header
Log in
A+ A A-

EHC - Kölner Haie 4:0

The big orange machine is back...

Wie das oft im Leben so ist: Des einen Freud ist des anderen Leid. Während die Grizzlys sich momentan an einem Gegner nach dem anderen „vorbeisiegen“, schießen sie ihre Gegner teilweise direkt in untere Tabellenregionen. In diesem Fall erwischte es nach Straubing nun den prominenten und wohlsituierten Gast vom Rhein. Die Niederlage gegen den EHC schickt die Haie weiter gen Süden in der Tabelle und wohl auch weiter auf den Weg in eine echte Krise. Dabei stellten sich die Gäste lediglich in Sachen Härte etwas dumm an, überzeugten ansonsten sowohl kämpferisch als auch im Defensivverhalten.
Eine dieser „Dummheiten“ ereignete sich gleich zum Auftakt der Partie und beförderte je einen Akteur jeder Mannschaft aus dem Spielgeschehen. Bereits in der zweiten Spielminute verabschiedete sich somit Kölns Lalonde per Spieldauerstrafe zum Duschen. Mit Vincenz Mayer ging es für den Leidtragenden seines unkorrekten Checks aus Verletzungsgründen nicht weiter.
Und schon war das zuletzt so starke Powerplay der Gastgeber zur Stelle. Im Nachschuss vollstreckte Tyson Mulock nur eine Minute nach Beginn der fünfminütigen Überzahl zum 1:0. Zwar brachten sich die Hausherren durch eine Strafe ein wenig aus dem Rhythmus, doch den Ton gaben eindeutig die Grizzlys an.
Als die Halle wenig später schon das vermeintliche 2:0 feierte, verweigerten die Referees diesem nach Videobeweis die Anerkennung. Da der Puck klar seinen Weg bis an die Rückseite des Tors gefunden hatte und Torraumabseits und hoher Stock relativ deutlich ausschieden, blieb als Grund wohl nur ein vermeintliches Schlittschuhtor...
Das Spiel blieb also knapp, beide Torhüter deuteten bereits jetzt an, dass so schnell kein Weg an ihnen vorbeiführen würde. Die beste Einschusschance im weiteren Verlauf des ersten Drittels scheiterte jedoch nicht am Reflex eines Goalies: Sebastian Furchner setzte am langen Pfosten den scharfen Pass seines Mitspielers über den Kasten der Kölner, so dass es mit einer knappen Führung in die erste Pause ging.
Das Mitteldrittel schien zunächst auch von den Chancen her ein ausgeglichenes Drittel zu werden, hatten die Gäste doch nun ihre erste wirklich starke Phase. Doch Wolfsburgs Goalie verhinderte die wenigen Hochkaräter zu Beginn und gegen Ende dieses Spielabschnitts und bügelte die wenigen schwachen Momente seiner Vorderleute mit teils genialen Reaktionen aus. Vor allem in Unterzahl ließen die Grizzlys dabei nichts anbrennen, warfen sich in jeden Schuss und glänzten mit präzisem und diszipliniertem Stellungsspiel. Selbst bei doppelter Überzahl gelang den Gäste so kein Treffer, wobei auch Wolfsburg eine solche Situation im Verlauf des Drittels ungenutzt ließ. Vorausgegangen war in diesem Fall ein fieser Bandencheck gegen Wolfsburg Jimmy Sharrow, der nach kurzer Behandlung (auf der Bank) zur allgemeinen Erleichterung doch weiterspielen konnte. So kam der Sünder Andreas Falk mit 2 +10 Minuten doch noch recht glimpflich davon...
Rechnete nun wohl fast jeder mit einem weiterhin knappen Spielverlauf, so überraschten die Grizzlys – wie so oft in den letzten zwei Wochen – ihr Publikum mit einer positiven Entwicklung.
Erneut Tyson Mulock und erneut das Wolfsburger Powerplay leiteten die Entscheidung in dieser hart umkämpften Partie ein. Mulocks zweiter Treffer zum 2:0 bedeutete in der 44.Minute so etwas wie eine Vorentscheidung. Zu überzeugend hatte die Verteidigungsreihen beider Teams bis dahin agiert, zu überragend hatten die beiden Goalies ihren Kasten bis dahin bewacht. Doch kaum musste Köln etwas aufmachen, fiel den Hausherren das Toreschießen plötzlich deutlich leichter! Drei Minuten später schickte Kapitän Haskins (47.) die Gäste mit seinem 3:0 endgültig auf die Verliererstraße, wiederum zwei Zeigerumdrehungen später machte „Powerplaybestie“ Bina sein fünftes Tor im vierten Spiel zum 4:0.
Zwar gab der Spielstand nicht mehr wirklich den eigentlich Spielverlauf wieder, doch das machte den Sieg offenbar umso schmackhafter. Fans und Mannschaft feierten Sieg und Shut out im Anschluss ausgelassen und lenkten sich wohl auch einmal mehr erfolgreich von den drückenden Sorgen der unklaren Sponsoringlage ab.
Ein großer Dank gebührt hier dem gesamten Team der Grizzlys, die diese unsicheren Zeiten mit so großem Engagement für alle wesentlich erträglicher machen!


Teamcheck

Tor
Was soll man zu Felix Brückmann aktuell sagen, was nicht bereits gesagt wurde? Einfach überragend und weiter auf dem Weg an die Spitze unter Deutschlands Torhütern. Aktuell ein Sieggarant.

Verteidigung
Sehr geschlossene, beherzte Vorstellung von allen sieben Verteidigern. Likens und Bina dabei in absoluter Galaform, machen in vielen Situationen einfach den Unterschied! Nix, aber auch gar nix zu meckern.

Sturm
Die Powerplayformation um den bockstarken Voakes rockt alles weg!
Aber auch in Unterzahl war der Rückkehrer in einer vorbildlichen Truppe noch einmal einer der Auffälligsten. Mulock und Pfohl unterstreichen ihre positiven Tendenzen eindrucksvoll, Wallace und vor allem Dibelka zeigen kraftvolle und schlaue Aktionen in der Vorwärts- wie auch in der Rückwärtsbewegung...ich bin absolut begeistert. Sollten die Rädchen nun langsam doch ineinander greifen? Sollte nun in diesem auf dem Papier so starken Mannschaftsteil endlich die Phase der Findung zu einem Ende kommen? Geil wär’s schon – und gerade noch rechtzeitig! Einziger Wermutstropfen bleibt Brent Aubin, der momentan einfach keine Chance hat oder bekommt, seinen Platz zu finden. Besonders ärgerlich, da mit Marco Rosa ein direkter Nebenmann momentan eine völlig andere Rolle (Kampf statt Scoring) im Team einzunehmen droht. Insgesamt aber überwiegen im Sturm die positiven Signale mehr als deutlich die Baustellen...weiter so! mb

 

Besucherzähler

Besucher gesamt: 4.557.735
Besucher heute: 817
Besucher gestern: 676
Max. Besucher pro Tag: 7.174
gerade online: 2
max. online: 95
Seitenaufrufe gesamt: 8.727.971
Seitenaufrufe diese Seite: 263
counter   Statistiken

DEL-News