header
Log in
A+ A A-

Überstunden zahlen sich nicht aus - 2:3 n.V.

Die Grizzlys waren erneut nah dran den Gast aus Nürnberg in den Urlaub zu schicken, doch wieder wehrten sich die Ice Tigers spät, aber erfolgreich.
In dieser Serie tobt ein gnadenloser Abnutzungskampf, den stets das Team mit dem letzten bisschen mehr an Druck für sich zu entscheiden scheint. Als Wolfsburg im Auftaktdrittel seine defensive Ordnung schmerzlich hatte vermissen lassen, versäumten die Gäste zunächst die Fortsetzung ihres erfolgreichen Schlussdrittels aus Spiel Nr.4. Alle Chancen, die sich aus teils abenteuerlichen Fehlpässen der Grizzlys oder ebenso wirren Stellungsfehlern ergaben, blieben dabei ungenutzt. Ab der 21.Spielminute kam dann auch Wolfsburg endlich in dieser Partie an, machte es prompt besser als der zuvor überlegene Kontrahent. Mulocks Treffer (30.) zum 1:0 eröffnete die erste Drangphase der Hausherren, die in Christoph Höhenleitner drei Minuten später auch den nächsten Torschützen auf ihrer Seite hatten. Nachdem Wolfsburgs Urgestein im ersten Spielabschnitt einen Penaltyschuss nicht verwandeln konnte, hängte sich "Höhi" entsprechend wie ein Besessener in diese hart geführte Partie hinein. Per Doppelschlag (48./49.) meldeten sich die Franken dann eindrucksvoll zurück. Erst zimmerte Alex Oblinger den Puck knallhart in den Winkel, 30 Sekunden später staubte sein Teamkollege Brandon Segal cool zum Ausgleich ab.
Da es in der Folgezeit keine weiteren Treffer zu bejubeln gab, ging es zum ersten Mal in die Verlängerung, die unter der frenetischen Anfeuerung der über 4000 Fans ebenfalls torlos vorüberging - natürlich nicht ohne diverse Schockmomente auf beiden Seiten. Erst die zweite Verlängerung sollte nach über 85 gespielten Minuten die Entscheidung in dieser hochklassigen und extrem spannenden Partie bringen. Die erste (!) Strafzeit in der gesamten Partie (vorher lediglich der besagte Penalty gegen Nürnberg) fand in Mark Voakes den ungücklichen Empfänger. Zwar überstanden die Grizzlys die folgende Unterzahl mit aufopferungsvollem Kampf, doch schon wenige Augenblicke später nutzte Nürnbergs kapitän eine Unachtsamkeit der Gastgeber zum Alleingang auf das Wolfsburger Tor. Das späte 2:3 ließ schließlich die rund 100 mitgereisten Gäste in Glückseligkeit versinken, der bis dahin überragend unterstützenden Kulisse der Grizzlys blieb nur ungläubiges Kopfschütteln.


1:0 Mulock (Pfohl - Hambly) 30.Min
2:0 Höhenleitner 33.Min
2:1 Oblinger (Joslin) 48.Min
2:2 Segal (Nowak - Pfleger) 49.Min
2:3 P. Reimer (Nowak - Beskorowany) 86.Min

Zum Spielbericht geht's HIER
 
Zur Bildergalerie geht's HIER