Leistung, auch wenn etwas mehr Körperspiel, gerade hinter dem eigenen Tor, doch hin und wieder wünschenswert wäre.
Angesichts der rohen Offensivkraft der Bietigheimer darf man insgesamt zu den gezeigten Leistungen aller Akteure gratulieren.

Sturm:
Es hat lange gedauert bis unser Sturm ein echtes Rezept gegen Bietigheim gefunden hatte.
Im letzten und entscheidenden Spiel war es dann endlich soweit: Kontern, anschießen und Rebound verwerten. Ja - so klappt das gegen Fankhouser und seine Kollegen.
Sah nicht schön aus, war aber genau das, was wir alle sehen wollten.
Von der ersten Reihe bin ich allerdings nach wie vor nicht ganz überzeugt (bezieht sich nur auf die Spiele gegen Bietigheim).
Hervorheben möchte ich Rainer Suchan und Christoph Paepke:
In allen Play-off Spielen bisher Top-Leistungen! Keine Ahnung, wie ihr das macht...
Insgesamt, am Gegner gemessen, eine gute Leistung unserer Stürmer, die vor allem alle ihre Defensivaufgaben stets ernst genommen haben.

Fans:
Der gestrige Abend bekommt einen Ehrenplatz in meinen Erinnerungen.
Da brannte der Eispalast ununterbrochen. Die Ansprachen vom Langen und von Bob wurden positiv aufgenommen und die Luftballonlawine zu Beginn lockerte die Stimmung herrlich auf.
Nur die Choreo auf den Sitzplätzen klappte nicht wirklich: Knapp die Hälfte unserer sitzenden Freunde benutzte die Karten zu selbigem - Schade!
Die Mannschaft war begeistert - glaubt mir: Wir können diesmal mit Recht behaupten, dass wir unseren Teil zum Erreichen des Finales beigetragen haben.
Ein Dank auch an alle Steelersfans: Ihr wart mehr als würdige Vertreter Eurer Farben und fast ausnahmslos faire Sportsleute.
Abschließend kann ich nur sagen: Auf ein Neues gegen Landshut!mb

PlayOff-Runde 2, Spiel 3 : EHC - SC Bietigheim 0:3

  • Geschrieben von Martin
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Auch das zweite Spiel im heimischen Eispalast ging am gestrigen Abend, diesmal mit 0:3, verloren.
Bis auf das Ausbleiben jeglicher Effizienz vor dem Tor, war das Spiel ein Abbild der ersten Partie am vergangenen Dienstag.
Der EHC steht jetzt mit dem Rücken zur Wand und muss im nächsten Spiel in Bietigheim siegen, um nicht vorzeitig aus dem laufenden Wettbewerb auszuscheiden.

1.Drittel
Die Grizzlies mit etwas mehr Druck zu Beginn des Spiels, als noch am Dienstag.
Doch selbst in doppelter überzahl wollte kein Treffer gelingen - zu harmlos waren die Versuche Scott Fankhouser im Gästetor zu überwinden.
Die Steelers hingegen clever:
Innerhalb kürzester Zeit verschoben sie dreimal das Tor, zweimal glasklar absichtlich. Die betreffenden Spieler simulierten hinterher eine Verletzung, um ihrer Strafe zu entgehen, und liefen anschließend wieder munter auf dem Eis umher.
HSR Dahle fiel drauf rein, genauso, wie er die zahlreichen Schwalben und Stockfouls auf Bietigheimer Seite fast völlig ungesühnt ließ.
In der Mitte des Drittels krönten die Bietigheimer ihre abgezockte Vorstellung mit zwei brilliant herausgespielten Treffern:
0:1 im Powerplay durch Teeple in der 9.Minute
0:2 durch Hinterstocker in der 11.Minute - Verteidiger Ronny Martin sah hier ganz, ganz alt aus...
Wolfsburg geschockt, doch immer noch mit Chancen - ein Treffer wollte aber nicht gelingen.

2.Drittel
Der EHC wieder etwas konzentrierter, doch mit fortschreitender Dauer des Rückstandes ging diese Ruhe schnell wieder abhanden und die erspielten Chancen wurden kläglich vergeben.
Bis auf ein oder zwei Ausnahmen brauchte Gästekeeper Fankhouser lediglich das untere Drittel seines Tors hüten - hohe Schüsse fast vollständig Fehlanzeige.
Das Gestochere vor dem Bietigheimer Gehäuse war kaum noch auszuhalten...

3.Drittel
Statt besser wurde das Spiel des EHC immer verkrampfter und unglücklicher - bis zum Ende des Spiels keimte keine Hoffnung mehr auf.
Beim 0:3 in der 59.Minute durch Mann im Powerplay hatte dann auch Mastic das Spiel wohl endgültig aufgegeben.

 

Mein subjektiver Eindruck:
Eishockey zum Abgewöhnen mit einem gut geölten Schiri...normalerweise hätte Bietigheim fast das gesamte erste Drittel nur in Unterzahl spielen dürfen.
Die Flugkünste der Herren Teeple, Mann und Elfring (Stock hatte das Gesicht nicht mal berührt!) waren an Widerlichkeit kaum zu überbieten - so macht Eishockey keinen Spaß.
Ich hoffe und bete für ein fünftes Spiel, nur um mich dann wahrscheinlich noch mehr über die Harmlosigkeit unserer Spieler vorm Tor aufzuregen, aber egal:
SO darf die Saison nicht zu Ende gehen! Diese Mannschaft hat uns so viel Freude bereitet - ich wünsche mir einen würdigen Abschluss.

Tor:
Marek mit solider Vorstellung - kein Vorwurf. Die Abwehr ließ ihn zweimal im Stich.
Der Fehler beim dritten Gegentor war mal so was von egal...

Verteidigung:
Teilweise einfach zu wenig Biss und zu langsam.
Ronny Martin beim zweiten Gegentreffer wie gelähmt...
Per-Anton leider nicht so effektiv, wie in den Spielen gegen Schwenningen - manchmal einfach zu langsam.

Sturm:
Im ersten Drittel noch mit viel Schwung, doch nach den Gegentreffern immer nervöser und unbeholfener.
Von der ersten Reihe nichts zu sehen.
Positives Gegenbeispiel: Christoph Paepke. Der einzige Spieler mit konstant guter Play-off Leistung.
Fankhouser könnte sich die Stockhand auch an die Hüfte nähen lassen - da würde immer noch kein Gegentreffer fallen...

