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Lions aus Zürich sind ein Nümmerli zu groß

Mit den ZSC Lions aus Zürich gastierte am Dienstag eines der Top-Teams der Schweizer NLA in der heimischen Eisarena. Im Rahmen der ersten KO-.Runde der Champions-League sollte sich in diesem Spiel schnell der Qualitätsunterschied zwischen dem aktuellen Tabellenführer einer europäischen Spitzenliga und dem DEL-Vizemeister aus Wolfsburg herauskristallisieren. Schon nach 74 Sekunden durften die Gäste das erste Mal jubeln, nachdem Zürichs Wick der Grizzlydefensive über den Flügel entwischt war und den ebenso schlecht bewachten Torschützen Luca Cunti in Szene setzen konnte. Wie in den Heimspielen gegen München und Mannheim bereits gesehen, brauchten die Grizzlys diesen Warnschuss, um aus dem Auftaktnickerchen gerissen zu werden. Der nun folgende Sturmlauf blieb aber gespickt mit Pech und Pannen, so dass sämtliche Chancen der Gastgeber inkl. zwei Pfostentreffern ungenutzt blieben. Im Gegenteil: Zürichs 0:2 in der 18.Minute stellte den Spielverlauf endgültig auf den Kopf. Sjögrens Treffer nach einer feinen Powerplay-Kombi hatte den Frust in den orangen Reihen auf dem Eis und den Rängen somit in neue Dimensionen geschraubt. Im Mittelabschnitt trieben die Gäste ihre ohnehin schon sehr kraftsparende Spielweise weiter auf die Spitze und beschränkten sich teilweise nur auf überragendes Positionsspiel ohne größere Laufarbeit verrichten zu müssen. Gerade als Aubin (38.) diese Gangart mit seinem Anschlusstreffer zu bestrafen schien, nutzten die Gäste einen  Abspielfehler der Hausherren zum postwendenden 1:3 - ganze 13 Sekunden später.
Der Schlussabschnitt sah mit Gerrit Fausers Penaltyschuss (44.) das letzte Aufflackern von so etwas wie Hoffnung für die Grizzlys. Nachdem er diesen, wie schon zuvor im Spiel gegen Berlin, geradezu jämmerlich und trickfrei vergeben hatte, ging es für den EHC nur noch bergab. Strafe folgte auf Strafe, so dass die Gäste im Schongang noch das 1:4 hinterherschieben konnten. Bartschis Treffer bei doppelter Überzahl (54.) stellte somit auch den Schlusspunkt unter einer am Ende von deutlichem Qualitätsunterschied geprägten Partie dar.


0:1 Cunti (Wick - Nilsson) 2.Min
0:2 Sjögren (Blindenbacher - Thoresen) 18.Min PP 5-4
1:2 Aubin (Mulock - Likens) 38.Min PP 5-4
1:3 Nilsson (Wick) 38.Min
1:4 Bartschi (Shannon - Blindenbacher) 54.Min PP 5-3