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EHC - T. Sabo Ice Tigers 2:0

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Disziplin vom Feinsten

Wenn der Gegner die ganz große Spielkultur einfach nicht zulassen will, dann wird er eben kaputtgearbeitet. So einfach könnte man das Erfolgsrezept der Grizzlys in dieser hochklassigen Partie gegen die Ice Tigers aus Nürnberg zusammenfassen.
Lediglich im ersten Drittel konnten die zuletzt so erfolgreichen Gastgeber das vom vorhergehenden Freitag bekannte Bild nachzeichnen.
Doch ausgerechnet in diesem so dominant geführten Spielabschnitt sollte kein Treffer für die Grizzlys fallen. Immer wieder scheiterten die Hausherren dabei am glänzend aufgelegten Beskorowany im Gehäuse der Gäste oder ließen im Abschluss die nötige Genauigkeit fehlen.
Defensiv bot der EHC dabei eine geradezu vorbildliche Vorstellung, gab den Ice Tigers kaum einen brauchbaren Schuss auf das eigene Tor und neutralisiert ganz nebenbei einige der besten Stürmer der gesamten DEL.
Nach zahlreichen vergebenen Chancen setzte schließlich Andy Reiss, ebenfalls mit einer ausgelassenen Gelegenheit zur Führung, den Schlusspunkt unter das erste Drittel und schoss dem Keeper der Gäste freistehend direkt auf die Schoner.
Der Mittelabschnitt sollte, ironischerweise, neben den einzigen Ausrutschern im Defensivverhalten auch das erste Tor der Grizzlys bringen.
Zweimal musste Latte bzw. Pfosten für die nun mehr unter Druck geratenden Gastgeber retten, nachdem Nürnberg Stellungsfehler der Grizzlys zu nutzen wusste. Den Rest neutralisierte Wolfsburgs Brückmann, der erneut einen bockstarken Tag erwischte und obendrein auf das Glück des Tüchtigen bauen konnte.
Kaum hatte Wolfsburg die beiden Schüsse ans Gestänge und sogar noch weitere Nürnberger Gelegenheiten schadlos überstanden, da klingelte es endlich auf der anderen Seite!
Mit einem herrlichen Steilpass gelang zunächst Hambly das Zuspiel auf Dibelka, der wiederum im eins gegen eins eiskalt blieb und zum 1:0 vollstrecken konnte (39.).
Etwas erleichtert – und auch etwas euphorisiert – ging es zum zweiten Mal für Team und Fans aus Wolfsburg in die Pause.
Zwar ließen die Grizzlys auch im Schlussabschnitt einiges an Möglichkeiten ungenutzt, aber nach 49 Minuten war die Partie trotzdem fast gelaufen. So eng und diszipliniert wie beide Abwehrformationen bis dahin aufgetreten waren, bedeutete das 2:0 durch Mark Voakes nahezu das Ende aller Nürnberger Ambitionen. Zwar versuchten die Gäste noch einmal den Druck zu erhöhen, doch unterliefen ihnen dabei nun einfach zu viele Fehler und Undiszipliniertheiten. Die anfallenden Überzahlspiele konnten die Grizzlys entgegen ihren Gewohnheiten nicht zu Zählbarem nutzen, sogar einen Penalty ließ Wolfsburgs Sebastian Furchner ungenutzt (54.)
Als Dibelka drei Minuten vor dem Ende noch einmal auf die Sünderbank musste, sah dann alles nach einem letzten Ansturm der Gäste aus, die es nun ohne ihren Goalie probieren wollten. Doch schon nach anderthalb Minuten war das letzte Aufbäumen der Ice Tigers beendet, die nächste wenig schlauen Strafe stand für EX-NHL Star Heatley an.
Das wenige Gefährliche, was die Gäste schließlich zustande brachten, entschärfte wiederum Wolfsburg Brückmann, so dass dem neunten Sieg in Serie und dem Sprung auf Platz 5 schließlich nichts mehr im Wege stand.
Mit viel Engagement und noch mehr Disziplin fangen die Grizzlys dabei, fast wie selbstverständlich, die Ausfälle von Leistungsträgern wie Kapitän Haskins und „Game-winner“ Tyson Mulock auf und locken mittlerweile auch wieder mehr Zuschauer ins weite Rund der Eisarena.
Frohe Weihnachten!

Teamcheck

Tor
Und wieder agiert Wolfsburgs Brückmann überragend für seine Farben. Diesmal wird er für seine und die bis zum Schluss leidenschaftlichen Bemühungen seiner Vorderleute mit einem weiteren shut out belohnt.
Dass er im Vergleich mit einem Top-Mann wie Beskorowany sogar die Nase vorn hat...einfach großartig für einen eher kleinen Verein wie die Grizzlys!

Verteidigung
Sehr, sehr souveräne Leistung und das gegen eine der Topadressen der Liga in Sachen Offensive!
Eigentlich kann und sollte man niemanden herausheben, allerdings...
„Wir sind keine Hooligans. Wir sind Robbie Bina Fans! Robbie Bina, summ summ...“ He, he...sehr schön.

Sturm
Nachdem mit Haskins, Mulock, Aubin und Höhenleitner nun insgesamt vier Stürmer ausgefallen sind, treten zusehends andere ins Rampenlicht.
Besonders erfreulich dieses Mal: Die Reihe um den gewohnt starken Mark Voakes. Tim Wallace und auch Gerrit Fauser mit Saisonbestleistungen ermöglichen den Grizzlys einmal mehr ein knappes Spiel zu ihren Gunsten zu biegen. Dass nun auch noch Lubor Dibelka aufdreht und Sergej Stas sich in das bestehende Mannschaftskonstrukt nahtlos einfügt, macht viel von der momentanen Wolfsburger Stärke aus. Nahezu jeder Akteur hat sich mittlerweile von der um sich greifenden Gewinnermentalität anstecken lassen und holt das Beste aus sich heraus. Nach der zwischenzeitlichen Durststrecke ein einziger Genuss beim Zuschauen. mb

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