Fans:
Stimmungsvoller Beginn, der allgemeiner Ratlosigkeit und Depression wich.
Ein einziger Treffer hätte wohl ungeahnte Energien freigesetzt - doch das war wohl zuviel verlangt.
Die zahlreichen Steelers-Fans hatten jedenfalls ihren Spaß an der abgezockten Leistung ihres Teams.
Was soll´s. Gewinnen wir halt noch mal in Bietigheim, um dann ein weiteres "grandioses" Heimspiel zu feiern.mb

PlayOff-Runde 2, Spiel 1 : EHC - SC Bietigheim 3:4nP

  • Geschrieben von Martin
  • Zugriffe: 5264

Vor rund 2200 Zuschauern unterliegen die Grizzlies im ersten Halbfinalspiel den Steelers in einer spannenden Partie mit 3:4 nach Penaltyschießen.
Das Spiel war geprägt von ungewohnt großer Nervosität auf Seiten des EHC, der es anfangs nicht verstand seine zahlreichen Chancen zu nutzen.
Die Steelers hingegen traten sehr kontrolliert auf und nutzten ihre Torgelegenheiten eiskalt.

1.Drittel
Das Spiel startete ohne überzeugenden Sturmlauf der Grizzlies - was das bedeutet, wissen regelmäßige Leser wohl mittlerweile...
Bietigheim, kontrolliert und abgeklärt, war absolut ebenbürtig.
In der 5.Minute schlug sich die Wolfsburger Nervosität leider zum ersten Mal in Zählbarem nieder:
Eberl schnappt sich von der Strafbank kommend den Puck und netzt eiskalt zum 0:1 ein.
Der EHC in der Folgezeit noch unruhiger - ungewohnte Fehler in Spielaufbau und Passannahme reihten sich aneinander.
Trotzdem ergaben sich für die Grizzlies zahlreiche Chancen zum Torerfolg zu kommen - nur wurden sie nicht genutzt.
Reihenweise überbot man sich in der Jämmerlichkeit beim Abschluss:
Was gegen Schwenningen vorm Tor noch locker in die Maschen geschlenzt wurde, wurde jetzt kläglich gegen die Schoner des Bietigheimer Keepers geschupst.
Lediglich bei Todd Simons one-timer musste Fankhouser sein gesamtes Können in die Waagschale werfen, um den Ausgleich zu verhindern.
Ernüchtert ging es in die Kabinen.

2.Drittel
Wolfsburg mit mehr Druck nach der Pause, aber immer noch nicht so abgeklärt, wie man es bisher gewohnt war.
Fankhouser wurde langsam zum vielgefragtesten Mann auf dem Eis und noch wusste er stets eine Antwort.
Das überzahlspiel der Grizzlies kam zu allem überfluss ebenfalls nicht ins Rollen.
Entweder erspielte man sich kaum Zwingendes, oder man schenkte den Vorteil durch dumme Revanchefouls wieder her.
So auch in der 35.Minute, als Karabin nach einer dummen Racheaktion auf die Strafbank wanderte und die Wolfsburger überzahl zunichte machte.
Kaum kehrte er aufs Eis zurück, da klingelte es erneut hinter Mastic:
0:2 in der 36.Minute durch Elfring.
Angesichts der zappeligen und glücklosen Vorstellung des EHC bis dahin, schwand allmählich die Hoffnung auf ein gutes Ende...

3.Drittel
Das Wechselbad der Gefühle nahm seinen Lauf...in knapp anderthalb Minuten weckte das Grizzly-Team die Zuschauer aus ihrer Resignation:
1:2 in der 41.Minute durch Suchan, der einen Alleingang wunderschön vollstreckte.
2:2 in der 42.Minute durch Paepke, der gnadenlos vorm Tor nachsetzte.
Der Eispalast explodierte förmlich, als über 2000 Zuschauer ihren angestauten Frust hinausschrieen.
Der EHC war mit einem Mal tonangebend und setzte den Steelers in den folgenden Minuten arg zu.
In der 51.Minute brachte erneut Suchan das Fass der Emotionen endgültig zum überlaufen, als es ihm gelang Fankhouser ein zweites Mal zu überwinden:
3:2 für die Grizzlies!
Suchan hätte der Held des Abends werden können, doch es kam anders.
Die Wolfsburger Mannschaft verlegte sich unverständlicherweise nun komplett auf die Defensive und geriet gegen Ende des Drittels völlig unnötig unter Dauerbeschuss.
Als Gästetrainer Naud in der 59.Minute Fankhouser für einen sechsten Feldspieler vom Eis nahm, gelang es den Grizzlies gerade einmal ein einziges Icing einzustreuen.
Den Rest der Zeit nutzten die Bietigheimer, um aus allen Rohren auf Mastic zu feuern, der den EHC bravourös über Wasser hielt.
14 Sekunden vor Schluss dann der Stich ins Herz des Wolfsburger Teams:
Brezina wird mustergültig freigespielt und hämmert den Puck zum Ausgleich in die Maschen.
3:3 - das hieß Verlängerung.

Verlängerung
Nur wenig Chancen auf beiden Seiten - Nervenkrieg pur.
Beste Chance für Wolfsburg in der 8.Minute durch Karabin, der aber zum wiederholten Male an Fankhouser scheiterte.
So blieb die Verlängerung torlos.

Penaltyschießen
Nicht gerade die Paradedisziplin der Grizzlies.
Nachdem unser bester Penaltyschütze (Simon) den ersten Penalty nicht verwandelte, machten es ihm die anderen Schützen des EHC leider nach.
Auf Steelers-Seite traf lediglich Calvin Elfring - doch das sollte für Bietigheim reichen, um das Spiel zu gewinnen.



Mein subjektiver Eindruck:
Tage wie dieser sind es, die einen beim Eishockey schwerstens altern lassen.
Zwei Drittel Tristesse und Zappeligkeit auf EHC-Seite stürzen dich in tiefste Resignation.
Dann hämmert dein Puls innerhalb weniger Sekunden wieder auf euphorischste Höhen, nur um am Ende grenzenloser Enttäuschung Platz zu machen.
So nervös hatte die Wolfsburger Mannschaft wohl keiner erwartet. Lediglich im letzten Drittel fand man die richtige Einstellung gegen die Steelers, nur um diese wenige Minuten vor Schluss wieder über Bord zu werfen.
Da fehlte größtenteils jegliche übersicht und Gelassenheit, die dieses Team bisher so auszeichnete.
Bleibt die Frage: Heilsamer Schock, oder der Anfang vom Ende?

Tor:
Mastic stand seinem Gegenüber in nichts nach. Hammerpartie gegen Ende des Spiels.
Im Penaltyschießen kann man ihm keinen Vorwurf machen: Die Steelers hatten insgesamt die besseren Schützen.

