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EHC - Krefeld Pinguine 1:4

Sand im Getriebe oder Getriebe im Sand?

So schlecht hat man die Grizzlys lange nicht mehr gesehen. Nach einem ebenso frühen wie kuriosen Gegentreffer bei eigener Überzahl wirkten die Gastgeber wie vor den Kopf geschlagen. Krefelds Oldie Herberts Vasiljevs hatte in der fünften Spielminute das Spielgerät an der eigenen Blauen erbeutet und war danach unwiderstehlich an allen herbeistürzenden Grizzlys vorbeigelaufen. Mit Kapitän Tyler Haskins hatte dabei ein Linienrichter (!) den ersten und aussichtsreichsten Opponenten für den Krefelder Stürmer aus dem Weg geblockt, Widing fiel zu allem Überfluss auf Torhüter Brückmann – die Pannenserie war nach Mulocks Bock beim Scheibenverlust komplett. Die Pinguine hatten bis dahin offensiv praktisch nicht existiert und trugen bis zum Ende des ersten Drittels auch weiterhin nicht viel zur Torschussstatistik bei. Wolfsburg zeigte sich zwar engagiert, im einen oder anderen Fall vielleicht sogar etwas übermotiviert, aber der Zusammenhang der Aktionen war ab diesem besagten Moment wie weggeblasen – und kam auch nicht wieder.
Nach dem mittlerweile schon fast obligatorischen Powerplaytreffer (26.) durch einen der wenigen Lichtblicke der Grizzlys, Sebastian Furchner, kam noch einmal so etwas wie Hoffnung auf Spielfluss bei den Heimfans auf. Die Hoffnung währte allerdings nur kurze Zeit: Ein einfacher, sauber und schnell ausgeführter Spielzug der Gäste – und schon hatte Martin Schymainski das 1:2 für den KEV besorgt (32.). Wolfsburg rannte weiter an, ließ aber wie schon in den Heimspielen zuvor die letzte Konsequenz im Slot vermissen. Als mit Björn Krupp kurz vor Ende des Mitteldrittels einer der besten Wolfsburger für satte 2+10 Minuten auf die Strafbank wanderte, ließen sich die Gäste wieder nicht lange bitten. Zwei Spieler in den Slot, flacher Schuss von der Blauen – wieder Tor durch Schymainski, der den Puck unhaltbar zum 1:3 in die Maschen abfälschen konnte.
Vorm Pausentee gab’s dann eines der wenigen Highlights der Partie zu sehen – wenn man sich nach Gegentreffer Nr.3 nicht schon vorzeitig mit Grausen an die Theke verabschiedet hatte.
Hambly und Likens lieferten sich mit den Gästen eine gepflegte Rauferei, bekamen allerdings – Überraschung! – eine Strafe mehr als die Pinguine.
Ein schreckliches Eishockeyspiel mit wenig Klasse nahm seinen Lauf, die Gäste stellten die im Mitteldrittel aufgenommenen Offensivbemühungen wieder ein und zerstörten fortan nur noch die ohnehin holprigen Angriffsversuche der Grizzlys.
Dass bei sechs gegen vier noch der Schuss ins leere Tor folgte, machte den „gelungenen“ Abend schließlich richtig rund. Mit Daniel Widing hatte sich letztlich auch ein Spieler der bisher so überzeugenden ersten Reihe vom Fehlerteufel anstecken lassen. Sein Querpass landete beim Gegner – Mike Collins sagte artig „Danke“ und netzte unbedrängt zum 1:4 ein (58.).
Seit langer, langer Zeit verirrten sich nach Abpfiff vereinzelte Pfiffe und Buhrufe im weiten, mittlerweile schlecht gefüllten Rund.

Teamcheck

Tor
Felix Brückmann weiter in guter Form, wenn er nun auch noch Tore schießen könnte...

Verteidigung
Außer Krupp, der förmlich brennt, präsentierte sich keiner unserer Abwehrrecken auf normalem Niveau. Sharrow und Bina bestenfalls akzeptabel, aber auch diese beiden keinesfalls mit der Konsequenz und Gedankenschnelligkeit unterwegs, die wir endlich wieder (von allen) brauchen.

Sturm
Mittlerweile stecken sich die bisherigen Leistungsträger in diesem Mannschaftsteil immer schneller während einer Partie bei ihren weniger glücklich agierenden Kollegen an. Das letzte Drittel wirkte mut- und kraftlos wie lange nicht mehr gesehen.
Mit Dibelka und Mulock spielen weiter zwei Totalausfälle Spiel um Spiel, während Sergej Stas bei seinem nächsten Einsatz (wann auch immer das sein mag) vermutlich in Happy Gilmore Manier versuchen wird, einen Gegner mit dem Schlittschuh zu erstechen.
Neben der zwischenzeitlichen Pause für Malte Seifert der aktuell größte Fehler unseres Trainers, den jungen Heißsporn immer wieder unberücksichtig zu lassen. Dass er sich angesichts der zahlreichen „Passagiere“ auf dem Eis gedemütigt fühlt, könnte ich zumindest verstehen. Dazu zählen mittlerweile auch Rosa und Aubin, die höchstens durch Alibischüsse, aber nicht durch energische Aktionen auffallen. Wer nach Rosas Alleingang gegen Köln einfach mal die beiden dummen Fouls im Anschluss ausgeblendet hatte, wurde nun wieder über den wahren Stand der Dinge belehrt. Irgendwie wirken die Aktionen einiger Akteure mittlerweile fast schon verdächtig. Hoffen wir das Beste. Wobei mir Fabio Pfohl und Mark Voakes einfallen, die zumindest für etwas zusätzliche Hoffnung zwischen der 1. und 4.Reihe sorgen konnten. mb

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