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EHC - Hamburg Freezers 4:0

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Kommt ein Vogl geflogen

Das Duell mit dem Nordrivalen aus der Hansestadt ist und bleibt ein Garant für gute Unterhaltung. Zum dritten Mal in Folge behalten die Grizzlys dabei die Oberhand und landen, wie zuletzt in Hamburg, einen deutlichen Sieg gegen die Freezers.
Alles andere als deutlich verlief dagegen die Partie, die gleich mit einem Sturmlauf der Gäste ihren spektakulären Auftakt fand. Minutenlang nagelten die wie entfesselt anrennenden Freezers das Wolfsburger Team im eigenen Drittel fest, dominierten die erste Viertelstunde praktisch nach Belieben.
Seinen Höhepunkt fand die Druckphase der Hamburger schließlich ab der 9.Spielminute, als die Freezers in Überzahl ihren Dauerbeschuss auf Sebastian Vogl weiter intensivierten und unter anderem den Pfosten zum Klingeln brachten. Doch bei aller Anfangseuphorie der Gäste aus dem Norden – einen Weg am Wolfsburger Goalie vorbei fanden sie irgendwie nicht!
Mit überragenden Rettungstaten hielt Sebastian Vogl seine Farben im Rennen, rettete schließlich sogar bei eigener Überzahl (15.) gegen einen 2 auf 1 Konter der Gäste auf spektakuläre Art und Weise das 0:0.
Erst nach rund 15 gespielten Minuten kam Wolfsburg endlich über Konteraktionen in eigener Halle hinaus. Besonderes frustrierend für Hamburg: Der dritte oder vierte ernstzunehmende Abschluss der Grizzlys (18.) schlug prompt hinter Caron im Gästetor ein! Ausgerechnet der von Ladehemmungen geplagte Sebastian Furchner konnte eine schöne Kombination der 1.Reihe zum schmeichelhaften 1:0 nutzen...und löste damit bei sich und seinem Team offenbar einen mentalen Knoten.
Jetzt war Wolfsburg am Drücker, erspielte sich gleich mehrere gute Chancen und traf wenig später durch Mulock den Pfosten des Hamburger Gehäuses. Mit reichlich Feuer unter dem Dach und Wolfsburger Überzahl ging’s in die erste Pause, beide Teams waren nun im Spiel angekommen.
Kaum war Wolfsburgs Überzahl, weitgehend effektfrei, vorüber, nahmen die Gäste ihren wütenden Sturmlauf wieder auf. Doch die Defensivabteilung der Grizzlys zeigte sich verbessert, hielt nun kontrollierter stand und konnte weiter auf den überragenden Vogl im Tor zählen. Als die Gastgeber schließlich ihre dritte Überzahl (29.) überzeugender gestalten konnten, platzte wohl dem einen oder anderen Spieler der Hanseaten der Hals. Furchners zweiter Treffer des Abends nagte sichtbar am Nervenkostüm der Freezers. Die Gangart wurde nochmals intensiver, das Spiel der Hamburger noch schneller und härter. Das schien zunächst Wirkung zu zeigen: Im Minutentakt glänzte auf Seiten der Gastgeber nun der Torhüter, entschärfte zahlreiche Hochkaräter u.a. einen Alleingang von Marcel Müller. Seine Vorderleute schienen indes den Zugriff auf das Spiel komplett zu verlieren. Mit einer gezielt eingestreuten Auszeit bremste Grizzlytrainer Pavel Gross schließlich das Anlaufen der Gäste und schwor seine Formationen wieder auf die vereinbarte Marschroute ein. Dieses Manöver sollte, zur allgemeinen Freude in orange, umgehend Früchte tragen.
Kaum wieder auf dem Eis, vollstreckten die Grizzlys einen schönen Spielzug zum 3:0! Herrlich von Daniel Widing in Szene gesetzt, nagelte erneut Furchner (33.) das Spielgerät per Onetimer in die Maschen. Hattrick für den zuletzt so glücklosen Top-Stürmer der Grizzlys und ein herber Schlag ins Kontor für die bisher stark mitspielenden Gäste!
Denen gingen nun endgültig die Gäule durch, so dass sich der Frust über den ausbleibenden Torerfolg in reichlich überflüssigen Fouls entlud. Doch die Gastgeber konnten die nun folgenden Überzahlspiele, davon sogar zwei Minuten in doppelter Überzahl, nicht zum alles entscheidenden Knockout nutzen.
Erst, als die Hausherren sich selbst in Unterzahl wiederfanden, setzte Kapitän Haskins per Shorthander das alles entscheidende 4:0 ins Netz der Gäste (44.).
Die Aufholjagd der Gäste fiel somit weitgehend ins Wasser, hatten sie sich vor dem 4:0 doch wieder ein ums andere Mal am Wolfsburger Goalie die Zähne ausgebissen und dabei größte Chancen zum Anschluss ausgelassen.
So verstrichen weitere Überzahlspiele im direkten Anschluss an den vierten Treffer der Hausherren reichlich harmlos. Alles, was im Laufe des letzten Spielabschnitts noch den zweiten Shutout in Folge verhindern konnte, wurde vom Wolfsburger Goalie höchstpersönlich und sehenswert entschärft. Da dürfte der eine oder andere Schläger die Hamburger Kabine nicht mehr an einem Stück verlassen haben...
Entsprechend euphorisch feierten die Heimfans schließlich ihr Team auf der Ehrenrunde, entsprechend deutlich zeigten einige Anhänger der Freezers ihren zuletzt wenig erfolgreichen Idolen, was sie vor allem vom letzten Spielabschnitt hielten.