Verteidigung:
Eigentlich eine gute Leistung. Leider ließen sich unsere Verteidiger hin und wieder vom fahrigen Spiel des Sturms anstecken. Drei Gegentore gegen Bietigheim sind im Großen und Ganzen aber akzeptabel.
Lediglich das 0:1 war eine Schlafmützigkeit allererster Kajüte.

Sturm:
Au weia.
Die erste Reihe ein Totalausfall:
Karabin fiel nur durch blöde Revanchefouls und ausgelassene Torchancen auf.
Zurek gerade noch im vertretbaren Rahmen, doch ebenfalls alles andere als durchschlagskräftig.
Simon total neben sich - eine derartige Ansammlung an Stockfehlern und Abspielschwierigkeiten konnte man bei ihm während der gesamten Saison noch nicht beobachten.
Die zweite und dritte Reihe nur im letzten Drittel gewohnt gefährlich.
Lediglich unsere vierte Reihe wusste ihren Möglichkeiten entsprechend voll zu überzeugen.
Suchan und Paepke mit starken individuellen Leistungen - das war´s dann aber auch schon.
Bleibt zu hoffen, dass man in den nächsten Partien wieder souveräner und gelassener auftritt.

Fans:
Nach stimmungsvollem Beginn lähmte das zerfahrene Spiel unserer Jungs die Stimmung auf den Rängen mehr und mehr.
Ich gebe zu, dass ich anfangs auch etwas geschockt war angesichts der zappeligen Vorstellung des Teams. Doch muss, gerade bei einem Rückstand, einfach mehr von den Rängen kommen.
Im dritten Drittel flog dann fast das Hallendach weg und die Steelers-Fans mussten mal ein bisschen den Schock verdauen.
Trotzdem: Ab jetzt ist Kämpfen angesagt - auch auf den Rängen!mb

PlayOff-Runde 1, Spiel 3: EHC - Schwenninger Wild Wings 5:1

  • Geschrieben von Martin
  • Zugriffe: 4964

Es ist vollbracht!!!
Erneut lassen die Grizzlies den Wild Wings keine echte Chance auf den Sieg und deklassieren die Schwenninger Mannschaft über weite Strecken des Spiels.
Damit steht der EHC, Protest hin oder her, im Halbfinale der diesjährigen Play-offs.

1.Drittel
Das Spiel begann ungewohnt ruhig von beiden Seiten und der schnelle Führungstreffer der Schwenninger blieb zum ersten Mal aus.
Im Gegenteil: Die ersten Chancen diesmal auf Wolfsburger Seite.
Und ebenso zum ersten Mal gingen die Grizzlies in einer Partie als Erste in Führung:
1:0 in der 8.Minute durch Tobias Samendinger im Nachsetzen.
Schon vorher hatte die 4.Reihe wieder mächtig Eindruck bei den Zuschauern schinden können, setzte sie den Wild Wings doch mit unbändigem Willen und Einsatz schwer zu und erspielte sich kurz vorher schon eine hochprozentige Chance.
Die Wild Wings kamen nur selten gefährlich vors Wolfsburger Gehäuse und wenn, dann war Mastic akkurat zur Stelle.

2.Drittel
Die Grizzlies jetzt noch zwingender und das Spiel nahm zusätzlich Fahrt auf.
Das bekam den Schwenningern allerdings sichtlich schlecht:
In der 23.Minute fährt Elvis, der heute als Stürmer(!) neben Kujala und Paepke spielte, einen schönen Alleingang auf Suvelo und...umkurvt diesen und trifft zum 2:0!
Begeisterung auf den Rängen und erste Auflösungserscheinung in der Defensive der Wild Wings folgten prompt.
Besonders bitter für die Gäste:
Nachdem sie mit viel Glück und Mühe das Ergebnis halten konnten, ergab sich durch einen unglücklichen Reihenwechsel der Wolfsburger Ende der 31.Minute sogar eine Großchance - mit 3 gegen 1 stürmte man auf Mastic zu, doch es gelang kein Torerfolg.
Im direkten Gegenzug das 3:0 durch Suchan - die Grizzlies wieder mal zu schnell...
Als in der 35.Minute Wally Schreiber im Powerplay das 3:1 aus dem Getümmel vor dem Wolfsburger Tor erzielte, kümmerte das kaum noch jemanden: Die überlegenheit des EHC war einfach zu deutlich.

3.Drittel
Das Ding war gelaufen - jeder in der Halle schien das begriffen zu haben.
Spätestens, als Todd Simon in Unterzahl das 4:1 (48.Minute) erzielte, waren die letzten Zweifler überzeugt: Der EHC ist im Halbfinale!
Was folgte war einerseits wunderbares Eishockey der Grizzlies und andererseits leider recht dreckige Aktionen der schwäbischen Schwäne.
Das Play-off-Aus vor Augen brachten die Schwenninger sich durch reichlich Frustfouls um die letzte kleine Chance das Spiel doch noch zu drehen.
Die Wolfsburger ließen an diesem Abend lieber Tore sprechen:
5:1 durch Zurek in der 53.Minute im 5-3 Powerplay
Einige Fouls und Provokationen später war´s dann amtlich:
Der EHC ist weiter.
Nach kleineren Rangeleien konnte auch das shake hands friedlich über die Bühne gehen.


Mein subjektiver Eindruck:
Unsere Jungs sind einfach gnadenlos gut.
Ohne Vit, Kaufmann und Genze spielen sie die Wild Wings trotzdem zum dritten Mal an die Wand - genial.
Die Leistungsdichte in unserem Kader ist schlicht und ergreifend beeindruckend, die Schwenninger konnten einem fast leid tun...aber eben nur fast.
Die beknackte Aktion mit dem sogenannten Protest gegen die Wertung des Sonntagspiels hat das Mitleid meinerseits zumindest deutlich gemindert - seht´s einfach ein:
Gegen die Grizzlies habt ihr keine Chance.

Tor:
Marek voll da. Zusammen mit unserer Abwehr beerdigte er die wenigen Chancen der Gäste stilvoll.
Hey, Zelle: Wir rufen dich nicht nur, weil du auf der Bank mehr Aufmerksamkeit für uns übrig hast - wir stehn zu dir!

Verteidigung:
Bombenleistung!
Vorneweg ein Riesenlob an Ronny Martin: Hammerpartie mit Rieseneinsatz, einige fast unvermeidbare Torchancen unterbunden und in mehrere Schüsse geworfen - Klasse!
Lundström ebenfalls bestens drauf. Was der wieder alles im Slot eingesteckt hat...die gegnerischen Verteidiger drehen bei Unterzahl fast durch - der läßt sich einfach nicht verscheuchen.
Nur mit Bullard scheint er sich nicht anfreunden zu wollen :) - Mensch, Per-Anton:
Egal, was der Dir erzählen wollte - der würde sonstwas drum geben, wenn er dich in seiner Truppe haben könnte.
Alle anderen brachten ebenfalls tollen Einsatz und verrichteten wirklich ganze Arbeit.
Gegen den stärksten Sturm der Liga kann man nur sagen: Danke!

