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Knapper Sieg beim Liganeuling - 2:3 in Bremerhaven

Das war spannender als nötig! Rund 400 Fans waren ihren Grizzlys zum Auftakt gegen DEL-Neuzugang Bremerhaven gefolgt und sahen zunächst einen starken Auftritt ihres Teams. Wolfsburg setzte dem REV mit schnellem und gewohnt laufintensivem Spiel sichtlich zu und glänzte obendrein in der Chancenverwertung. Zuerst hatte Fabio Pfohl einen Likens-Schuss unhaltbar in die Maschen des Gästetors abgefälscht (8.), wenig später baute Armin Wurm mit einem platzierten Distanzschuss (10.) die Führung der Gäste weiter aus - alles sah nach einer eindeutigen Angelegenheit aus. Zwar ließen die Grizzlys im Anschluss die eine oder andere Gelegenheit liegen, starteten aber auch im Mitteldrittel wieder dominant in den neuen Spielabschnitt. Doch die Gastgeber, wie ihr Publikum vom ihrer DEL-Premiere elektrisiert, hielten immer energischer dagegen...und sollten ihre Torpremiere bekommen! In einem äußerst druckvoll vorgetragenen Powerplay gelang den Pinguins zur Mitte der Partie dann der erste DEL-Treffer ihrer Vereinsgeschichte. Historischer Torschütze der Gastgeber war schließlich Jordan Owens (29.), der den Puck an Sebastian Vogl vorbeidrücken konnte. Noch größerer Jubel brandete bei den Heimfans dann in der 37.Minute auf, als erneut Owens die Scheibe im Gehäuse der Grizzlys unterbringen konnte. Das Glück stand dem REV, nicht nur in dieser Situation, dabei etwas Pate, hatte der Puck vor Owens Treffer doch - von allen ungesehen - erst einmal eine kleine Ruhepause am Pfosten des Grizzlytors eingelegt.
Hätten die Grizzlys nicht noch vor der zweiten Pause eine passende Antwort auf diese Bremerhavener Effizienz gefunden - wer weiß, wie dieses Spiel ausgegangen wäre! Mit ihrem ersten Überzahltreffer sicherten sich die Grizzlys auch gleich den ersten Dreier in dieser Saison. Dibelkas beherztes Nachsetzen vor dem Tor (40.) sorgte für den dritten Treffer der Gäste und fand nach Studium der Videoaufzeichnung schließlich völlig zurecht seine Anerkennung.
Diese knappe Führung verteidigte Wolfsburg im Schlussdrittel bis zur Schlusssirene. Dabei ging das Chancenplus, besonders ab Mitte des Schlussabschnitts, eindeutig an die Gastgeber. Viel zu defensiv präsentierte sich der EHC in dieser Phase und überließ den leidenschaftlich anrennenden Gastgebern dabei weitestgehend die Initiative. Dass diese Herangehensweise nicht doch noch den einen oder anderen Punkt kostete, war vor allem einer hervorragenden Torhüterleistung durch Wolfsburgs Basti Vogl zu verdanken. Ein ums andere Mal scheiterten die immer drückender agierenden Pinguine am Schlussmann der Gäste, bis der Abpfiff die herbeigesehnte Erlösung für die mitgereisten Grizzlys brachte. Insgesamt präsentierte sich das neue Team von der Küste als erwartungsgemäß hochmotivierter Herausforderer, dessen Defizite eher in der individuellen Klasse und weniger in der Einstellung zu suchen sind. Sollte der REV sich als Team einigermaßen schnell finden, könnte er wohl durchaus für die eine oder andere Überraschung bei den Etablierten dieser Liga sorgen!

0:1 Pfohl (Likens - Dibelka) 8.Min
0:2 Wurm (Likens) 10.Min
1:2 Owens (Lampl - Quirk) 29. Min PP 5-4
2:2 Owens (Maschmeyer - Quirk) 37.Min
2:3 Dibelka (Sharrow - Haskins) 40.Min PP 5-4