header
Log in
A+ A A-

EHC - ERC Ingolstadt 4:1

1516 sp31BIG slide

Zuhause ist’s am schönsten

Aufgrund der Dichte der Ereignisse wird dieser wie auch der nächste Spielbericht komprimierter als gewohnt ausfallen.
Sich kurz zu fassen erscheint im Nachhinein gar nicht so einfach, boten die Grizzlys im Aufeinandertreffen mit Ingolstadt doch so einiges an Unterhaltungswert!
Besonders aufregend gestaltete sich dabei vor allem das erste Drittel dieser intensiv und teils wild geführten Partie. Wolfsburg offenbarte zunächst ungewohnte Schwächen in der defensiven Ordnung und sorgte, nicht nur bei Bartas Nachschuss an den Pfosten (2.), gleich reihenweise für Herzstillstand-Momente unter seinen Anhängern,
Beim Versuch Druck auf die Gäste aufzubauen gerieten die Hausherren immer wieder in die Bredouille und konnten sich am Ende der ersten zwanzig Minuten bei ihrem Goalie und Fortuna bedanken, dass nicht schon ein klarer Rückstand zu verbuchen war. Im Gegenteil: Kurz nachdem Andy Reiss die bis dahin größte Gelegenheit für die Gastgeber noch ausgelassen hatte, stellte Wolfsburgs Fabio Pfohl mit einem Überzahltreffer (17.) die Partie komplett auf den Kopf.
Und es kam noch besser! Denn den Grizzlys gelang, zur allgemeinen Erleichterung der über 3000 Zuschauer, nun auch spielerisch der Turnaround.
Deutlich stabiler ging es für das Team von Pavel Gross ins Mitteldrittel. Nachdem sich beide Kontrahenten etwas abgetastet hatten, schlug erneut Fabio Pfohl zu (28.).
Kaltschnäuzig nutzte der Wolfsburger Neuzugang den ihm überlassenen Platz im gegnerischen Drittel, verzögerte frech in Halbdistanz und jagte den Puck schließlich in den Winkel des Panthergehäuses. Als gerade einmal zwei Minuten später Robbie Bina eine weitere Panther-Strafzeit eiskalt zum 3:0 nutzen konnte, schien das Spiel schon zur Mitte der Zeit entschieden. Zumal die Grizzlys auch in der Folgezeit nichts anbrennen ließen und den dritten Spielabschnitt gleich mit einem weiteren Powerplaytor einläuteten. Tim Wallace hatte aus dem Rückraum knallhart abgezogen (42.) und seine Farben praktisch uneinholbar mit 4:0 in Führung geschossen.
Der Anlass dieser Überzahl war dann auch die einzig wirklich schlechte Nachricht (aus Grizzlysicht) des Abends. Ex-Grizzly Laliberte hatte Mark Voakes an der Bande hart angegangen (39.) – ob regelwidrig oder nicht, darüber gingen die Meinungen nicht nur beim Schiedsrichtergespann auseinander. Fakt war, dass für Wolfsburgs Spielmacher die Partie gelaufen war und Ingolstadt ebenfalls für den Rest der Begegnung auf John Laliberte verzichten musste.
Greilingers spätes 4:1 hatte in der 58.Minute schließlich nur noch kosmetischen Wert – die Grizzlys und ihr Anhang waren längst im Feiermodus...

Teamcheck

In einem solide bis gut aufspielenden Team stachen diesmal mit Felix Brückmann und Fabio Pfohl zwei Akteure heraus, die schon länger immer wieder für positive Ausrufezeichen sorgen. Während Brückmann neben überragenden Reflexen und gutem Instinkt auch ein bisschen Dusel am Start hatte, überzeugte Pfohl mit genialer Kaltschnäuzigkeit und Präzision. Dass man ihm so viel Platz im Angriffsdrittel lässt, wie die Panther es zwischenzeitlich praktizierten, dürfte in den kommenden Spielzeiten allerdings schnell zur Vergangenheit gehören.
Ebenfalls positiv ist die Entwicklung von Andy Reiss zu bewerten, der sich als Stürmer weitaus besser macht als in der Defensive. Leidtragender ist hier vor allem Sergej Stas, der meiner Meinung nach einfach zu wenig Eiszeit bekommt, um sich zum Beispiel zu einem Spielertyp wie Höhenleitner zu entwickeln. Zugegebenermaßen ein schwieriger Seiltanzakt für unser Trainerteam angesichts der Größe des Kaders, aber nicht unmöglich zu lösen.
Das Verteidigerpaar Wurm – Sharrow verstehe ich übrigens nach wie vor nicht. mb

Besucherzähler

Besucher gesamt: 4.562.563
Besucher heute: 291
Besucher gestern: 1.052
Max. Besucher pro Tag: 7.174
gerade online: 1
max. online: 95
Seitenaufrufe gesamt: 8.743.235
Seitenaufrufe diese Seite: 236
counter   Statistiken

DEL-News