Sturm:
Jeder mit jedem - heute sogar ein Verteidiger mittendrin - und es klappt.
Vier Reihen lassen sich offenbar nur schwer oder gar nicht an die Leine legen.
Technisch, spielerisch und auch von der Grundschnelligkeit her streckenweise eine Augenweide.
Zurek mit seinem ersten Play-off Treffer.
Diesem Treffer stehen bisher 5 Assists in den POs gegenüber; offenbar hat er doch noch rechtzeitig zu seiner Form zurückgefunden - nur anders als gewohnt.
Elvis im Sturm hatte auch irgendwie was...
Insgesamt eine super Leistung von allen, die das Fehlen von Kaufmann und Vit bestens kompensieren konnte.

Fans:
Na, was wohl? PAAAAAAAAAAAAARTY!!!
Die Stimmung stieg mit jeder gespielten Minute und am Ende flogen unseren Gästen fast die Ohren weg...
Zu den Gästefans gibt´s eigentlich nichts Neues: einige wirklich nette Leute, mit denen man auch nach dem Spiel klasse feiern kann und leider wieder einige Unbelehrbare, die zum "krönenden Abschluss" Bengalos in der Halle zünden.
An jene Unbelehrbaren: Kommt einfach nicht wieder - keiner mag euch und das hat nur wenig mit ´nem einzelnen Bengalo zu tun.mb

PlayOff-Runde 1, Spiel 1: EHC - Schwenninger Wild Wings 7:4

  • Geschrieben von Martin
  • Zugriffe: 5030
Die erste Nervosität ist besiegt, das erste Heimspiel der Play-offs gewonnen.
So könnte das Fazit nach dem gestrigen Spiel lauten.
Nach einer etwas hektischen und ausgeglichenen ersten Spielhälfte starteten die Grizzlies durch und fegten die Wild Wings am Ende mit 7:4 aus dem heimischen Eispalast.

1.Drittel
Die Aufregung beider Teams war nahezu greifbar und so gestaltete sich das erste Drittel recht zerfahren und ebenso spannend.
Nach nicht einmal drei Minuten gab´s schon die erste kalte Dusche für die Fans der Grizzly Adams:
0:1 durch Schreiber, der einen one-timer mit der Kellenspitze durch Mastics Schoner bugsierte.
Doch weder Mannschaft noch Fans ließen sich beirren und hielten voll dagegen.
Zunächst leider ohne Erfolg - beste Chancen wurden vergeben und gerade im Defensivbereich lief noch längst nicht alles wie gewünscht.
Im Powerplay dann die erste Beruhigungsspritze für die angespannten Nerven:
1:1 ausgerechnet durch Verteidiger Alexander Genze, der in der gesamten Saison erst einmal getroffen hatte!
Ruhe kehrte leider trotzdem nicht ins Spiel des EHC ein:
Die Hausherren konnten sich keinen deutlichen Vorteil in den Spielanteilen erarbeiteten - im Gegenteil, denn eine wahre Strafzeitenflut auf beiden Seiten sorgte für immer neue hektische Momente auf dem Eis, wobei die Grizzlies gegen Drittelende sogar eine kurze 3:5 Unterzahl überstehen mussten.

2.Drittel
Weiter ging´s und nach knapp drei Minuten der nächste Schock für die Wolfsburger Anhänger:
1:2 durch Long im Powerplay.
Das Zittern ging also ungebremst weiter...doch nicht allzu lange:
Nur gut eine Minute später hatte Karabin seinen ersten Auftritt des Abends.
Von Jan Zurek schön in Szene gesetzt fuhr er auf halblinks allein auf Suvelo zu - am Tor vorbei und mit einem satten Backhander an die Hinterseite von dessen Schoner:
Tor zum 2:2.
Es dauerte einen Augenblick, bis das verdutzte Publikum erkannte, dass der Puck im Tor war - nicht, wie viele dachten, auf dem Außennetz!
Der Jubel war umso größer, denn wieder hatte der EHC gekontert und der Glaube an ein gutes Ende dieser Partie wuchs langsam.
Die Grizzlies, jetzt endlich mit der erhofften Dominanz auf heimischem Eis, machten nun kräftig Druck auf das gegnerische Tor und den zahlreich mitgereisten Schwenninger Fans verschlug es zunehmend die Sprache.
In der 33.Minute war es dann endlich soweit:
Die erste Führung der Grizzlies durch Christoph Paepke, der den Puck aus Halbdistanz zum 3:2 herrlich in den Winkel schlenzte, wurde euphorisch gefeiert.
Als Roman Veber nur zwei Minuten später sogar auf 4:2 erhöhte, lösten sich auch die letzten Anspannungen auf den Rängen und es gab kein Halten mehr.
Mit 4:2 ging´s dann auch zum zweiten Mal in die Kabinen.

3.Drittel
Es war zum Verrücktwerden...
Diesmal dauerte es nicht einmal zwei Minuten und die Wild Wings erzielten abermals einen Treffer zur "Eröffnung" des Drittels.
4:3 durch Miller, der einfach mal von der Blauen abzog. Mastic sah den Puck leider viel zu spät, da ein eigener Verteidiger ihm die Sicht nahm und so trudelte die Hartgummischeibe gemächlich durch seine Schoner.
Doch das Auftreten der Grizzlies sorgte dafür, dass einem auf der Tribüne nicht wirklich bange wurde: Zu stark spielte der EHC auf, zu konfus wirkte die Deckungsarbeit der Gäste.
Konsequenter Weise entschieden die Wolfsburger das Spiel dann auch innerhalb von zweieinhalb Minuten endgültig für sich:
5:3 in der 46.Minute durch Karabin.
6:3 in der 48.Minute durch Vit, der, nach energischer Vorarbeit von Musial, den Puck nur über die Linie schieben muss.
7:3 in der 48.Minute wiederum durch Karabin, der seinen ersten Hattrick der Saison damit komplett machte.
Die Party auf den Rängen nahm lautstark ihren Lauf und die Erleichterung war allen deutlichst anzusehen.
Das 7:4 in der 56.Minute durch Wildgruber hatte dann lediglich noch statistischen Wert.
Der Start in die Play-offs war gelungen!

