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Wolfsburg steht nach 2:7 Demontage vor dem Aus

Aus Sicht der Grizzlys hatte diese Begegnung ein äußerst fieses Drehbuch im Gepäck gehabt. Zunächst machte der Gast aus München genau dort weiter, wo er vor heimischer Kulisse aufgehört hatte - mit dummen Strafen. Als Wolfsburg diese Gelegenheiten gleich zweimal nutzen konnte (erste Powerplaytreffer der gesamten Serie!), schien nach den Treffern von Dehner (8.) und Aubin (11.) auch diese Partie fast auf einem guten Weg. Fast, da man sich zwischen diesen beiden freudigen Ereignissen erneut den Luxus eines Shorthanders durch Michi Wolf (10.) geleistet hatte. Dabei hatten die Gastgeber geradezu euphorisch das Drittel der Bullen mit allen fünf Akteuren bis jenseits der blauen Linie gestürmt und doch glatt den Puck an selbiger vergessen. Diesem fast slapstickartigen Gegentreffer ließ München in Person von Maxi Kastner (16.) noch das 2:2 folgen, so dass sich der Auftakt in dieses Spiel für die Grizzlys schon gar nicht mehr so gut anfühlen sollte. Dann folgte das mittlerweile gefürchtete zweite Drittel: Hier sollte sich zum wiederholten Male das Schicksal der Grizzlys entscheiden. Während es in München noch die unerwartete Wende für Wolfsburg einleitete, ging das Team von Pavel Gross nun komplett unter. Erst Abeltshauser (22.) und dann Wolf und Matsumoto per Doppelschalg in Überzahl (28.) stellten mit der 2:5 Führung frühzeitig die Weichen auf Sieg für den Gast aus München. Wolfsburg wirkte zunehmend erschöpft und ratlos, jedes Aufbäumen verpuffte effektlos an der nun gut geölt laufenden Maschinerie der Bullen. Zudem hatte mit Felix Brückmann Wolfsburgs bisherige Lebensversicherung den ersten gebrauchten Tag der laufenden Play-offs erwischt, so dass die Münchner Dominanz voll auf das Torkonto durchschlagen konnte. Zwei weitere Treffer durch Matsumoto (46.) und Macek (57.) mussten die Grizzlys noch im Schlussdrittel quittieren, bevor sie und ihr (zum Teil) tapferes Publikum das Debakel hinter sich gebracht hatten.
So wird das mit mehreren Millionen Euro Vorsprung auf den Rest der Liga gestartete Team aus Bayern den Meistertitel wohl erfolgreich verteidigen. Die einzige Frage, die momentan noch offen scheint, ist, wie oft wir das Ganze in den kommenden Jahren noch "bewundern" dürfen. Die Kombination aus extrem viel Geld und Don Jackson geht jedenfalls, wie schon in Berlin, prächtig auf.

1:0 Dehner (Fauser - Furchner) 8.Min PP 5-4
1:1 Wolf (Jaffray) 10.Min SH 4-5
2:1 Aubin (Bina - Voakes) 11.Min PP 5-4
2:2 Kastner (Kahun - Boyle) 16.Min
2:3 Abeltshauser (Aucoin - Pinizzotto) 22.Min
2:4 Wolf (Matsumoto - Seidenberg) 28.Min PP 5-4
2:5 Mauer (Matsumoto - Seidenberg) 28.Min PP 5-4
2:6 Matsumoto (Wolf - Seidenberg) 46.Min PP 5-4
2:7 Macek (Aucoin - Matsumoto) 57.Min

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Der Spielbericht entfällt aus privaten Gründen.