Teamcheck

Tor
Vogls zweiter Shutout in Folge bringt obendrein eine weitere Leistungssteigerung mit sich!
Das Offensivfeuerwerk der Gäste hätte mehr als einen Treffer verdient gehabt, doch der Wolfsburger Schlussmann war so was von im Tunnel – es war schon fast unheimlich. Überragend und natürlich auch gegen Ingolstadt gesetzt. Auf der Torhüterposition ist der EHC momentan komplett sorgenfrei, eine Nachverpflichtung scheint völlig ausgeschlossen.

Verteidigung
Ohne den gesperrten Sharrow liefen die Grizzlys mit Andy Reiss als sechstem Verteidiger auf. Während bei Jeff Likens mal wieder einer seiner gefürchteten Chaostage angesagt war, präsentierte sich der Rest der Wolfsburger Hintermannschaft solide und gut sortiert. In den Hamburger Drangphasen mangelte es eher an der Abstimmung im gesamten Block, als dass individuelle Unzulänglichkeiten zur Chancenflut der Gäste geführt hätten.

Sturm
Der erste Sturm der Grizzlys meldete sich eindrucksvoll zurück. Schnelles, präzises Passspiel und verbesserte Koordination der Laufwege trugen reichlich Früchte. Allein Furchner hatte Chancen zu fünf bis sechs Toren, bekam obendrein einen aussichtsreichen Alleingang zu Unrecht wegen Abseits weggepfiffen. Der ebenfalls überragende Haskins glänzte per Shorthander und mit weiteren drei Assists als bester Punktesammler der Partie.
Aber auch Mark Voakes, Brent Aubin und Fabio Pfohl (der unter der Woche seinen Vertrag bis 2018 verlängert hat!), bereiteten den Fans wieder viel Freude, glänzten durch viel Spielfreude und im Fall von Pfohl auch mit einem vielbeachteten Kracher an der Bande! Aubins Glück im Abschluss ist bei der Anzahl seiner Chancen vermutlich nun nur eine Frage der Zeit.
Während Vincenz Mayer sein Comeback weitgehend von der Bank aus erlebte, zeigte Sergej Stas erneut, wie gut er in eine kämpferisch ausgelegte Reihe passt. Auch bei ihm geht es neben Fauser und Dibelka nun sichtbar aufwärts!
Insgesamt eine Leistung, die Anlass zur Hoffung auf ein Ende der torarmen Zeit gibt. mb

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