 

Mein subjektiver Eindruck:
Selten habe ich so viele Gesichter bei unseren Fans gesehen, die vor dem Spiel das Wort "Magenkrampf" zu buchstabieren versuchten.
Mir ging´s genauso - die letztjährigen Play-offs haben da so ihre Spuren hinterlassen...
Das 0:1 und das 1:2 waren da auch nicht wirklich eine große Hilfe.
Insgesamt betrachtet fand ich das Spiel ausgesprochen spannend, spielerisch allerdings nicht unbedingt herausragend.
Unsere Jungs haben ihre Nerven auf jeden Fall gut in den Griff bekommen.
Geht man davon aus, dass sie auch nur annähernd so nervös wie das Publikum waren, so kann man nur gratulieren - trotz der nicht von der Hand zu weisenden Fehler gerade zu Beginn der Partie.
Von der Schwenninger Mannschaft bin ich, obwohl sie tapfer dagegenhielten, in einem Punkt doch etwas enttäuscht:
Statt durch Körperspiel Akzente zu setzen, wie ich es erwartet hatte, "glänzte" da so mancher Akteur mit Stockfouls im Rücken des Schiris - nur um wenig später direkt vor dessen Nase zum spektakulären Tiefflug anzusetzen.
Zu Rooney (2x10 Minuten wegen Meckern) fällt mir nur ein:
*sing* Du bist zu blöd, um aussem Busch zu winken - Du bist zu blöd dafür...*sing*
Das haben wir diese Saison von den Wings schon besser gesehen. Was soll´s...genützt hat´s nix.

Tor:
Marek deutlich nervöser als gewohnt. Sah zweimal sehr unglücklich aus, aber warum soll es ihm anders ergehen, als allen anderen auf dem Eis?
Schöne Saves gab´s trotzdem wieder zu bestaunen.

Verteidigung:
Im ersten Drittel noch sehr um Ordnung bemüht, fing sich aber im Laufe des Spiels.
Ab Mitte des zweiten Drittels bot sich dann endlich das gewohnte Bild und jeder hatte seine Aufgaben wieder voll im Griff.
Mit zwei Toren durch Roman Veber und Sascha Genze kann man sich über mangelnde Offensivarbeit auch nicht gerade beschweren...

Sturm:
Alle Reihen fanden nur langsam, aber dafür gegen Ende des Spiels umso besser, in die Partie.
Die erste Reihe um Kapitän Karabin steigerte sich am deutlichsten und wusste mit drei Treffern durch diesen zu überzeugen.
Jan Zurek glänzte durch tolle Zuspiele und überließ Ladislav das Toreschießen gegen seinen letztjährigen Verein - äußerst kollegial ;).

Fans:
Da stimmte diesmal wirklich alles.
Erst mal die Nervosität rausbrüllen und dann feiern, feiern, feiern...
Das spannende Spiel, tolle Musik und lautstarke Gästefans taten ein übriges.
Schade, dass die Schwenninger neben einigen wirklich netten Fans, wieder mal auch einige Aggronauten im Schlepptau hatten...Polizei beim Eishockey muss nicht sein - kann aber.
Alles in allem aber ein toller Eishockeyabend!mb

EHC - ETC Crimmitschau 5:1

  • Geschrieben von Martin
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In einer recht entspannten Partie gelingt dem EHC ein insgesamt schöner Abschluss für die in der Vorrunde gezeigten Heimspielleistungen.
Mit einem doch etwas zu hoch ausgefallenen 5:1 werden die Crimmitschauer Eispiraten auch im vierten Aufeinandertreffen der Saison besiegt.

1.Drittel
Schon die ersten Minuten des Spiels zeigten, dass man sich auf ein recht körperloses, dafür streckenweise technisch ansehnliches Spiel einstellen durfte.
Für keine der beiden Mannschaften ging es noch um irgendetwas: Wolfsburg uneinholbar Erster, Crimmitschau ohne rechnerische Möglichkeit die Play-offs doch noch zu erreichen.
Die Grizzlies mit leichten Vorteilen und dem einzigen Treffer des ersten Drittels:
1:0 in der 18.Minute durch Kaufmann, der wenige Augenblicke zuvor noch im 1 gegen 1 an Toth im Gästetor gescheitert war. Todd Simon holte sich im Laufe des Drittels seine dritte 10 Min. Strafe ab - Soll erfüllt.
Viel mehr Aufregendes gab's nicht...vielleicht dies noch: Marek Mastic nutzte den Gang zum Pausentee, um sich ebenfalls seine dritte 10 Min. Strafe abzuholen - für ihn stand anschließend Thomas Zellhuber im Tor.

2.Drittel
Der EHC war nun immer deutlicher überlegen.
Doch lediglich einmal fand der Puck den Weg an Toth vorbei:
2:0 in der 31. Minute durch Paepke
Ansonsten ließen die Grizzlies, wie leider schon öfter in dieser Saison, zahlreiche Einschussmöglichkeiten aus.
Relaxt ging's zum zweiten Mal in die Kabinen.

3.Drittel
Die ersten zehn Minuten ging es ohne nennenswerte Veränderungen auf dem Eis weiter.
Dann hauchte der Gegentreffer zum 2:1 durch Losch der Partie offenbar noch einmal Leben ein.
Fast ohne merkliche Anstrengung zogen die Wolfsburger das Tempo ein wenig an und schenkten fast nach Belieben munter ein: 3:1 durch Karabin in der 54.Minute
4:1 durch Vit in der 55.Minute (bei 4-5 Unterzahl...)
5:1 durch Simon in der 60.Minute (bei 5-4 Überzahl!)
Nach Abpfiff wurde zu guter Letzt auch Karabin mit der benötigten sechsten 10 Min. Strafe ausgestattet und damit war nun wirklich alles erledigt, was zu erledigen war.


Mein subjektiver Eindruck:

Für ein Spiel, bei dem es um praktisch nichts mehr ging, gar nicht mal so schlecht.
Das Soll wurde in jeder Hinsicht voll erfüllt und so kann man nun nur hoffen, dass unsere Jungs im Tritt bleiben, um beim ersten Heimspiel gegen Schwenningen voll da zu sein.

Tor:
Mastic und Zelle tadellos, wobei man heute von Zelle endlich mal wieder mehr zu sehen bekommen konnte.
Zellhuber hat seinen Eindruck aus dem letzten Spiel dabei bestätigt:
Ein Klasse-Goalie, den wir da auf der Bank haben!

Verteidigung:
Gute Leistung - genau soviel Aufmerksamkeit und Einsatz, wie nötig war, um das Spiel unter Kontrolle zu halten.
Unauffällig und effektiv.

Sturm:
Fast rein technisch geprägt und ohne letzten Einsatz im Körperspiel - angesichts der Vorzeichen dieser Partie völlig nachvollziehbar.
Beeindruckend, wie man am Ende fast spielerisch noch einmal eine Schippe drauflegte, um das Spiel endgültig zu entscheiden.
Jan Zurek nutzte die Gunst der Stunde leider nicht, um sich mit dem ein oder anderen Tor zurückzumelden...hoffen wir, dass er es in den Play-offs umso mehr krachen lässt...

Fans:
Obwohl es eigentlich um nix ging, waren erfreulich viele Zuschauer da (für unsere Verhältnisse).
Stimmungstechnisch natürlich kein Highlight, aber man konnte durchaus seinen Spaß haben.
So. Jetzt noch die paar Tage irgendwie rumkriegen und dann geht's richtig los!
Bis Freitag ;) mb

EHC - EV Duisburg 6:1

  • Geschrieben von Martin
  • Zugriffe: 5667

Eine wahre Eishockeyparty bekamen die 1350 Zuschauer im Eispalast am gestrigen Abend geboten.
EHC-Tore in Hülle und Fülle gab es ebenso wie reichlich Strafzeiten und Boxeinlagen zu bewundern - wer an diesem Abend nicht auf seine Kosten kam war entweder depressiv oder Duisburg-Fan...oder beides.
Der EHC war praktisch über die gesamte Spieldauer deutlich überlegen und konnte das Spiel gegen Ende noch zum Disziplinarstrafen-Sammeln bzw. Unterzahltraining umfunktionieren.

1.Drittel
Der EHC wieder mit Blitzstart.
Von Anfang an wurde das Gästetor berannt und kräftig Druck ausgeübt, was den regelmäßigen Zuschauer schon in Vorfreude auf das Kommende versetzen durfte.
Nachdem Gästekeeper Baader in der Anfangsphase noch einige Chancen der Grizzlies zunichte machen konnte, klingelte es in der 6.Minute das erste Mal im Füchsetor:
1:0 durch David Musial, der einen mustergültigen Pass von Vit im Gehäuse unterbringen konnte
Der Sturmlauf ging weiter und Chance um Chance wurde herausgespielt - doch noch hielt die Duisburger Abwehr bzw. Christian Baader die Gäste im Spiel und so ging es mit dieser knappen Führung zum ersten Mal in die Kabinen.

2.Drittel
Das zweite Drittel war geprägt vom Dauerdruck der Grizzlies und zunehmender Härte seitens der Gäste.
In der 25.Minute war es Boris Lingemann, der das wiederum einzige Tor des Drittels zum 2:0 erzielte und damit die bis dahin brilliante Leistung der 4.Reihe krönte.
Die Gäste hingegen zeigten sich zunehmend entnervt vom andauernden Sturmlauf der Wolfsburger und zogen allmählich die eher unsauberen Register ihres Könnens:
In der 29.Minute verletzte Micheller mittels hohem Stock Rainer Suchan im Gesicht - blutend rappelte sich dieser nur mühsam wieder hoch und fuhr zurück zur Spielerbank.
Micheller hingegen verabschiedete sich für 2+2 Minuten auf die Strafbank.
Patrzek folgte ihm wenig später auf Gästeseite in die Kühlbox - das anschließende 5-3 Powerplay ließen die Grizzlies jedoch leider ungenutzt.
In der letzten Minute des Drittels dann der Höhepunkt:
Johansson streckt Lundström mit einem absolut dreckigen Stockcheck ins Gesicht nieder - FEHLER!
Per-Anton prüft kurz seine wackelnden Zähne, steht auf, wirft die Handschuhe weg und...versohlt seinem schwedischen Landsmann derartig den Arsch, dass die Zuschauer vor Begeisterung kaum zu halten sind!
Von Beifallsstürmen begleitet verlässt Lundström das Eis für 2+2+10 Minuten, sein schwedischer Kollege darf mit 5 Minuten + Spieldauer zum Duschen.
Leider konnte auch Per-Anton nicht mehr mitspielen, da die Verletzung durch den Stockcheck genäht werden musste.
Gut gelaunt ging's zum zweiten Mal in die Pause - doch einer sollte ebenfalls nicht zurückkehren:
Didi Hegen regte sich, zurecht, derartig über das geringe Strafmaß für Lundström auf, dass er dem Schiri wohl noch einige Nettigkeiten mitteilte.
Folge: Spielerdauer-Disziplinarstrafe.

3.Drittel
Turbulent ging's weiter.
Innerhalb von sechs Minuten entschieden die Grizzlies die Partie für sich.
41.Minute: 3:0 durch Karabin im Powerplay (4-3)
44.Minute: 4:0 wiederum durch Karabin im Powerplay (5-4)
46.Minute: 5:0 durch Petri Kujala
Nachdem die Nauheimer Niederlage durchgesagt worden war, konnten sich Beslagic und Musial unter großem Hallo ihre benötigten 10 Minuten-Disziplinarstrafen abholen, um unbelastet in die Play-offs zu gehen.
Marek brachte es irgendwie nicht übers Herz den Schiri zu beleidigen, machte aber trotzdem für Zelle Platz, der dadurch endlich wieder Eiszeit bekam.
Der einzige Gegentreffer zum 5:1 in der 52.Minute durch Stähle fiel folgerichtig in Duisburger Überzahl und war eindeutig der Kategorie "absolut unhaltbar" zuzuordnen:
One-timer aus kürzester Distanz ins obere Toreck.
Ansonsten bekam Zellhuber noch reichlich Gelegenheit, um zu zeigen, dass er vermutlich der beste Backup Goalie der 2.Liga ist und machte seine Sache wirklich klasse.
Eine Minute vor Ende setzte Kaufmann mit dem 6:1 den Schlußpunkt unter eine begeisternde und sehr "abwechslungsreiche" Partie.
Das Team, vor allem BEIDE Torhüter, wurde nach dem Spiel ausgiebigst und völlig verdient von den Fans frenetisch gefeiert.

 

Mein subjektiver Eindruck:
Geil, geil, geil!
Ein irres Spiel mit unglaublich viel Abwechslung und einem kaum zu toppenden Unterhaltungswert.
Die Grizzlies waren wirklich brutal stark - in jeder Hinsicht.
Wenn das die angepeilte Play-off Form ist, dann kann ich's kaum noch erwarten.

Tor:
Mastic in perfekter Form - allerdings gab's nicht wirklich viel zu halten für ihn.
Zelle ebenfalls überzeugend - der Gegentreffer, wie erwähnt, absolut unhaltbar.
Klasse, wenn man gleich zwei starke Torleute hat.

Verteidigung:
Sehr starke Leistung - keine Ausfälle.
Zu Per-Anton muss man wohl mittlerweile nicht mehr viel sagen...der Hammer!
Sollte wieder mal eine gegnerische Mannschaft auf die Idee kommen, dass man ja mal durch Härte beeindrucken könnte, wissen wir ja wer sie vom Gegenteil überzeugen wird.
Allerdings wird wohl nicht oft jemand so dämlich wie Johansson sein und ausgerechnet Lundström derartig angehen...

Sturm:
Alle Reihen funktionieren und scoren, im Powerplay finden die Beteiligten endlich die passenden Rollen (Simon an der Blauen, Lundström vorm Tor, Karabin geht auf den Rebound) - was will man mehr?
Musial mit tollem Stellungsspiel und immer zum Nachschuss bereit.
Vit mit super Laufwegen - füllt die Rolle als Center der zweiten Reihe mittlerweile fast perfekt aus, nur im Abschluss könnte er noch etwas mehr Glück gebrauchen.
Todd Simons Passfähigkeiten dürften wohl als in der 2.Liga einzigartig bezeichnet werden - klasse Entscheidung ihn als Passverteiler im Powerplay an die Blaue zu stellen.
Lediglich Jan Zurek zeigt momentan nicht sein volles Leistungsvermögen - in den POs brauchen wir ihn als Vollstrecker! Hoffen wir, dass er bis dahin wieder voll da ist.

Fans:
Sogar die Spielunterbrechung wegen der defekten Bande hat mächtig Spaß gemacht!
Bei den Aktionen auf dem Eis war es aber auch echt schwierig nicht gut drauf zu kommen.
Für die Gästefans war es allerdings ein weniger erfreulicher Abend ;)
Bald kommen die Play-offs - i freu mi. mb

EHC - Heilbronner Falken 4:2

  • Geschrieben von Martin
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Ein weiterer Schritt Richtung 1.Platz nach der Hauptrunde ist getan.
Mit viel Mühe, aber teilweise auch wunderbar vorgetragenen Spielzügen, werden die Heilbronner Falken niedergekämpft.
Nach dem ersten Drittel schien es zunächst ein recht unerfreulicher Abend zu werden - miserable Chancenauswertung und die Stimmung auf dem Nullpunkt, aber dann...

1.Drittel
Das Spiel begann durchaus ansehnlich, aber wieder einmal ohne Sturmlauf der Grizzlies in den ersten Minuten - man hätte gewarnt sein sollen.
Der EHC zwar mit gefälligen Aktionen, aber selten so druckvoll, wie man es schon öfter beobachten konnte.
Es wurde ein seltsames erstes Drittel, in dem sich der Puck einfach nicht ins Gästetor bugsieren ließ.
Das hatte zwei Gründe: Der eine war ein glänzend aufgelegter Mike Rosati im Gästetor, der andere HSR Kathmann, der einen Treffer, den viele Zuschauer und Spieler bereits feierten, nicht gab.(Warum, wird hoffentlich die Videoanalyse ergeben - oder auch nicht...)
Die Heilbronner hingegen nutzten ihre wenigen Chancen eiskalt aus:
Jeweils in der 15. und 19.Minute trafen sie im Powerplay ins Grizzlygehäuse, erst Buril, dann Heaphy. Kurz, schnörkel- und humorlos.
Beiden Treffern gingen recht kleinliche Entscheidungen gegen die Grizzlies voran, die sich im anschließenden Unterzahlspiel ungewohnt schwach zeigten.
Mit langen Gesichtern auf Wolfsburger Seite ging's in die Kabine.

2.Drittel
Der EHC immer noch überlegen, doch die Chancenauswertung zunächst weiter unterirdisch.
In der 26.Minute erlöste Radek Vit endlich die darbenden Zuschauer: Der 1:2 Anschlusstreffer!
Endlich schien ein Ruck durch Mannschaft und Publikum zu gehen - sollte das doch noch ein fröhlicher Eishockeyabend werden?
Es wurde - und wie!
Die Grizzlies jetzt mit Dauerdruck auf das Falkengehäuse. Rosati bekam alle Hände voll zu tun und konnte den Ansturm der Wolfsburger letztendlich nicht aufhalten:
34. Minute 2:2 durch David Musial - wunderschön aus der Powerplayformation ins rechte Toreck
39. Minute 3:2 durch Christoph Paepke - ebenfalls im Powerplay. Irgendwie verkehrte Welt...
So hatte man das Spiel größtenteils in der schwächsten Disziplin dieser Saison gedreht - im Überzahlspiel.

3.Drittel
Das Spiel blieb ansehnlich; die Torchancen auf beiden Seiten wurden allerdings wieder weniger.
Der EHC spielte die Partie abgeklärt zu Ende, ließ noch, wie gewohnt, die ein oder andere Großchance aus und ging als verdienter Sieger vom Eis.
Heilbronn zwar noch zweimal sehr gefährlich vor dem Tor der Wolfsburger, doch ein weiterer Treffer wollte den Falken nicht mehr gelingen.
Als Rosati eine Minute vor Schluss das Eis zugunsten eines sechsten Feldspielers verließ, gelang Rainer Suchan 8 Sekunden vor Abpfiff sogar noch das 4:2 per empty net goal.

 

Mein subjektiver Eindruck:
Man hat mittlerweile den Eindruck, dass, wenn die Grizzlies das Spiel nicht wie die Raketen beginnen, man das erste Drittel getrost als verloren abhaken kann...
Trotzdem hat das Team sich bravourös ins Spiel zurückgekämpft und am Ende verdient gewonnen.
Diese Moral kann für die Play-off Runde überlebenswichtig werden!
Allerdings hat man letzte Woche vom Straubinger Team deutlichst vorgeführt bekommen, dass das nicht immer klappen muss...
Wie unser Trainer so treffend bemerkte: Die Chancenauswertung ist unser größtes Problem.
Ich persönlich empfinde vor allem unsere Reboundverwertung als absolute Katastrophe.
Was nützt es, wenn man sich schönste Torgelegenheiten herausspielt, und im entscheidenden Moment rücken dem gegnerischen Goalie nicht mindestens zwei Spieler auf die Pelle, um das Ding reinzustochern.
Vielleicht das Nauheimvideo studieren und lernen...die Nauheimer haben gar nicht so fürchterlich viel drauf, aber das Verhalten vorm Tor ist vorbildlich!

Tor:
Marek nach wie vor in blendender Form.
Ich hoffe unser Team strapaziert seine Nerven in Zukunft nicht mehr so unnötig, wie im ersten Drittel.
Schon in Nauheim gingen die ersten beiden Treffer auf das Konto seiner Vorderleute, die, nach genialen Reflexen ihres Keepers, nicht in der Lage waren Nachschüsse zu verhindern.

Verteidigung:
Insgesamt gut gearbeitet.
Die Unterzahltreffer haben alle 4 anwesenden Spieler zu verantworten, also kein reines Verschulden unserer Abwehr.
Per-Anton im Powerplay einfach genial - leider sind unsere Stürmer zu selten in der Lage die Freiräume, die er schafft, in Zählbares zu verwandeln.

Sturm:
Schöne Spielzüge. Flottes Angriffsspiel fast über die gesamte Spieldauer.
Zum x-ten Mal: Aber die Chancenauswertung... - ok, ich benutze das Wort nur noch in absoluten Notfällen.
Besonders hervorheben möchte ich zwei Spieler:
1.Todd Simon: Der Mann spielt unglaubliche Pässe - in Tschechien würden sie ihn auf Händen zum und vom Eis tragen!
Hoffen wir, dass er unseren Jan (heute leider aufgrund einer Handgelenksverletzung nicht dabei) noch so manches Mal "auf die Reise" schicken wird.
2.Radek Vit: Ganz starkes Spiel heute! Super Laufwege und brandgefährlich im Slot.
Habe ich seine Chancenauswertung schon erwähnt?

Fans:
Tja. Was soll ich sagen...
Das erste Drittel war bis zu den Gegentreffern doch ganz ordentlich, da kann man schon ein bisschen mehr "geben".
Wohl alle noch vom Freitag fix und foxi ;).
Danach ging's ja zum Glück stimmungsmäßig aufwärts.
Trotzdem finde ich's traurig, dass heute nur der Fanblock "La ola-fähig" war...manchmal warte ich geradezu darauf, dass irgendwer uns mit Erdnüssen bewirft. mb

EHC - EHC Straubing 1:4

  • Geschrieben von Martin
  • Zugriffe: 5585

In einer nicht wirklich mitreißenden Partie unterlagen einfallslose Grizzlies gegen eine diszipliniert und engagiert aufspielende Straubinger Mannschaft.
Nur selten konnte das Wolfsburger Team die Gäste effektiv unter Druck setzen, so dass an diesem Wochenende lediglich ein Punkt eingefahren werden konnte.

1.Drittel
Die ersten Minuten des Spiels gehörten eindeutig den Tigers, die sofort mit viel Einsatz und gut geordnet den Sturmlauf auf das Wolfsburger Drittel eröffneten.
Doch die Grizzlies im Glück:
In der 7.Minute konnte Samendinger einen schnellen Konter der erneut stark aufspielenden 4.Reihe zum 1:0 für Wolfsburg abschließen.
Der EHC in der Folgezeit bis Drittelende die spielbestimmende Mannschaft, allerdings ohne weiteren Torerfolg.

2.Drittel
Doch der Schwung der Wolfsburger sollte nicht anhalten.
Ein sehr durchwachsenes Drittel folgte, in welchem sich keine der beiden Mannschaften eine Blöße gab.
Beide Teams neutralisierten sich und nutzten die wenigen sich ergebenden Chancen nicht konsequent aus bzw. im Falle der Grizzlies war auch hin und wieder das Gestänge im Weg.
Das einzige Tor des Drittels fiel folgerichtig bei numerischem Ungleichgewicht:
Nach einer äußerst fragwürdigen Strafzeit gegen Tobias Samendinger (befand sich zur "Tatzeit" nicht einmal auf dem Eis) fackelten die Straubinger nicht lange und glichen mit einem wunderschönen Powerplaytreffer durch Janke zum 1:1 aus (34.Minute).
Unentschieden ging es auch zum zweiten Mal in die Kabinen.

3.Drittel
Nicht einmal zwei Minuten dauerte es, da hieß es auch schon 1:2 für die Tigers.
Nach einem Puckverlust des EHC im Straubinger Drittel konterten diese blitzschnell und Lavallee vollstreckte mustergültig.
Die Grizzlies nun zwar etwas bemühter, doch nach wie vor erschreckend einfallslos und im Aufbauspiel einfach nicht schnell genug, um die Straubinger Hintermannschaft in Verlegenheit zu bringen.
Das 1:3 durch Batherson in der 59.Minute besiegelte dann die Niederlage und brachte EHC-Goalie Mastic endgültig in Rage.
Offenbar war der Treffer aus dem Gewühl heraus seiner Meinung nach nicht regelkonform entstanden und diverse Provokationen durch Andreas Lupzig brachten das Fass dann zum Überlaufen - RUMMS lag das Tor auf dem Rücken...
Das emty-net goal durch Batherson zum 1:4 wenige Sekunden später war dann auch nur noch statistischer Natur...

 

Mein subjektiver Eindruck:
Kein schlechtes Spiel - trotzdem irgendwie öde.
Die Straubinger an diesem Abend einen Tick engagierter und meistens gedanklicher schneller.
Der Unterschied zwischen den beiden Mannschaften war zwar bei weitem nicht so deutlich wie das Ergebnis, doch am Ende gingen die Tigers als verdiente Sieger vom Eis.
Hätte HSR Zupp in diesem fairen und eigentlich leicht zu leitenden Spiel die wenigen zu treffenden Entscheidungen nicht vergurkt, wäre vielleicht ein Punkt für Wolfsburg dringewesen - mehr aber beim besten Willen nicht.

Tor:
Marek in guter Form - nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Zwischenzeitlich sehr sauer auf seine eigenen Vorderleute...zu Recht.

Verteidigung:
Ohne größere individuelle Fehler, aber als Einheit streckenweise äußerst unsortiert.
Allerdings war die Belastungshöhe am heutigen Abend unverhältnismäßig hoch, da die Wolfsburger Angriffsbemühungen zu oft frühzeitig im Konter der Gäste endeten.

Sturm:
Die 4.Reihe gewohnt engagiert, frisch und flott unterwegs.
Beim Rest ging leider über weite Strecken wenig zusammen.
Irgendwie fehlte den Beteiligten der letzte Biss und die notwendige Schnelligkeit, um die Straubinger Abwehr auszuhebeln.
Die hundertprozentigen Chancen blieben jedenfalls ungewohnt rar, so dass man sich auch kaum über das Auslassen solcher Chancen aufregen musste...wenigstens etwas.
Zehn starke Minuten im ersten Drittel reichen gegen keinen Gegner in der 2.Liga, schon gar nicht gegen die zur Zeit extrem starken Straubinger.

Fans:
Seit langer Zeit mal wieder nicht viel los auf den Rängen.
Lediglich HSR Zupp sorgte für den ein oder anderen Brüller...
Na, ja...Stimme schonen für Nauheim ;).mb